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Steifer Hals – Ursachen und Behandlung

Steifer Hals Ursachen und Behandlung
© Techniker Krankenkasse, Trancolong
Steifer Hals - Ursachen und Behandlung

Februar 2009 Den Kopf drehen ist unmöglich, der Schmerz zieht aus dem Nacken auf die Schulter und in den Rücken. Hinter dem "steifen Hals" oder "akutem Schiefhals" stecken meist Muskelverspannungen und Verkrampfungen, die durch falsches Sitzen oder Liegen entstehen.


Wenn noch Kälte oder Zugluft einwirken, kommt es zu den unangenehmen Schmerzen, oft auch zusätzlich zu Kopfschmerzen. Das ist schnell passiert: bei der Fahrt im offenen Auto, beim Bügeln, im Büro oder nachts im Bett bei offenem Fenster. Wenn die Schmerzen in den Arm ausstrahlen oder Sensibilitätsstörungen hinzukommen, sind bestimmte Nerven gereizt oder geschädigt.

Wo die genaue Ursache liegt, ist bis heute noch nicht definitiv geklärt. So wird zum Beispiel darüber spekuliert, dass der Muskel verkrampft oder darin mikroskopisch kleine Blutungen oder Risse entstehen. Dies kann passieren, wenn der Muskel kalt ist und sich plötzlich bewegen muss. Die erste Reaktion der Betroffenen ist meist "Bloß nicht bewegen!". Leider ist dies grundverkehrt, denn Bewegung und Wärme sind das Beste gegen Verspannungen. Selbst bei stärkeren Schmerzen sollte man nicht längere Zeit im Bett verbringen. Im Gegenteil: Regelmäßiges körperliches Training kann die Schmerzen reduzieren oder im Idealfall ganz verschwinden lassen. Im akuten Fall helfen Wärme – mit einem Schal, Rotlicht, einem aufgewärmten Kirschkernkissen oder einer heißen Rolle – und eine sanfte Massage. Die Wärme bewirkt eine stärkere Durchblutung des Muskels. So werden die Schmerzen gelindert, und kleine Verletzungen können schneller wieder abheilen. Wichtig ist außerdem, sich vorsichtig und nicht ruckartig zu bewegen. Durchblutungsfördernde und schmerzstillende Rheumasalben, Rheumabäder oder Einreibungen (z. B. mit Cayennepfeffer, Benzylnikotinat, Salicylat) bessern die Beschwerden.

Wie kann man vorbeugen?

Die beste Vorbeugung gegen den steifen Hals sind eine aufrechte Haltung, das Vermeiden von Zugluft und vor allem Bewegung. Bei vornehmlich sitzender Tätigkeit sollte man daher für optimale Sitzverhältnisse und regelmäßige Entspannungspausen sorgen und öfter mal aufstehen. Denn wer sich bewegt, erhöht die Stabilität seiner Knochen und kräftigt die Muskulatur. Nachts kann ein Nackenstützkopfkissen hilfreich sein. Untrainierte Menschen sollten täglich fünf bis zehn Minuten spazieren gehen, Rad fahren oder schwimmen. Absolute Sportmuffel sollten wenigstens die Treppen statt des Aufzugs nehmen oder öfter mal aufs Auto verzichten und zu Fuß gehen. dgk

nach oben Craniomandibuläre Dysfunktion

Symptome wie Kopfschmerzen oder Nackenverspannungen sind oft aber auch von einer gestörten Funktion im Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer begleitet. Die medizinische Bezeichnung dafür heißt Craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD. Sie leitet sich ab von Cranium (Schädel), Mandibula (Unterkiefer) und Dysfunktion (Fehlfunktion). Eine solche Fehlfunktion kann sich sowohl auf Nachbar- als auch auf etwas weiter entfernte Organe auswirken.

Die Ursachen für CMD können vielfältig sein: Fehlstellungen der Zähne, fehlende Zähne, fehlerhafte Füllungen oder Zahnkronen. Ebenso können Störungen in der Funktion der Kiefergelenke sowie der Kiefer- und Kaumuskulatur CMD verursachen. Angewohnheiten wie Lippenpressen, Wangensaugen, Kauen auf Stiften, Nuckeln oder das oft stressbedingte Zusammenbeißen der Zähne sind hier häufige Auslöser. Oftmals verursachen sie Verspannungen der Kaumuskulatur und Schmerzen, die sich auch auf andere Körperregionen wie Nackenmuskulatur, Rücken und Becken übertragen. Typisch für eine CMD sind Schwierigkeiten beim Kauen, schmerzhafte Knackgeräusche im Bereich vor dem Ohr und bei einigen Patienten Einschränkungen beim Öffnen des Mundes sowie Schmerzen.

Bleibt die Funktionsstörung unbehandelt, kann sie zu einer chronischen Schmerzerkrankung werden. Für Diagnostik und Behandlung gibt es bewährte Hilfsmittel. Auch gibt es einen Selbsttest für Patienten: ein fachlich bewährter, einfacher Test mit einer Anleitung, der auf einer Software enthalten ist. Die Anleitung verbindet kurze Demonstrations-Videos und erläuternde Texte mit einer Auswertungsfunktion für die Anwendung des Tests zu Hause. Die Software gibt’s zum Download kostenlos im Internet unter www.CMDcheck.de. "Der zahnmedizinische Laie kann mit dem Selbsttest abschätzen, ob Anzeichen für eine CMD vorhanden sind. Ist dies der Fall, kann er einen Bericht für den eigenen Zahnarzt ausdrucken", erklärt Prof. Dr. Holger A. Jakstat, Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Leipzig.

Zahnmedizin – ganzheitlich betrachtet
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Craniomandibuläre Dysfunktion, Steifer Hals, Zähne

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