Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Haus | Garten | Leben > Gartengeräte > Fünf Große fürs Spezielle
← vorheriger BeitragScience Fiction im Vorgarten
nächster Beitrag → Neues für Haus und Garten

Fünf Große fürs Spezielle − Siedlergemeinschaftsmäher für besondere Einsätze

Mai 2009 Hatten wir uns in der letzten Ausgabe eingehend über handgeführte Mäher ausgelassen, zeigen wir Ihnen heute fünf unvergleichliche Spezialisten. Jeder stellt auf seine Art etwas Besonderes in der "Mäherszene" dar. Direkt sind sie somit nicht vergleichbar. Das war auch nicht das Ziel unserer Tests.


nach obenKompakttraktor für die Gemeinschaft: John Deere X740

John Deere X740
© Eckermeier, Manfred
John Deere X740
John Deere X740
© Eckermeier, Manfred
John Deere X740
Werner Wilms hat in seinem Leben schon so manchen Aufsitzer und Traktor gefahren. Mindestens 20 an der Zahl. Doch diesmal war er total aus dem Häuschen. "Der X740 von John Deere ist mit großem Abstand der beste Rasentraktor, den ich bisher gefahren habe", erklärte der Semi-Profi mit zufriedener Miene. "Ich konnte keine Schwächen feststellen". Mit seinem wassergekühlten, drehmomentstarken 17 kW 3-Zylinder-Yanmar-Dieselmotor schnurrte der Kompakttraktor sein Dauerpensum ohne jegliche Mängel ab.

"Durch seine Wendigkeit ließen sich Hindernisse perfekt ausmähen", so Testerin Iris Eckermeier. Kein Wunder bei einem Wendekreis von nur 63,5 cm. Die handliche Differenzialsperre garantierte optimale Zugkraft auch unter harten Einsatzbedingungen im hügeligen Gelände.

Die griffgünstig in unmittelbarer Nähe des Lenkrads angebrachten Hebel der Hydraulikbedienung ermöglichten eine bequeme und millimetergenaue Handhabung des Geräts. Unvergleichlich auch der Fahrkomfort. Dazu trug nicht nur der rückenschonende Komfortsitz bei. "Auch die Bedienelemente und die 2-Pedal-Automatik, die sich der natürlichen Fußbewegung und -haltung anpasst, sorgten für bequemes Arbeiten", so Wilms. Super auch die für den Straßenverkehr ausgelegte Beleuchtung. Die sorgte für Sicherheit beim Transport auf öffentlichen Straßen und beim Arbeiten in der Dämmerung.

Das Urteil der Tester trotz des hohen Anschaffungspreises von 12 bis 15.000 Euro: 1+.

nach obenSchnell und präzise: Der neue 20C von John Deere

Der neue 20C von John Deere
© Eckermeier, Manfred
Der neue 20C von John Deere
Der neue 20C von John Deere
© Eckermeier, Manfred
Der neue 20C von John Deere
Na, das war doch mal ein echtes Erlebnis: Da durften wir als eine der ersten Redaktionen den neuen 20C von John Deere testen – und kamen zu überraschenden Ergebnissen! Der Kleine aus Mannheim ist schon ein recht Großer, wenn es darum geht, im täglichen Einsatz seinen Mann zu stehen. Vor allem in Siedlergemeinschaften mit größeren Wiesenflächen kann der knapp 15.000 Euro teure Mäher seine Stärken ausspielen.

Schnell und präzise ist er kein bisschen "ängstlich", wenn es darum geht, schmale Durchfahrten und schwierige Aufgaben zu meistern. Unser Respekt gilt vor allem dem kompakten Rahmen und der überzeugenden Leistung des gut isolierten und gummigelagerten Dieselmotors. Dessen 12,5 kW (17 PS) bringen eine gute Durchzugskraft und werden im täglichen Einsatz viele Anwender überzeugen. Das gut abgestufte Getriebe mit acht Vorwärts- und acht Rückwärtsgängen trug im erheblichen Maße zum positiven Gesamteindruck bei. Die Gang- und Gruppenschalthebel befinden sich auf dem Kotflügel und die Hebel für den Vorwärts- und Rückwärtsgang am Armaturenbrett.

Der Motor ist so ausgelegt, dass bei hoher Anhängelast und bei schweren Erdarbeiten genau das richtige Drehmoment geliefert wird, so der Hersteller. Das passt hervorragend zum robusten Heckkraftheber, um Arbeiten mit schweren Anbaugeräten zu meistern. Mit seiner Hubkraft von 600 kg lassen sich verschiedene Anbaugeräte einsetzen. Im Test kam der kleine Schlegelmulcher von Agritec zum Einsatz. Er bildete mit dem 20C eine harmonische Einheit.

Zwar stuften unsere Tester die Geländetauglichkeit als befriedigend ein, aber sie monierten ein unsicheres Gefühl bei Hangfahrten.

Die schallgedämpfte Fahrerplattform fängt wirksam Vibrationen ab und ist ganz und gar auf den Nutzer abgestimmt. Wer hier sitzt, ist voll in den 20C integriert. Alle Hebel und Schalter liegen im direkten Zugriff und sind einfach zu handhaben. Einzig der Handbremshebel führte das eine oder andere Mal zu leichten Verrenkungen. Sonst gibt es genügend Beinfreiheit und einen sehr leichten Zugang.

Test-Urteil: 2+.

nach obenAb durch die Hecke: Der Canycom CM 221

Canycom CM 221
© Eckermeier, Manfred
Canycom CM 221
Canycom CM 221
© Eckermeier, Manfred
Canycom CM 221
Wem Gras und Hecke zu hoch gewachsen sind, hat in der Regel ein Problem. Nur mit Mühe lässt sich das wuchernde Grün beseitigen. Da hilft zwar auch die Motorsense, doch bei größeren Flächen kann man sich die Mühe sparen. Zwar lohnt sich häufig der Einsatz für den Privatmann nicht, aber eine Siedlergemeinschaft kann schon über den Einsatz eines Fahrzeugs wie den Canycom CM221 in der Preiskategorie um 10.000 Euro nachdenken.

Egal ob Graben, Schonung oder Wildfläche, das 22 PS Fujitsu Robin V-Triebwerk und das K 66 Profigetriebe bringen über einen Kardanantrieb die Kraft problemlos an das Mähwerk. Manuell über Gaszylinder in der Höhe verstellt, kämpft es sich nahezu überall durch. Die Messer aus korrosionsbeständigem Schwedenstahl besitzen zum Schutz vor Gärsäuren eine thermische Beschichtung. Das 100 cm breite Mulchmähwerk kann zum bequemen Messerwechsel seitlich geöffnet werden. Die Schneidewerkzeuge sind scharf wie ein Samurai-Schwert und stammen aus der japanischen Traditionsschmiede Ittosai. Deren am Ende der Messer angebrachten, flexiblen Pendelmesser sind für ein gutes Schnittbild auf Rasenflächen arretierbar. Die Differenzialsperre an der Hinterachse sorgt für guten Vortrieb auch im unwegsamen Gelände. 105 mm Bodenfreiheit und 25° Steigfähigkeit tun ihr übriges.

Wendekreis und Sitzkomfort erscheinen uns nicht optimal. Aber unsere harten Tester wie Klaus Schramm ließen sich davon nicht beirren. Selbst der Gehörschutz blieb trotz der 100 dB (A) im Schrank. Denn wenn man einmal auf dem Canycom sitzt, will man nicht wieder herunter. Dafür sorgen auch die schwerpunktoptimierte Sitzposition und die ermüdungsfrei über das Fahrpedal steuerbare Fahrgeschwindigkeit und -richtung.

Fazit unserer Tester: 2+.

nach obenSchick und schnittig: Der Viking MT 5097

Viking MT 5097
© Eckermeier, Manfred
Viking MT 5097
Viking MT 5097
© Eckermeier, Manfred
Viking MT 5097
Lange mussten wir auf den weiß-grünen Beau aus Waiblingen warten. Erst spät war der Premium-Rasentraktor fertig geworden. Und doch hatte die Viking-Eigenentwicklung sogleich einen bedeutenden Designpreis gewonnen. Ganz klar, dass wir die letzten Vegetationsmonate des letzten Jahres ausgiebig nutzten, um den Kleinsten der neuen Baureihe für Sie auf Herz und Nieren zu prüfen.

Schon das Platznehmen geriet zum Ereignis. Der gefederte Sitz ist nämlich auf jede Körpergröße einstellbar. Alles ist mit einem Griff erreichbar: Vorwärts-Rückwärts-Umschaltung, hydrostatischer Antrieb, zentrale Schnitthöhen-Verstellung, Messerkupplung und der Griff zum einfachsten Entleeren des Fangkorbs. Der flotte 13,5 PS-Motor sprang sauber an und bereits bei der Einfahrrunde zeigten der Einpedal-Fahrantrieb mit hydrostatischem Getriebe und die direkte Lenkung ihre Qualitäten beim Fahren, Manövrieren und Mähen. Erst gewöhnungsbedürftig, dann aber Garant für zügiges Arbeiten war die von Viking entwickelte Vorwärts-Rückwärts-Umschaltung. Die einfache Schaltmechanik macht es möglich, mit dem Umschalthebel die Fahrtrichtung zu wählen. Die Ansteuerung des Hydrogetriebes erfolgt über das Antriebspedal rechts.

Auch beim Mähen schwächelte der Viking nicht ein einziges Mal. Das Fangleitsystem zu beiden Seiten des 95 cm-Mähwerks erfasst auch Gräser am Rand und führt sie den Messern zu. Und das Zwei-Messer-System mit schräg gestellten Messern sorgt für ein stets sauberes und schönes Schnittbild. Gut zugänglich auch der Hebel zur zentralen Einstellung der Schnitthöhe. Er befindet sich direkt neben dem Sitz. Gut fanden wir auch die Mähdeckzuschaltung, die über ein Kupplungssystem erfolgt. Bei der Auslegung der Kupplung wurde auf eine einfache Handhabung und maximale Momentübertragung Wert gelegt, so der Hersteller. Durch einen speziellen Kupplungsriemen wird der permanent gespannte Mähdecksriemen über eine Doppelriemenscheibe eingekuppelt.

Alles in allem eine 2+ für den Viking, der mit knapp unter 4.000 Euro einen akzeptablen Preis für einen 6.000 m² Mäher hat.

nach obenEinfach besser fangen: Der Honda HF 2417 HM

Honda HF 2417 HM
© Eckermeier, Manfred
Honda HF 2417 HM
Honda HF 2417 HM
© Eckermeier, Manfred
Honda HF 2417 HM
Honda sagt, seine neue Generation von Rasentraktoren besticht vor allem durch eines: das beste Fangergebnis am Markt dank erstklassiger Technologie bis ins Detail. Das wollten wir ausprobieren und so forderten wir den HF 2417 HM mit 102 cm Schnittbreite und 15,4 PS-Motor in Offenbach an. Optisch war der rote Mäher gleich bei seiner Ankunft durch die schwarzen Linien am 300 Liter-Fangkorb zu erkennen, äußeres Zeichen des patentierten Luftleitsystems der Honda "Rasenkönige". Und dem schenkten wir unsere besondere Beachtung.

Um große Mengen Schnittgut, die ab 1.000 m² Fläche anfallen, noch effektiver aufzufangen und die Leerungsintervalle zu verlängern, haben die Honda-Entwickler das Mähdeck sowie das Luftstromsystem in den Rasentraktoren überarbeitet. Das Mähgehäuse wurde komplett neu konstruiert, der Auswurfschacht optimiert und der Fangkorb neu entworfen. Aerodynamische Änderungen im Inneren des Mähdecks runden das neue Konzept ab und sorgen für optimale Effizienz beim Ausblasen des Grasschnitts. Das können wir einhellig bestätigen. Selten waren Mäh- und Fangergebnisse eines Rasentraktors so effektiv wie bei diesem Honda. Die Offenbacher erklären das so: "Zwei neuartige Lüfterräder ziehen über zusätzliche Lufteinlässe auf der Oberseite des Mähdecks mehr Luft in das System. Der Luftstrom wird so vor allem am Messer verbessert. In die Oberseite des Mähdecks wurden weitere Ansaugöffnungen eingefügt, die für einen zusätzlichen Luftstrom in das Deck hinein sorgen."

Um den verstärkten Luftstrom am Ende des Systems abzuleiten, wurde der Fangkorb ebenfalls neu gestaltet. Er besteht nun aus einem luftdurchlässigen, grobmaschigen Netz. Darüber hängende Lamellen verhindern, dass Staub aus dem Fangkorb geblasen wird. Die Luft kann so entweichen, das Schnittgut wird perfekt aufgefangen.

Der Einstiegspreis liegt bei 4.600 Euro. Optional ist der HF 2417 HM auch mit Mulchkit inklusive Mulchmesser erhältlich.

Unser Urteil: 2+.

← vorheriger BeitragScience Fiction im Vorgarten
nächster Beitrag → Neues für Haus und Garten
Roboschafe erobern Deutschlands Rasenflächen
Science Fiction im Vorgarten
Neues vom Flächen mähen
Wolf Blue Power 40 E
Fünf Elektromäher im Langzeittest - Mit weniger Watt Test gewonnen

Schlagworte dieser Seite:

Aufsitz-Rasenmäher, Rasen, Rasenmäher, Rasenmähertest, Rasenschnitt, mähen

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (1)

1
|
14. September 2015

wagner

da am mähwerk rollen weggespart wurden unsauberes mähbild mit Abstufungen beim mähen bin enttäuscht

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2019

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de