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Willkommen im Frühling − Der Garten ruft

Willkommen im Frühling
© Durchbruch © Jörg Kleinschmidt / aboutpixel.de, www.aboutpixel.de
Willkommen im Frühling

Februar 2009 Auch wenn es noch die eine oder andere kalte Nacht geben kann – der Frühling kommt bald. Häufig sogar schon eher als vermutet, denn schon oft überraschte der Februar mit frühlingshaft milden und sonnigen Tagen. Das weckt die Lebensgeister und die Lust auf Bewegung im Freien. Das frische Grün früh austreibender Gehölze und die von Tag zu Tag neu zu entdeckenden Blüten locken auch in den Garten, der mit erstaunlichem Tempo aus der Winterruhe erwacht.


Frühlingsblumen und früh blühende Sträucher signalisieren den Beginn der Gartensaison. An milden Frühlingstagen macht es Spaß, den Garten wieder auf Vordermann zu bringen. Dort ist schon einiges zu tun: Der Winterschutz kann jetzt entfernt werden, der Boden wird gelockert und gedüngt und auch der Rasen braucht schon Aufmerksamkeit, indem man ihn von Moos und altem Laub befreit und mit Dünger versorgt. Gehölze und Stauden können jetzt gepflanzt werden, um frühzeitig einzuwurzeln, bevor es zu warm wird. Pflanzen, die im Container angeboten werden, können zwar das ganze Jahr über gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist, doch Ballenpflanzen und wurzelnackte Bäume und Sträucher werden im Herbst oder jetzt im Frühjahr gepflanzt. Dann wachsen sie gut an, ohne dass sie unter Trockenstress stehen. Sind sie erst einmal eingewurzelt, können sie über die neuen Feinwurzeln zumeist ausreichend Wasser aus dem Boden aufnehmen.

Das vielfältige Leben im Boden macht seine Fruchtbarkeit aus. Nichts liegt daher näher, als dem Leben dort optimale Bedingungen zu bieten. Doch keine Sorge! Die Pflege dieses komplizierten Systems ist einfach, wenn man die nachfolgenden Schritte beachtet. Diese lassen sich mit Hilfe entsprechender Gartenwerkzeuge leicht und rückenschonend erledigen. Zur rechten Zeit mit dem passenden Werkzeug bearbeitet, wird das Bodenleben aktiviert.

nach obenAufreißen





Grubber
© Wolf-Garten
Grubber
Krümmer
© Wolf-Garten
Krümmer
Nach der Winterkälte sorgt ein Aufreißen der Krume für Belüftung und den Abfluss überschüssigen Wassers. Wurzelschonend geschieht dies mit dem Grubber oder dem Krümmer. Im Laufe der warmen Jahreszeit garantieren diese Lockerungsarbeiten, dass weder zu viel noch zu wenig Feuchtigkeit im Boden verbleibt.

Merken Sie etwas? Luft- und Wasserhaushalt hängen zusammen: Je mehr Luft in die oberste Bodenschicht gelangt, desto besser entwickeln sich die Mikroorganismen und umso weniger unerwünschte Fäulnis kann sich bilden. Der Anteil des Wassers bleibt im pflanzenfördernden Maß.

Ein regelmäßiges Lockern des Bodens sorgt in heißen Sommermonaten außerdem dafür, dass mühsam ausgebrachtes Wasser nicht sofort über die schmalen Gänge, durch die es in das Erdreich gefunden hat, wieder verdunstet. Die kleinen Bodenkrümel legen sich wie Deckel auf die Mini-Zisternen und das kostbare Nass kommt dem Bodenleben und den Pflanzen zugute.

nach obenKrümeln



Bügelrechen
© Wolf-Garten
Bügelrechen
Zerkleinern Sie die grobe Struktur der obersten Bodenschicht direkt nach dem Aufreißen! Dabei stehen Ihnen Rechen und Bügelrechen als wertvolle Werkzeuge hilfreich zur Seite. Hiermit ist es kein Problem die grobe Struktur fein zu zerkleinern und die Rückverfestigung des Bodens zu gewährleisten.

Die durch das Krümeln entstandene fein strukturierte Erde bietet optimale Voraussetzungen für alle Arten von Bodenleben. Pflanzen, die sich einwurzeln sollen, sei es nach der Aussaat oder dem Einpflanzen, finden im fein gekrümelten Boden, der wenig mechanischen Widerstand bietet, ideale Voraussetzungen. Die Wasserversorgung ist durch die lockere Bodenoberfläche kein Problem. Saatgut und Jungpflanzen haben einen exzellenten Start.

nach obenSäen und Pflanzen

Särolle
© Wolf-Garten
Särolle
Was wird dieses Gartenjahr bringen? Der schöpferische Teil Ihrer Gartenarbeit beginnt jetzt. Das Frühjahr ist die Zeit für das Säen und Setzen der Jungpflanzen.



Denken Sie daran, dass bei der Aussaat der Boden relativ trocken sein sollte. Nutzen Sie die Vorteile der Reihensaat mit einem so genannten Saat-Master: Die Samen werden gleichmäßig verteilt und müssen dann nur noch flach mit Erde bedeckt werden. So gehen sie gleichmäßig auf, und die Sämlinge brauchen später nicht mehr vereinzelt zu werden. Anschließend harken Sie die Saatreihen leicht zu und gießen das Beet an, ohne den Boden zu verschlämmen.



Automatik-Pflanzer
© Wolf-Garten
Automatik-Pflanzer
Mit dem kostbaren Saatgut, den Jungpflanzen und Blumenzwiebeln sollten Sie behutsam umgehen. Eine zusätzliche Pflanzhilfe ist auch der Automatik-Pflanzer – wie geschaffen für Blumenzwiebeln und kleine Ballenpflanzen.

nach obenLockern





Optimale Wachstumsbedingungen finden Ihre Pflanzen in einem bestens aufbereiteten Boden. Das gilt für den Zeitraum von der Aussaat bis zur Ernte. Die Erde soll atmen und nicht verkrusten. Nur wenn sie locker ist, gelangen ausreichend Luft, Wärme, Feuchtigkeit und mit ihr Nährstoffe bis zur Wurzel.

Doppelhacke
© Wolf-Garten
Doppelhacke
Krümmerjäter
© Wolf-Garten
Krümmerjäter
Praktische Werkzeuge sind dabei die Doppelhacke, mit Zinken zum Lockern und einem Häufelblatt zum Furchen ziehen und Anhäufeln, sowie der Krümmerjäter zum gründlichen Lüften und Lockern inklusive Jätemesser. Das wiederholte Auflockern verbessert die Bodengare und damit das Pflanzenwachstum. Unliebsame Unkräuter können dabei nur spärlich sprießen.

nach obenDüngen

© Wolf-Garten
Organisch, mineralisch oder beides? Der Hauptunterschied dieser Dünger liegt in ihrer Herkunft.

Organischer Dünger besteht aus Tierprodukten. Allen organischen Düngern ist gemeinsam, dass sie das Bodenleben aktivieren, die Humusbildung fördern und so die Fruchtbarkeit des Bodens nachhaltig verbessern. Die genaue Zusammensetzung der einzelnen Nährstoffe schwankt stark. Zur gezielten Zufuhr spezieller Elemente eignen sie sich daher nicht. Außerdem ist die Verfügbarkeit der Nährstoffe nicht exakt vorhersehbar; meist fließen organische Dünger langsam und unregelmäßig. Sie haben aber einen großen Vorteil: Sie sind ausgezeichnete "Generalisten". Düngefehler kommen mit handelsüblichen organischen Düngern kaum vor, selbst wenn man etwas von der vorgegebenen Dosierung abweicht.

Mineralische Dünger werden aus unbelebten Rohstoffen gewonnen. Bei ihnen kann die Zusammensetzung der Hauptnährstoffe präzise gesteuert werden. Zu ihnen gehören Stickstoff (N), der Pflanzenzellen aufbaut und wachsen lässt, Phosphor (P), der Wurzelwachstum, Blüten- und Fruchtbildung anregt, und Kalium (K), das die Pflanzenzellen temperaturtolerant macht, so wie wichtige Spurenelemente. Bei so genannten Langzeitdüngern werden die Nährstoffe nach und nach freigesetzt. So wird ein Kurzzeiteffekt, der schnell verpufft, vermieden und die dauerhafte Versorgung der Pflanzen gewährleistet. Halten Sie sich bei mineralischen Düngern streng an die Mengenempfehlungen. Zu viel Dünger schadet Boden und Grundwasser, zu wenig lässt die Pflanzen hungern.


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