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Energie im Haushalt sparen − Tipps und Informationen rund um ein teures Thema

Energie im Haushalt sparen
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Energie im Haushalt sparen

August 2009 "Das bisschen Haushalt kostet doch nichts!" Sagt wer? Ich jedenfalls nicht. Habe ich mich doch schon immer mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt. Meist zwar mehr mit der theoretischen Seite, aber immerhin. Dabei ist das ein schönes Thema, bei dem man auch als Mann im Haushalt glänzen kann. Und nicht nur mit dem Zelebrieren neuester Rezepte aus dem Klub kochender Männer oder durch ultimative Bügelfaltenfixierung in der Sonntagshose. Nein, mir geht es um die handfesten Themen. Und heute steht Energiesparen an.


Jeden Tag lesen wir in dicken schwarzen Lettern oder hören in Radio und TV: Wir sollen Energie sparen, koste es was es wolle.

Wussten Sie, dass Sie auf den Internetseiten des Bundesumweltministeriums ein Energiesparkonto einrichten und dann sogar Mitglied im "Energiesparclub" werden können? Sie identifizieren plötzlich Sparpotenziale und sehen Einsparerfolge, an die Sie vorher nie zu denken gewagt haben. Das Energiesparkonto zeigt, wie sich Energiesparlampen oder ein neuer, energieeffizienter Kühlschrank auf Ihren Energieverbrauch auswirken. Einsparerfolge werden sichtbar und motivieren zu weiteren Schritten.

Als Nutzer sichern Sie schon jetzt ihren Platz in der neuen Online-Community für Energiesparer, die im Herbst 2009 startet. Das Wichtigste: Sie sind beim Energiesparen nicht mehr alleine! Die Initiatoren erklären das Besondere am Energiesparclub so: "Er fängt da an, wo die meisten anderen Portale aufhören. Er motiviert seine Mitglieder – also hoffentlich Sie – in Energieeffizienz und Klimaschutz zu investieren. Er setzt nicht auf einzelne Maßnahmen oder ökologisches Strohfeuer, sondern steht tausenden Haushalten kontinuierlich als kompetenter Energieberater zur Seite und unterstützt Sie bei Investitionen in energiesparende Maßnahmen." Also, frisch ans Werk und Mitglied werden.

Bis dahin können Sie ja schon mal in der Praxis selbst aktiv werden. Getreu dem Motto von Umweltminister Sigmar Gabriel: "Die umweltfreundlichste Kilowattstunde ist die, die nicht verbraucht wird." Und wir helfen Ihnen dabei mit ein paar wichtigen Tipps und Hinweisen. Ich zum Beispiel schreibe jeden Tag den Zählerstand von Strom und Wasser auf. So fällt es mir leichter, aktuelle Schwankungen zu analysieren.

nach obenDie Suche nach energieeffizienten Haushaltsgroßgeräten

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) veröffentlicht regelmäßig Topgeräte-Listen, um Verbrauchern zu helfen, energieeffiziente Produkte zu finden. Denn in deutschen Wohnungen stehen offensichtlich viele überalterte Haushaltsgeräte. Angesichts steigender Energiepreise denken inzwischen Viele öfter an einen vorzeitigen Modellwechsel, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Initiative EnergieEffizienz der dena zeigt. Danach haben bereits 40 Prozent der Befragten Kühlschrank, Waschmaschine und Co. durch ein neues Gerät ersetzt, obwohl das alte noch funktionstüchtig war. Die Mehrheit nahm diesen Austausch vor, um mit in der Regel sparsameren modernen Geräten den Energieverbrauch zu reduzieren.

Schwieriger Überblick

Eiskalt gespart
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Eiskalt gespart
Doch die Suche nach einem optimierten Gerät war bisher schwierig, da man Energieeffizienzklassen und detaillierte Werte zum Stromverbrauch mühsam vergleichen musste. "Bei einer neuen Kühl-Gefrier-Kombination etwa kann der Stromverbrauch bei gleicher Leistung und Größe um mehr als 40 Prozent auseinanderliegen", erklärt Steffen Joest, Bereichsleiter bei der dena. So verursacht bei einem Strompreis von 20 Cent pro Kilowattstunde ein Kühl-Gefrier-Gerät der Energieeffizienzklasse A++ mit 260 Litern Inhalt lediglich rund 36 Euro Stromkosten im Jahr, während bei einem einfachen A-Klasse-Modell schon um die 60 Euro zusammenkommen können.

Leichtere Auswahl

Die Topgeräte-Listen der dena erscheinen regelmäßig und sollen den Verbrauchern die Kaufentscheidung leichter machen. Bisher gibt es diese Marktübersichten für Kühl- und Gefriergeräte, Wäschetrockner, Waschmaschinen, Geschirrspüler und verschiedene IT-Produkte. Sie können kostenfrei im Internet unter www.topgeraete.de abgerufen werden.

Unter der kostenlosen Energiehotline 08000-736-734 gibt es weitere Informationen zum Thema. Die Initiative Energie-Effizienz wird von der dena und den Unternehmen der Energiewirtschaft – EnBW AG, E.ON AG, RWE AG sowie Vattenfall Europe AG – getragen und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

nach obenEnergieeffizienz im Haushalt – Potenzial erkennen und ausschöpfen

Wussten Sie, dass Haushaltsgeräte mehr als 30 Prozent des gesamten Energieverbrauchs im Haushalt ausmachen? Auch deshalb haben es sich Hersteller zur Aufgabe gemacht, die sparsamsten und umweltschonendsten Geräte zu entwickeln. So zum Beispiel Bauknecht.

Induktion: schnell, sparsam und sicher

Induktionskochfelder vereinen nicht nur die Vorteile von Gas und Ceran, sie sind mit einem Wirkungsgrad von 81 % auch extrem sparsam, da die Induktionstechnik die Wärme direkt am Boden des Kochgeschirrs erzeugt.

Mit der Eco Easy Home Initiative stellt das Stuttgarter Unternehmen ein aktuelles Konzept zur umwelt- und kostenschonenden Haushaltsführung vor. Die Kombination aus modernen, energiesparenden Geräten und vielfältigen Informationen zu deren ökologisch bewusster Nutzung bietet erhebliches Einsparpotenzial bei Energie, Wasser, Kosten und CO2-Emissionen. Zentrales Informationsmedium für Verbraucher ist die Website www.Eco-Easy-Home.com, auf der ein Energiesparrechner, Produktinformationen sowie Tipps und Tricks zum bewussten Umgang mit Ressourcen zur Verfügung stehen.

nach obenEiskalt gespart

Auch Miele setzt sich mit dem Thema Energieeffizienz auseinander. Die Gütersloher Experten: "365 Tage im Jahr rund um die Uhr laufen Kühl- und Gefriergeräte im Haushalt – ein guter Grund, hier besonders auf niedrige Verbrauchswerte zu achten." Sonst könne ein vermeintliches Schnäppchen schnell teuer werden. Das muss nicht sein. "Miele bietet eine große Auswahl an Modellen, die sparsam im Verbrauch sind und gleichzeitig hohen Komfort bieten," so ein Firmensprecher.

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl ist die Energieeffizienzklasse. Das Label am Gerät sollte zumindest A oder gar ein A+ oder A++ ausweisen, wobei die letztgenannten Einstufungen für besonders sparsame Geräte stehen. Geräte mit einer Klassifizierung A oder A+ sind insbesondere dann empfehlenswert, wenn sie über Ausstattungsdetails verfügen, die indirekt zu einem geringen Energieverbrauch beitragen. Das kann beispielsweise eine Null-Grad-Kühlzone sein, in der sich Lebensmittel bis zu dreimal länger frisch halten. Durch die bessere Haltbarkeit müssen weniger verdorbene Lebensmittel entsorgt werden, und so manche Autofahrt zum Supermarkt erübrigt sich. Über das Jahr gesehen bringt das erhebliche Einsparungen mit sich.

Ähnlich verhält es sich mit der so genannten No-Frost-Technik im Gefrierfach. Vereiste Gefrierfächer erhöhen den Energieverbrauch. Die No-Frost-Technik verhindert dieses Vereisen durch gekühlte Umluft. Das lästige Abtauen des Gefrierteils ist dann nicht mehr erforderlich.

Bei der Einstufung in Energieeffizienzklassen werden solche Ausstattungsdetails nicht berücksichtigt. Verbraucher sollten beim Kauf trotzdem darauf achten.

nach obenÖko bezahlbar machen

Gefragt ist die Quadratur des Kreises, also Ökoenergie zu bezahlbaren Preisen. Dass dies in der Praxis funktionieren kann, zeigen Experten wie die Hamburger KlimaINVEST. Das Unternehmen berät Energielieferanten bei der kostenoptimalen Zulieferung von Grünstrom und von Gas, das zu 100 Prozent CO2-kompensiert ist. "Fallende Energiepreise zählen bislang zu den wenigen positiven Begleiterscheinungen der Finanzkrise. Ein passender Zeitpunkt, um ökologische wie ökonomische Interessen zu vereinen", weiß Jobst Jenckel, Business Development Manager der KlimaINVEST. Das Hamburger Unternehmen sorgt für Energieangebote, die den Privathaushalten letztendlich sowohl im Bereich Kosteneinsparung als auch in ihrem Umweltanspruch entgegenkommen. Direkten Zugriff auf entsprechendes Know-how erhalten Verbraucher zum Beispiel unter verivox.de. Auf dem Portal können Privathaushalte kostenfrei Tarife vergleichen und zu dem Anbieter wechseln, der für sie am besten passt.

nach obenEnergie, Wasser und Zeit sparen

Jeder Spülgang eines Geschirrspülers erfordert unterschiedliche Ressourcen: Mal sind empfindliche Gläser in der Maschine, mal stark verschmutzte Töpfe und Pfannen. Deshalb hat Bauknecht für den optimalen Einsatz von Zeit, Wasser und Energie die Sensor+ Technologie entwickelt, die bis zu 30 Prozent wertvoller Ressourcen einsparen kann. Sensor+ funktioniert in allen Temperaturbereichen von 40 bis 70 Grad und misst alle zehn Sekunden die Trübung, Schaumbildung sowie die Anzahl der Partikel im Wasser. Die Sensortechnik ermittelt den Verschmutzungsgrad des Geschirrs und bestimmt die exakte Reinigungszeit. Bei geringer Verschmutzung kommt die Spülmaschine schon mit einer Wassermenge ab sieben Litern aus.

nach obenWaschen & Trocknen – ökologisch wertvoll

Öko bezahlbar machen
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Öko bezahlbar machen
Das Angebot an Haushaltsgeräten ist mannigfaltig. Wer hat da schon den Überblick? Rund 2.100 verschiedene Kühl- und Gefriergeräte, 500 Waschmaschinen, 750 Spülmaschinen, 180 Wäschetrockner und 60 Waschtrockner werden derzeit in Deutschland im Handel angeboten. Bei vielen dieser Geräte sind die Betriebskosten für den Energieverbrauch über die gesamte Lebensdauer gerechnet deutlich höher als der Kaufpreis. Das macht die Kaufentscheidung umso schwerer, denn die Geräte werden in der Regel viele Jahre, teils sogar Jahrzehnte genutzt.

Ob ein Gerät energieeffizient arbeitet oder unnötig viel Energie verbraucht, macht sich über diese Zeitspanne bei der Strom- und Wasserrechnung schmerzlich bemerkbar. Wer sich gegen eine kostenschwere Fehlentscheidung wappnen will, dem hilft die Verbraucherinformation "Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2008/ 2009" der EnergieAgentur. NRW. Diese neutrale Beratungsagentur hat sich große Mühe gegeben und eine Seite ins Internet gestellt, auf der Sie interaktiv Ihren Energieeffizienz-Wunsch eingeben können und prompt das richtige Produkt angezeigt bekommen.

Bleiben noch die Haushaltskleingeräte und das Licht. Bei Ersteren entscheiden Wattzahl und Betriebsdauer über die Effizienz. Das kann jeder direkt beeinflussen. Beim Licht wäre das ähnlich zu sehen, doch "spätestens, wenn sich die Glühlampe ab dem 1. September 2009 schrittweise aus dem Handel verabschiedet, muss der Verbraucher eine bewusste Kaufentscheidung treffen" so Christian Schraft, zuständig für das Endkonsumentengeschäft bei OSRAM. "Die eine energiesparende Lampe, die alles kann, gibt es nicht". Wer so viel Strom wie möglich sparen möchte, der ist mit Kompaktleuchtstofflampen, die auch als Energiesparlampen bezeichnet werden, am besten beraten. Wer nicht auf die Lichtstimmung der Glühlampe verzichten will, für den ist eine energieeffiziente Halogenlampe die richtige Entscheidung. "Verbraucher müssen sich bewusst werden, für welchen Einsatzort sie eine Lampe kaufen und wie wichtig ihnen Faktoren wie Energieersparnis, Lebensdauer, Lichtfarbe und Dimmbarkeit sind", so Schaft.

nach obenDie Vorteile der Technologien im Überblick

Energieeffiziente Halogenlampen, wie die Halogen EnergySaver von OSRAM, überzeugen durch eine Lebensdauer von 2.000 Stunden, leuchten doppelt so lange wie eine Glühlampe und sparen bis zu 30 % Strom. Sie sind alle stufenlos dimmbar und machen überall dort Freude, wo ein warmes, gemütliches Ambiente oder eine Akzentbeleuchtung gewünscht ist. Auch im modernen oder antiken Lüster wirken sie ästhetisch.

Wer hingegen möglichst viel Strom sparen will, d. h. bis zu 80 %, für den sind klassische Energiesparlampen genau das Richtige. Die gebogene Leuchtstoffröhre ist mittlerweile oft von einem Gehäuse umhüllt und in Birnen-, Kerzen- oder Kugelform erhältlich. Auch hochwertige dimmbare Energiesparlampen werden angeboten.

nach obenFazit

Sie sehen, es gibt genügend Möglichkeiten, im Haushalt zu sparen und gleichzeitig ökologisch zu handeln. Fangen auch Sie gleich heute an. Und auch wir Männer können über diesen Weg aktiv im Haushalt mitmischen. Auch beim Bügeln. In diesem Sinne frohes Sparen!

Manfred Eckermeier


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