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Natur 2009 – Teil 2

Februar 2009  


nach obenTagpfauenauge – Schmetterling des Jahres

Tagpfauenauge
© Dagner, Gerd
Tagpfauenauge
Er ist einer unserer häufigsten, bekanntesten und buntesten Tagfalter und zum Schmetterling des Jahres 2009 auserwählt: das Tagpfauenauge (Inachisio). Mit 50 bis 60 mm Spannweite gehört er zu den großen Flecken- oder Edelfaltern. Rötlichbraun ist seine Grundfarbe und die großen, rotgelbblauen Augenflecke auf allen vier Flügeln machen ihn unverwechselbar. Das Tagpfauenauge gehört zu den wenigen Schmetterlingen, die durch die Zivilisation nicht beeinträchtigt werden. Die Weibchen legen die Eier oft zu mehreren Hundert an Brennnesseln – den Futterpflanzen der Raupen – ab, die auf zunehmend stickstoffreicheren Böden gut gedeihen. Die schwarzen Raupen leben gesesellig und ohne Scheu, denn sie sind durch ihre Stacheln und die Brennnesseln gut geschützt. Die grün oder graubraun gefärbten Stürzpuppen hängen getarnt an Stängeln oder Zweigen. Die fertigen Falter finden auf Klee, Disteln und Wildblumen sowie Blumenbeeten in Gärten und Parkanlagen ausreichend Nektar. Den Winter verschlafen sie auf Dachböden, in Scheunen oder Kellern.

nach obenIgel – Wildtier des Jahres

Igel
© Dagner, Gerd
Igel
Unser einheimischer Igel (Erinaceus europaeus) ist im größten Teil Eurasiens verbreitet. Sein Lebensraum umfasst Wälder, Parkanlagen, Gärten, Ortschaften, ja selbst mit eingesprengten Grüninseln in Großstädten nimmt er vorlieb. In zusammengescharrten Laubhaufen unter Hecken, Zäunen und Gestrüpp verschläft er den Tag. Nachts fallen ihm langsame, wehrlose Kleintiere aller Art zum Opfer: Insekten und deren Larven, Schnecken, Würmer, Frösche und Kröten. Sein Stachelkleid schützt ihn vor seinen natürlichen Feinden wie Uhu, Fuchs oder Dachs; den nächtlichen Gefahren auf vielbefahrenen Landstraßen ist er jedoch schutzlos ausgeliefert und wird deshalb immer seltener.

nach obenDreieckspinne – Spinne des Jahres

Dreieckspinne
© Dagner, Gerd
Dreieckspinne
Die Dreieckspinne (Hyptiotes paradoxus) wird etwa 4 bis 5 mm lang, lebt ausschließlich in Nadelwäldern und hat einen düsteren Vorderkörper mit heller Behaarung und auf dem Hinterleib gewellte Längslinien. Einmalig in der Spinnenwelt ist das charakteristisch dreieckige Netz, das im Spätsommer meist in Brusthöhe zu finden ist. Die lockere Fangwolle lässt die Fäden dick erscheinen. Die Spinne hockt an einem Zweig und hält das Netz über den zu ihr führenden Faden straff gespannt. Fliegt Beute in das Netz, lässt sie schnell die Spannung nach, das Netz erschlafft und fällt über die Beute. Nach mehrmaliger Wiederholung wird das gefangene Tier eingesponnen, aus dem Netz geborgen und ausgesaugt.

nach obenHilfe bei vermissten Tieren – Das kostenlose Haustierregister

Leider kann es trotz aller Sorgfalt immer wieder passieren: Der Vogel fliegt durchs geöffnete Fenster davon, die Katze kommt von ihrem Streifzug nicht nach Hause oder der Hund hat sich verlaufen. "Natürlich ist es wichtig, sofort nach dem vermissten Tier zu suchen", sagt Steffen Beuys vom Deutschen Tierschutzbund. Also werden Nachbarn befragt, in Kellerräumen und Garagen gesucht, Suchzettel aufgehängt, beim Tierarzt ein Aushang gemacht und bei der Polizei und im örtlichen Tierheim nachgefragt. Manchmal hilft das leider alles nichts, weil die Tiere bereits längere Strecken zurückgelegt haben oder eventuell unfreiwillig in einem fremden Auto mitgefahren sind.

Beuys: "Wir empfehlen Tierhaltern vorzubeugen und ihr Tier kostenlos im Deutschen Haustierregister registrieren zu lassen." Dazu muss lediglich ein Formular ausgefüllt und unterschrieben werden. Voraussetzung ist eine unverwechselbare Kennzeichnung des Tieres: Bei Vögeln genügt im Allgemeinen die Fußberingung, bei Hund oder Katze empfiehlt sich die Kennzeichnung per Mikrochip, wie sie spätestens ab 2011 auch für den EU-Heimtierausweis verbindlich ist. "Mit der Registrierung bekommt der Hunde- oder Katzenbesitzer zudem eine Plakette, die er am Halsband des Tieres anbringen kann. Auf ihr ist die zentrale Rufnummer des Haustierregisters vermerkt. Der Finder weiß dann sofort, wohin er sich wenden muss, sodass für die Suche oft weniger Zeit verloren geht", so Beuys weiter.

Ob mit oder ohne Halsband: Der Besitzer eines "gechippten" Tieres ist mit den entsprechenden Lesegeräten zweifelsfrei zu ermitteln. Damit bedeuten Kennzeichnung und Registrierung auch einen Schutz vor Diebstahl.

Weitere Informationen

Deutscher Tierschutzbund e. V. – Haustierregister
Baumschulallee 15
53115 Bonn
Tel.: 01805-231414
oder im Internet unter www.deutsches-haustierregister.de.

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  • Vogel des Jahres: Eisvogel
  • Blume des Jahres: Wegwarte
  • Baum des Jahres: Berg-Ahorn

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Heimtier, Igel, Insekten, Tier des Jahres, Wildtiere

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