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Innentürentrends 2009 − Wie es euch gefällt ...

August 2009 In ist, was gefällt. Selten konnten Haus- und ­Wohnungs­besitzer auf so viele Trends zurückgreifen, wenn es darum ging, das Heim nach dem eigenen Geschmack zu verschönern. Auch bei Türen ist Individualität Trumpf. Von der ­Stiltür bis zum hypermodernen Design: Jeder kann seine persönlichen Vorstellungen verwirklichen. Dennoch sind bei aller Vielfalt einige Hauptströmungen auszumachen. Neben dem Megatrend Weiß sind edle, schlicht gehaltene Modelle mit dunklem Querfurnier beliebt. Ganz neu ist eine Kombination von beidem: weiße Türen mit dezenten farbigen ­Akzenten, die sich zum Teil erst beim Öffnen zeigen.


Etwa alle 24 Jahre tauschen Wohnungsbesitzer ihre Türen aus. Rund 60 Millionen Innentüren warten in Deutschland auf Ersatz. Das hat eine Marktstudie von B+L im Auftrag der Fachgruppe Innentüren im Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie (VHI) ergeben. Die Gründe dafür? Alte Türen sind abgenutzt oder das Aussehen gefällt nicht mehr. Beim Kauf von Haus oder Wohnung mussten sich viele Eigenheimbesitzer mit Rücksicht auf das längst aufgebrauchte Budget für einen preiswerten Türentyp entscheiden, der heute nicht mehr ihren Ansprüchen genügt. Jahre später ist das Haus abgezahlt und es wird ein modernerer Lebensstil gepflegt. Dazu passen die einfachen Modelle von einst in der Regel nicht mehr.

Bei der Renovierung geht der Trend eindeutig zu hochwertigen Türen. Neben ausgezeichneter Funktionalität steht ansprechendes Design an erster Stelle. In der Regel tauschen Eigenheimbesitzer alle Innentüren auf einmal aus. Am häufigsten entscheiden sie sich für Furniertüren, zeigt die Studie des VHI. Wer vorher schon Furnier- oder Echtholztüren hatte, wählt in der Regel wieder den gleichen Typ, wenn auch im aktuellen Design. Alte Folientüren müssen meist edlerem Holzfurnier weichen, so die Studie. Dabei steht den Bauherren bei der Auswahl der Hölzer ein breites Spektrum an Echtholzfurnieren und CPL, also kunststoffbeschichteten Türen, in Holzoptik zur Verfügung.

Wer Wert auf gute Qualität legt, dem geben das RAL-Gütezeichen und die Güteurkunde, die jede Tür der Mitglieder der Qualitätsgemeinschaft Innen­türen kennzeichnet, Orientierung.

nach obenFarbe und Raum

Auf der Möbelmesse in Köln standen Holzarten wie Walnuss, Kernbuche und Kerneiche im Mittelpunkt. Alles in der Regel in leicht zurückhaltender Optik, ob als edles Echtholzfurnier oder als strapazierfähige CPL Beschichtung. Seit einigen Jahren sehr beliebt ist die Quermaserung, die gerade auch bei dunklen Hölzern schon mal sehr auffällig und lebendig daherkommt. Bei hellen Furniertüren hingegen ist die Musterung im Allgemeinen zurückhaltender. Sie überzeugen dafür gerne mit großflächigen, farblich dezenten Intarsien, zum Beispiel leichten Wellenformen oder Symbolen aus dem asiatischen Raum, die eine beruhigende und entspannende Wirkung haben.

Die Begeisterung für das Holzdesign bei den Zimmereingängen findet da ihre Grenze, wo sich die Bewohner für Holzfußböden entschieden haben. Dielen, Parkett und Laminat in Holzoptik gehen mit den Türen eine enge Verbindung ein. Damit das Holz nicht zu dominant wird, fällt bei dieser Art Böden häufig die Entscheidung auf weiß lackierte Türen, die das Holz angenehm akzentuieren. Wie weit die Verbindung von Eingang, Fußboden und Einrichtung gehen kann, zeigt der neueste Trend. Zurzeit kommen so genannte stumpfe Türen auf, bei denen das Türblatt im geschlossenen Zustand eben mit dem Türrahmen abschließt. Erst beim Öffnen zeigt sich dann die farbig gestaltete Kante passend zum Fußboden, zur Wandfarbe oder zur Möblierung.

Ein weiterer Trend ist der Landhausstil, der sich in Deutschland immer wieder neu erfindet. Statt massiv wird er jetzt immer eleganter und vor allen Dingen immer weißer. Das erinnert an die alten Stadtvillen, die diesen Türentyp schon immer bevorzugt haben. Denn Weiß ist edel und modern. Keine andere Farbe lässt sich so effektvoll mit verschiedenen Einrichtungsstilen verbinden. Gemäß dem Trend zur anhaltenden Individualisierung sowohl im Objekt- als auch im Wohnraumbereich, bieten die Hersteller deshalb ein umfangreiches Programm an Weißlacktüren.

Wem das alles noch nicht individuell genug ist, der kann sich seine Tür auch nach persönlichen Vorstellungen gestalten lassen. Bei den kunststoffbeschichteten Türen machen es beispielsweise moderne Digitaldruckverfahren möglich, eigene Ideen umzusetzen: Etwa eine Tür in Granitoptik passend zur Badezimmereinrichtung. Sogar Lieblingsfotos oder individuelle Fantasiedekore lassen sich so applizieren, ohne dabei die Qualität der strapazierfähigen Oberfläche zu mindern.

nach obenPassgenau

Bei aller Begeisterung für gutes Design muss auch die Qualität stimmen. Und die liegt im Detail. Bei Türen kommt es besonders auf die Maßgenauigkeit an. Je passgenauer Türblatt und die Zarge, also der Türrahmen sind, desto besser schließt die Tür. Weitere wichtige Aspekte sind Stabilität und geringe Verwindung. Letzteres ist besonders dann von Bedeutung, wenn beide Seiten der Tür verschiedenen klimatischen Bedingungen ausgesetzt sind. Das ist meist bei Wohnungseingangstüren der Fall. Sie müssen in der Regel die Temperaturunterschiede zwischen einem unbeheizten, eher feuchten Hausflur und der warmen Wohnung aushalten. Deswegen ist es ratsam, sich für verzugstabile Typen zu entscheiden. Diese entsprechen der Klimakategorie 3 der RAL Gütegemeinschaft Innentüren im VHI und müssen entsprechend gekennzeichnet sein. Sie schließen dauerhaft dicht und bieten so guten Schall- und Wärmeschutz. Die Dämmwerte der Wohnungseingänge sind heute wesentlich besser als früher. Es gibt Türblätter, die einen U-Wert von nur 0,7 erreichen. Sicherheitsbewusste können diese Konstruktionen einbruchhemmend ausführen lassen. Zudem haben die aktuellen Modelle einen weiteren Vorteil: Sie setzen dem faden Einheitslook in den Hausfluren der Mehrfamilienhäusern ein Ende und fungieren als individuelle Visitenkarte der Bewohner.

Um bei der Qualität keine Abstriche zu machen, empfehlen die Experten der Gütegemeinschaft die Türen durch einen Fachmann austauschen zu lassen, also entweder vom Schreiner oder Tischler oder von einem Fachhändler, der eine eigene Ausstellung unterhält und Einbauspezialisten an der Hand hat. Nur dann ist sicher gestellt, dass die neuen Türen auch maßgenau eingebaut werden und dauerhaft Freude bereiten.

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nach obenRenovierungslösungen

Der Fachmann weiß auch, wie mit den Gegebenheiten vor Ort umzugehen ist, zum Beispiel den alten Zargen. Zwar passen die neuen Türen auch in die vorhandenen Umfassungen, doch entscheiden sich die meisten dafür gleich beides auszuwechseln. Ist der alte Rahmen aus Holz, lässt er sich problemlos mit ein paar fachmännischen Handgriffen entfernen. Der Austausch von Stahlzargen ist etwas aufwändiger, da sie mit Mörtel fest mit der Wand verbunden sind. Hier ist unbedingt der Profi gefragt, der die Arbeit sauber erledigt. Alternativ können die Metallzargen passend lackiert und mit neuen Dichtungen sowie Bändern, so der Fachausdruck für Scharniere, wieder fit gemacht werden. Eine andere Lösung sind so genannte Renovierungszargen, die über den alten Stahlrahmen gebaut werden und diesen völlig verdecken. Die Durchgangsbreite verschmälert sich dadurch etwas. Liegt die Wohnung in einem Plattenbau, ist eine Umfassungszarge das Mittel der Wahl, um der neuen Tür Halt zu geben. Hier gibt es Modelle, die den speziellen Eigenheiten dieser Gebäude angepasst sind.

Wer bei seinen Renovierungsarbeiten hingegen den aktuellen Trend zur flächenbündig eingebauten Türen aufgreifen möchte, kann auch dies ohne aufwendige Sonderlösungen umsetzen. Der Markt bietet spezielle Türen, die sich dank ihrer Dicke von nur 25 mm und eigens für diesen Zweck entwickelten Bändern einfach in bestehende Holzzargen einsetzen lassen und flächenbündig in der Zarge sitzen. So kann jedem Haus und jeder Wohnung ein exklusives Ambiente gegeben werden, das den Alltag vergessen lässt.

nach obenDie RAL-Gütegemeinschaft Innentüren

In den 70er Jahren haben sich führende Türenhersteller unter der Aufsicht des Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL) in der Gütegemeinschaft Innentüren zusammengeschlossen. Gemeinsam mit dem renommierten Institut für Fenstertechnik in Rosenheim (i. f. t.) haben sie eine umfassende Qualitätssicherung aufgebaut. Ihr Ziel ist es, Produkte mit einwandfreier Beschaffenheit und Funktion für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche zu liefern. Das garantiert das RAL-Gütezeichen und die Güteurkunde, die jedes Türblatt und jede Türzarge der Gütegemeinschaft Innentüren kennzeichnet. Die meisten der in Deutschland angebotenen Türen sind nach den strengen Richtlinien der Initiative geprüft.

Weitere Informationen auf www.gg-innentueren.de.
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