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Starke Schieber

Starke Schieber
© Eckermeier, Manfred
Starke Schieber

April 2009 Ökologisch gesehen sind Schaf und Ziege eine gute Alternative. Aber Rasenmähen ist für viele Gartenbesitzer immer noch persönliche Handarbeit. Das geht aber auch schon mal gewaltig in den Rücken.


nach obenAlles im grünen Bereich!

Ausnahmsweise das Fazit zu Beginn: Es gibt keine schlechten Rasenmäher der Premium-Marken. Wir haben alle Geräte mit gut bewertet. Ein paar etwas "guter". Aber selbst das sind die subjektiven Urteile unserer Tester. Unser Tipp: Testen Sie selbst! Holen Sie sich Ihre Wunschmäher beim Fach-Händler zum Vergleich. Und entscheiden Sie erst dann.

nach obenDie sieben Großen (um 50 cm Schnittbreite)

Die Hersteller hatten ausgiebig Gelegenheit, ihre Geräte den Testern vorzustellen.
© Eckermeier, Manfred
Die Hersteller hatten ausgiebig Gelegenheit, ihre Geräte den Testern vorzustellen.
Fachsimpeln war zwischen Herstellern und Testern auch bei den Gerätewechseln angesagt.
© Eckermeier, Manfred
Fachsimpeln war zwischen Herstellern und Testern auch bei den Gerätewechseln angesagt.
Alle vier Wochen gab es einen regen Informationsaustausch.
© Eckermeier, Manfred
Alle vier Wochen gab es einen regen Informationsaustausch.
Wer Flächen bis 1.500 Quadratmeter sein Eigen nennt und Rasenmähen nicht als Fitness-Übung betrachtet, sollte über den Kauf eines Mähers mit Radantrieb und um die 53 cm Schnittbreite nachdenken. Das bringt spürbare Erleichterung in die wöchentliche Pflichtarbeit. Nur sollte man auch den richtigen Mäher für seine persönlichen Bedürfnisse auswählen.

Wir haben uns für Sie umgesehen und eine Saison lang sieben der besten Geräte auf Herz und Nieren in der Praxis getestet. Unglaublich aber war: Gerade mal eine halbe Note trennen die Mäher der Spitzenklasse. Da bleibt das Wörtchen "schlecht" gleich in der Schublade. AL-KO Power Line 5200 BR, Brill Brillencio 51 BR OHC, Honda HRX 537C VYE, Sabo 54-Vario, Toro BO 53 RA, Viking MB 655 VM und WOLF-Garten Power Edition 53 QRA stellten sich dem Langzeitwettbewerb.

Dass der Viking am Ende oben auf dem Treppchen steht, liegt sicherlich an seiner ausgewogenen Gesamtleistung. Aber für das halbe Geld bekommt man auch ein gutes Gerät. Da fällt die Auswahl schwer und so bleibt nur ein Blick auf die Erfahrungen unserer Tester.

nach obenDie sieben Großen im Überblick

HerstellerAL-KOBRILLHONDASABOTOROVIKINGWOLF
MäherPower Line
5200 BR
Brillencio 51
BR OHC
HRX 537C
VYE
54-VarioBO 53 RAMB 655 VMPower Edition
53 QRA
Verhältnis Mäher/Mähfläche1,501,861,431,632,001,711,60
Schnittbreite/Gesamtbreite1,251,861,711,501,831,571,60
Schnitthöheneinstellung1,501,432,711,252,671,431,60
Motorleistung2,001,711,861,501,831,291,00
Startverhalten2,251,861,571,252,501,291,40
Antrieb/Geschwindigkeit2,501,572,141,132,331,432,00
Fangsackvolumen1,752,431,711,632,001,711,60
Fangsackentleerung3,253,572,142,632,331,432,00
Gewicht2,502,712,572,882,332,292,00
Gerätesicherheit1,752,001,432,001,671,711,40
Geräusch2,252,142,432,132,832,002,00
Chassis/Rahmen2,502,292,141,752,171,712,00
Verkleidung2,252,142,001,752,001,432,00
allgem. Bedienung2,002,572,001,752,501,141,80
Verbrauch2,002,292,141,882,001,862,00
Gesamtnote2,082,162,001,782,201,601,73
Preis um cirka €500,–1.220,–1.350,–1.340,–1.080,–1.260,–650,–
Punktebewertung entsprechen Schulnoten. 1= sehr gut, 6= Ungenügend.

nach obenAL-KO Power Line 5200 BR

AL-KO Power Line 5200 BR
© Eckermeier, Manfred
AL-KO Power Line 5200 BR
AL-KO Power Line 5200 BR
© Eckermeier, Manfred
AL-KO Power Line 5200 BR
Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich: Auch für kleines Geld bekommt man einen guten Mäher. Der Highwheeler kann nicht nur optimal Fangen, sondern auch seitlich Auswerfen. Die biologische Alternative speziell für Nutzwiesen und Obstgärten, so der Hersteller.

Der AL-KO bietet eine Schnittbreite von 51 cm, eine zentrale 7-fache Schnitthöhenverstellung von 30 bis 80 mm. Die Grasfangbox fasst 65 l. Die Breitbereifung mit Kugellagern schont den Rasen und sorgt für optimalen Fahrkomfort. Angetriebene XXL-Hinterräder bieten beste Traktion auch in hohem Gras. Sein Briggs & Stratton DOV 65 Motor leistet 2,9 kW.

Tester Alfred Axler, als frisch gebackener Großvater, ist die erreichbare Geschwindigkeit gerade recht. "Manchmal hätte jedoch auch ich es etwas flotter gehabt".

Mit einem Handgriff kann man beim AL-KO komfortabel die Schnitthöhe verändern. Zentral und kinderleicht durch Federunterstützung. Doch das bemängelt Axler. "Vor allem die außenstehenden Feststellbügel der Höheneinstellung, die an Hecken und Sträuchern leicht geöffnet werden."

Schließlich ragt der Bügel zum Einschalten des Antriebs weit nach hinten zurück und wird beim Zurückziehen gerne ungewollt mit dem Körper eingeschaltet. Obwohl sich der Oberholm des Rasenmähers zur individuellen körpergerechten Anpassung mehrfach verstellen lässt.

nach obenBRILL Brillencio 51 BR OHC

BRILL Brillencio 51 BR OHC
© Eckermeier, Manfred
BRILL Brillencio 51 BR OHC
BRILL Brillencio 51 BR OHC
© Eckermeier, Manfred
BRILL Brillencio 51 BR OHC
"Ein optisch schöner Mäher", lobt Günter Neske das ausgefallene Design des Brillencio. Norbert Neumann bescheinigt ihm auch auf nassem Rasen ein gutes Fangergebnis und hebt seinen sehr guten variablen Antrieb hervor.

Der Honda OHC-Benzinmotor leistet 4,1 kW. Das im Gehäuse integrierte Schalldämpfersystem "schluckt" die Lautstärke und lenkt zugleich die Abgase vom Motor direkt zum Boden. Die 65 Liter Multi-Funktions-Box ist Bestandteil eines geschlossenen Fangsystems. Laut Hersteller optimal für Allergiker. Der Mäher ist stufenlos von 30 bis 80 mm höhenverstellbar. Die Schnittbreite beträgt 51 cm.

Die Schnitthöhenverstellung mit dem zentralen Drehknopf findet Wolfgang Wiel ebenso gut wie die gut zu dosierenden Griffe für den Antrieb. Dann hört es aber mit den positiven Bedienungselementen auf. "Die Verriegelungen an der Multifunktionsbox sind viel zu schwach", kritisiert er. Auch die Fang sackentleerung sei sehr gewöhnungsbedürftig. Dem stimmten auch Günter Neske und Doris Höfer zu. Und Rainer Steinhauer stehen die Bowdenzüge zu weit über. "Die bleiben an den Ästen hängen!"

nach obenHONDA HRX 537C VYE

HONDA HRX 537C VYE
© Eckermeier, Manfred
HONDA HRX 537C VYE
HONDA HRX 537C VYE
© Eckermeier, Manfred
HONDA HRX 537C VYE
Die Einzelverstellung der Räder ist den meisten Testern beim Honda zu lästig. Außerdem bleiben die rausstehenden Seitenteile leicht in Zäunen hängen, meint Wolfgang Wiel. Das musste auch Alfred Axler feststellen.

Die nach Herstellerangaben Königsklasse unter den Honda Rasenmähern hat einen abgas- und verbrauchsarmen 4-Takt-Motor und eine Nennleistung von 3,2 kW. Er ist superleicht zu starten. Ein ergonomischer Bedienholm erlaubt das stufenlose Einstellen der Geschwindigkeit des Hydrostat-Radantriebs. Axler gefiel diese ungewöhnliche Art der Antriebsveränderung durch Daumendruck, mit der Postbeamter Wiel gar nichts anfangen konnte. Ihm wären vorwählbare Geschwindigkeitsbereiche lieber.

Doris Höfer monierte, das während des Mähens ihre Handfläche unterhalb der Finger immer wieder mal vom Messerkupplungsbügel eingeklemmt wurde. Günter Neske gab zu Protokoll, dass der Mäher bei leicht feuchtem Gras nach wenigen Bahnen ausging und trotz sofortiger Reinigung erst nach zwei bis drei Minuten wieder gestartet werden konnte.

Die Schnitthöheneinstellung des Honda erfolgt über vier Hebel und ist in sieben Positionen von 19 bis 101 mm einstellbar. Der Grasfangsack aus Textil mit Partikelfilter fasst 88 Liter.

nach obenSABO 54-Vario

SABO 54-Vario
© Eckermeier, Manfred
SABO 54-Vario
SABO 54-Vario
© Eckermeier, Manfred
SABO 54-Vario
"Der ist schon ganz schön schwer", stellte Alfred Axler nach dem Einsatz des Sabo fest. Gemessen an der Schnittbreite war dies für Günter Neske allerdings durchaus akzeptabel. Und Rainer Steinhauer bescheinigte ihm eine hohe Stabilität.

Der Sabo Rasenmäher hatte mit 54 cm die größte Schnittbreite im Test. Die Schnitthöhe kann 6-fach von 21 bis 104 mm eingestellt werden. Der 4-Takt-Motor leistet 2,4 kW. Über den Vario-Antrieb ist das Mähen durch stufenlose Geschwindigkeitsanpassung über einen Antriebsbügel auch großer Rasenflächen leicht zu bewältigen.

Die Geschwindigkeit, die mit ihm erzielt werden konnte, fanden die Tester unisono Spitze. Doris Höfer empfand dies sogar als äußerst angenehm. Der Fangsack fasst 75 Liter. Höfer rügte die Form des Fangkorbes. "Der ist hinten breiter als vorne. Dadurch staut sich das Mähgut vorne bei leichter Nässe." Übrigens: Günter Neske würde diesen Rasenmäher für seine zu mähende Fläche mit geringem Baum- und Strauchbestand sofort kaufen. Auch weil das Alu-Chassis aus hochwertigem massiven Aluminium einerseits leicht, andererseits extrem solide, robust und langlebig ist. Obendrein seien die Alu-Gehäuse recyclingfähig und korrosionsbeständig, so der Hersteller.

nach obenTORO BO 53 RA

TORO BO 53 RA
© Eckermeier, Manfred
TORO BO 53 RA
TORO BO 53 RA
© Eckermeier, Manfred
TORO BO 53 RA
Rainer Steinhauer, mit seinem Faible für einzeln verstellbare Räder, hatte ansonsten recht viel am Toro zu bemängeln. So reichte ihm beim Starten fünfmaliges Ziehen oft nicht aus, die Geschwindigkeit ließ sich nur selten optimal einstellen. "Nur in ebenem Gelände kann der Mäher mit gleichbleibender Geschwindigkeit gefahren werden", musste er feststellen. "Außerdem schaltet der Antrieb beim Rückwärtsziehen nicht ab, was zur Folge hat, dass die Hinterräder blockieren."

"Dafür hat er auch hohes Gras super gemäht", so Doris Höfer. Der Toro ist hier außergewöhnlich ausgestattet: Das Spezialmesser richtet durch einen kräftigen Sog die Grashalme für den Schnitt auf. Deflektoren lenken das Schnittgut immer wieder in die Messerkreisbahn zurück, wo es immer weiter zerkleinert wird. Anschließend wird es tief in den Rasen zurückgeblasen.

Die Schnittbreite beträgt 53 cm. Die Schnitthöhenverstellung von 30 bis 110 mm erfolgt in Stufen. Übrigens: Der 4,4 kW-OHV-Motor ist einer der kräftigsten. Nicht zuletzt darum war der Toro für Formel-1-Mäher Norbert Neumann der schnellste Mäher im Test.

nach obenVIKING MB 655 VM

VIKING MB 655 VM
© Eckermeier, Manfred
VIKING MB 655 VM
VIKING MB 655 VM
© Eckermeier, Manfred
VIKING MB 655 VM
Wie die Punktzahl zeigt, gab es am Viking am wenigsten zu beanstanden. Dazu trugen vor allem der kraftvolle Motor und die gute Mähleistung sowie das leichte Gehäuse bei. Der 4,4 kW starke Benzin-Rasenmäher ist für große Rasenflächen bis 2.500 m² geeignet. Mit einem praktischen Handgriff an der Gehäuseseite kann die Schnittlänge des Rasens zentral von 30 bis 85 mm genau festgelegt werden. Ein Sichtfenster vor dem Handgriff informiert über die gewählte Schnitthöhenstufe. Die Schnittbreite beträgt 53 cm.

Alfred Axler fielen auch hier die außenstehenden Befestigungen negativ auf. Bei der Benutzung des Fangkorbes sah Rainer Steinhauer seine Fingernägel in Gefahr. Auch Thomas Schmitz und Wolfgang Wiel gefiel die Handhabung nicht. Dennoch schnitt der Viking in dieser Kategorie als Bester ab.

Wiel lobte Füllstandsanzeige, Holme und den sauberen Schnitt. Auch anderen gefielen die ausgezeichneten Schneid- und Fangeigenschaften. Der Hersteller erklärt sie so: "Das Windflügelmesser erzeugt im aerodynamischen Gehäuse einen starken Luftstrom, der das Gras vor dem Schneiden aufrichtet und den Grasschnitt mit Turbokraft in den Grasfangkorb mit integriertem Luftleitsystem bläst. Ein schönes Schnittbild und gute Schneid- und Fangleistung sind garantiert."

Alles in allem belegte der Viking in sieben von 15 Kategorien den Spitzenplatz. Sicherlich entscheidend für das gute Abschneiden.

nach obenWOLF Power Edition 53 QRA

WOLF Power Edition 53 QRA
© Eckermeier, Manfred
WOLF Power Edition 53 QRA
WOLF Power Edition 53 QRA
© Eckermeier, Manfred
WOLF Power Edition 53 QRA
Der Leiseste, der Sicherste, der Kraftvollste. Das sagen nicht nur die Noten in der Tabelle vom roten Wolf aus. Die Tester bestätigen ihm einen runden Gesamteindruck. Dennoch gibt es auch beim Wolf Punkte der Kritik. So ist Alfred Axler bei sehr vollem 65-l-Grasfangsack dessen Schüttöffnung zu klein.

Dieser Mäher bietet 53 cm Schnittbreite und eine sehr einfach zu bedienende zentrale 5fach Schnitthöheneinstellung von 25 bis 72 mm, einen Klappgriff mit Schalter und Softgrip.

Und für Wolfgang Wiel könnte der 53 QRA etwas langsamer sein. "Er ist auch bei Arbeiten ohne Antrieb schwer zu handhaben." Dennoch bescheinigten ihm alle Tester Zuverlässigkeit, Komfort und einen hohen Sicherheitsstandard.

Überzeugend war auch die aktuelle Motortechnik. Bei kaum einem Bezinmäher war der Start per Seil leichter als mit den neuen Quantum-Motoren von Briggs & Stratton. Die Kraft des leistungsstarken 2,6-kW-Motors bei nur 36 kg Gerätegewicht wird durch einen 1-Gang Radantrieb übertragen.


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