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Sicher abgesägt

© Gardena

November 2009 Wer beim Kettensägen sicher, sorgsam und rasch vorgehen will, muss einige Regeln in puncto Sicherheit beachten. Denn gerade Kettensägen, ob elektrisch oder per Verbrennermotor betrieben, entwickeln ein beachtliches Gefahrenpotential bei falscher und leichtsinniger Anwendung. Daher gibt es ganz klare Vorgaben für den Umgang mit diesen Geräten.


Die Kettensäge entwickelt sich immer mehr zum Lieblingswerkzeug für Haus und Garten. Haupteinsatzgebiet: Brennholz sägen. Der Heimwerker sägt mit Vorliebe selbst. Nur dann kann er gegenüber anderen Rohstoffen, wie Öl, sparen. Denn je mehr Eigenleistung man in die Holzaufbereitung stecken muss, umso günstiger bekommt man das Stückholz vom Forstwirt überlassen. Kostengünstiges Kaminholz ist aber nicht der einzige Grund, warum die Kettensägen-Anhängerschaft rapide wächst. Die schnittigen Kraftpakete sind Favorit in Haus und Garten, wenn es ums Grobe geht, wie zum Beispiel das Sägen von Balken, dicken Ästen und Brettern.

Neue, moderne Markengeräte sind in der Regel in Sachen Sicherheit und Komfort vorbildlich ausgestattet. Automatische Kettenspannvorrichtungen oder die selbsttätige Kettenschmierung zum Beispiel vereinfachen den Umgang erheblich. Und die Schnittleistung bleibt länger konstant.

Im Betrieb wird die Kette warm und dehnt sich. Mit einer Schnellspann - einrichtung ist das fix korrigiert.
© Böker
Im Betrieb wird die Kette warm und dehnt sich. Mit einer Schnellspann - einrichtung ist das fix korrigiert.
Sicherheitsdetail: Die „Kralle“ greift beim Sägen ins Holz ein und hilft die Säge zu führen.
© Böker
Sicherheitsdetail: Die „Kralle“ greift beim Sägen ins Holz ein und hilft die Säge zu führen.

nach obenMesserscharfe Vorbereitung

In jedem Fall: Sicherheitsbekleidung, Helm und Handschuhe sind erste Pflicht.
© Partner
In jedem Fall: Sicherheitsbekleidung, Helm und Handschuhe sind erste Pflicht.
"Dann bauen wir das Prachtstück mal zusammen und legen los", könnte der Standard-Satz des Anfängers lauten. Damit der neue Besitzer aber nicht zum wahrhaft blutigen Anfänger wird, sollte er im Vorfeld einiges beachten: Zuerst die Kettensägen-Etikette, die in diesem Fall nach einer Schutzbekleidung verlangt. Eine Gesamtausrüstung gibt es bereits für unter 200 Euro und besteht aus schnittfester Hose und Sicherheitsschuhen, aus Helm mit Sicht- und Gehörschutz sowie Handschuhen.

Ohne Schutzkleidung und den so genannten Kettensägen-Führerschein wird in den meisten Bundesländern keiner mehr in den Wald gelassen. Empfehlenswerte Anbieter von Kettensägenkursen sind unter anderem die örtlichen Forstämter. Aber nicht nur im Wald, auch im privaten Bereich, also im Garten, ist die Sicherheitskleidung unerlässlich. Hier muss man zwar keinen Sägenführerschein vorweisen, aber die Kenntnisse und Fertigkeiten, die man bei den Kursen erlangt, sind mehr als wichtig.

Wie soll denn so eine textile Hose vor dem Schnitt ins Bein mit der Kettensäge schützen?

© Eckermeier, Manfred
Die Frage ist berechtigt. Jedoch funktioniert dies ganz einfach: In die Schnittschutzbekleidung ist eine Fasereinlage integriert. Schneidet man in die Hose, reißt die Kette die Faserpakete heraus und verstopft diese regelrecht, sodass die Kette blitzschnell gestoppt wird.

nach obenNur Kenner sägen mit Kettensägen

Jetzt wird aber gesägt – sobald Holz und Umfeld geprüft wurden. Der Arbeitsbereich muss frei von Schaulustigen und Hindernissen sein, das Holz soll fest aufliegen.

© Gardena
Die Schnittstelle muss frei von Nägeln und am besten ohne Augen sein – Holzauge sei also wachsam. Denn sonst droht ein "Kick-Back". Das heißt, die Säge schlägt nach oben aus. Dies passiert, wenn die Säge auf einen harten Widerstand stößt oder (gerade der Anfänger) mit der Schwertspitze ins Holz sägt. Diese Tabuzone ist bei den Gardena-Kettensägen rot markiert – gut zu sehen rechts im Bild.

Der Kick-Back wäre der schlimmste anzunehmende Kettensägenunfall. Um diesen zu vermeiden, sollte man darauf achten, dass die neue Säge mit einer Kick-Back-Bremse ausgerüstet ist. Dies ist eine Schaltung am Schutzschild, das vor dem vorderen Haltegriff angebracht ist und die beim Hochschlagen der Säge den Ketten-Antrieb abschaltet. Bei Elektrosägen funktioniert das im Zehntelsekunden-Bereich – bei Verbrennergetriebenen Geräten kommt man nicht ganz an diese Zeiten heran.

Die wichtigste Sicherheitseinrichtung, der Kick-Back- Schutz (Rückschlageinrichtung) ist im vorderen Schutzschild integriert; …
© Böker
Die wichtigste Sicherheitseinrichtung, der Kick-Back- Schutz (Rückschlageinrichtung) ist im vorderen Schutzschild integriert; …
… schlägt die Säge hoch, wird der Schutzschild nach vorne gedrückt und schaltet damit den Kettenvortrieb aus.
© Böker
… schlägt die Säge hoch, wird der Schutzschild nach vorne gedrückt und schaltet damit den Kettenvortrieb aus.

Jetzt gilt es nur noch, einen sicheren und festen Stand zu finden und das Kraftpaket mit beiden Händen an den umlaufenden Griffen zu packen. Wenn dann nach einer Menge Holz vor der Hütte die Schneidleistung langsam nachlässt, weil z. B. die Kette rupft, die Holzspäne kleiner werden oder der Kraftaufwand größer ist, dann wird es Zeit, die Kette vom Fachmann nachschleifen oder austauschen zu lassen.

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Oberforstrat Thomas Hans Deckert meint, dass man stets vorsichtig beim Umgang mit der Motorsäge sein sollte. Wie es auch unsere Tester Gert Bagusche, Heinz Wiel und Michaela Bagusche waren.
Sicher Sägen
Guter Rat vom Experten
Unsere drei Testkandidaten: - Husqvarna 340e - STIHL MS 230 C-BE - SOLO 643
FuG-Motorsägen-Test

Schlagworte dieser Seite:

Brennholz, Holzstapel, Kettensäge, Schutz, Schutzkleidung, sägen

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