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Werte sichern − Wie beuge ich einem Einbruch vor?

Wie beuge ich einem Einbruch vor?
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Wie beuge ich einem Einbruch vor?

Dezember 2009 Eine Einbruchsserie verunsichert die Anwohner eines kleinen Städtchens. In vier Stadtteilen wurde rund 40 Mal eingebrochen. Meistens sind es Kleinigkeiten, die die Täter zum Einbruch einladen.


Bürger, darunter auch Kinder und Jugendliche, haben sich bereits als Detektive betätigt, berichtet Polizeireporter Ralf Rohrmoser von Glasow. Sie sind indes genau so erfolglos geblieben wie die Profis. Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren, schließlich stehen die Themen Tageswohnungseinbruch und Einbrüche zur dunklen Jahreszeit ganz oben auf der Agenda der Polizei.

Vermutlich sind es mindestens zwei Täter, an einen Einzeltäter glauben die Experten nicht. Nach dem bisherigen Kenntnisstand sind es immer dieselben Akteure, so der Reporter. Darauf deute das stets ähnliche Vorgehen hin. Meist sind es schlecht gesicherte Gebäude, in die die Verdächtigen eindringen, oft durch schräg geöffnete Fenster. Die Einbrecher, die in dem relativ kleinen Gebiet immer wieder zuschlagen, hätten es vor allem auf Bargeld und kleinere, leicht transportierbare Wertgegenstände abgesehen.

So etwas hat es in Ihrem Umfeld doch sicherlich auch schon gegeben. Und es ist wahrscheinlich noch gar nicht so lange her. Auch bei Ihnen hat die Polizei darauf hingewiesen, die Gebäude besser zu sichern. Zumindest Türen und Fenster zu schließen, wenn Sie das Haus verlassen. Und Wertsachen sicher aufzubewahren. Und nicht so, wie meine Mutter. Die hat viele Jahre Schmuck und Geld in Tupperdosen getan und dann im Gefrierschrank unter Fleisch und Gemüse abgelegt. Nachdem ich ihr erzählte, was ich recherchiert habe, tut sie’s nicht mehr. Und hat alles Wertvolle bei der Bank deponiert.

nach obenEin Schock

Alle zwei Minuten passiert in der Bundesrepublik ein Einbruch. Das sind seit dem 1.1.2009 bisher über 260.000! Davon konnte gerade mal ein Viertel aufgeklärt werden. Die gesamte Schadenhöhe betrug in dieser Zeit 521.531.409 Euro! Und alle zwei Minuten erhöht sich diese Summe um 2.378 Euro.

Ein Einbruch in Haus oder Wohnung ist für Betroffene ein unerwarteter Schock: Die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder andere schwer wiegende psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, machen ihnen dabei oft mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden. Dass man sich davor schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei: Ein großer Anteil der Einbrüche bleibt im Versuch stecken, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen.

Aber auch richtiges Verhalten und aufmerksame Nachbarn können Einbrüche verhindern helfen. Einbrecher kommen oft tagsüber, wenn üblicherweise niemand zu Hause ist – zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend, in der dunklen Jahreszeit auch schon bei einsetzender Dämmerung oder an Wochenenden. Dabei werden etliche Einbrüche in Wohnräume durch Leichtsinn und Sorglosigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner ermöglicht oder erleichtert: Da wird die Wohnungs- oder Haustür nur ins Schloss gezogen und nicht abgeschlossen, da kommt der Schlüssel in sein vertrautes "Versteck" unter der Matte, im Blumenkasten oder auf dem Türrahmen, da bleiben beim Verlassen Fenster, Balkon- oder Terrassentüren in von außen erreichbarer Lage in Lüftungsstellung offen …

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Einbruchschutz bringen in erster Linie ein sicherheitsbewusstes Verhalten und sinnvoll aufeinander abgestimmte, solide mechanische Sicherungen. Sie stehen beim Schutz vor Einbruch an erster Stelle und bieten dem Einbrecher Widerstand. Alarmanlagen (Einbruchmeldeanlagen) verhindern keinen Einbruch, sondern melden ihn nur – sie können mechanische Sicherungen zwar ergänzen, nicht aber ersetzen. Allerdings erhöhen sie das Entdeckungsrisiko für Einbrecher und bieten dadurch zusätzlichen Schutz. Daneben sollte eine solche Einbruchmeldeanlage auch die Möglichkeit eines Überfallalarms bieten.

Mit freundlicher Unterstützung der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK).

nach obenTipps von der Polizei-Beratung

  • Türen auch bei nur kurzzeitigem Verlassen von Haus oder Wohnung nicht bloß ins Schloss ziehen, sondern immer verschließen. Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals draußen "verstecken".
  • In Türen mit Glasfüllung niemals den Schlüssel innen stecken lassen.
  • Nach jedem Schlüsselverlust umgehend den Schließzylinder auswechseln.
  • Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit verschließen. Vorsicht: Gekippte Fenster sind von Einbrechern leicht zu öffnen, und in der Regel erlischt bei gekippten Fenstern auch der Versicherungsschutz.
  • Rollläden nur zur Nachtzeit geschlossen halten, um nicht tagsüber Abwesenheit zu signalisieren.
  • Bei längerer Abwesenheit Hinweise auf Leerstand vermeiden, z. B. ungeleerter Briefkasten, ständig heruntergelassene Rollläden oder zugezogene Vorhänge, Mitteilung auf dem Anrufbeantworter oder ungemähter Rasen.
  • Wohnung oder Haus durch Verwandte, Bekannte, Nachbarn oder gegebenenfalls "Haushüter" bewohnen oder bewohnt erscheinen lassen (z. B. Briefkasten leeren, Rollläden, Vorhänge, Beleuchtung, Radio und Fernseher unregelmäßig betätigen).
  • Über Einsatz von Zeitschaltuhren für Rollläden, Beleuchtung, Radio etc. Nachbarn informieren.
  • Bewusst auf gefährdende und verdächtige Situationen in der Nachbarschaft achten.
  • In Mehrfamilienhäusern die Hauseingangstür auch tagsüber geschlossen halten, vor dem Drücken des Türöffners prüfen, wer ins Haus will.
  • Auf Fremde im Haus oder auf dem Nachbargrundstück achten, solche Personen ansprechen; evtl. Kfz-Kennzeichen notieren.
  • In Mehrfamilienhäusern stets Keller und Bodentüren verschließen – das ist auch meist eine Pflicht aus dem Mietvertrag. Die Wohnung länger abwesender Nachbarn betreuen, beispielsweise den Briefkasten leeren und auch sonst einen bewohnten Eindruck erwecken.
  • Einbrecher wollen nicht entdeckt werden und vermeiden nach Möglichkeit jede Konfrontation. Wer einen Einbrecher bemerkt, sollte sich ihm keinesfalls entgegenstellen. Nicht den Helden spielen, sondern stattdessen sofort die Polizei verständigen.
  • Die Polizei kann nicht überall sein, um Straftaten zu verhindern. Doch fast immer gibt es Nachbarn, die einander helfen können: Nach den Erfahrungen der Polizei trägt Nachbarschaftshilfe entscheidend zur Verhinderung von Einbrüchen bei.


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Keine Chance für Einbrecher / Seite 4
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Schlagworte dieser Seite:

Alarm, Alarmanlage, Briefkasten, Einbruch, Einbruchschutz, Fenster, Polizei, Privatsphäre, Rollladen, Schließzylinder, Türöffner, Wertgegenstand, Zeitschaltuhr

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