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Natur 2009 – Teil 1

Januar 2009  




nach obenEisvogel – Vogel des Jahres

Eisvogel
© Dagner, Gerd
Eisvogel – Vogel des Jahres
Bereits in den Anfangsjahren, in denen auf gefährdete Tiere und Pflanzen aufmerksam gemacht wurde, war der Eisvogel (Alcedo atthis) im Jahr 1973 Vogel des Jahres. Jetzt wurde der schillernde "Fliegende Edelstein" vom Naturschutzbund erneut zum Vogel des Jahres auserkoren.

Der gut sperlingsgroße Eisvogel mit dem blaugrünen Rücken- und Kopfgefieder, dem gelborangen Bauch und dem dolchförmigen Schnabel ist zwar weit, aber nur lückenhaft verbreitet. Seine bevorzugten Lebensräume sind artenreiche Talauen mit naturnahen Bächen und Füssen, klaren Weihern und Seen, in denen kleine Fische leben. Als Nistplatz brauchen Eisvögel sandig-lehmige Steilufer, in die das Paar eine waagerechte, bis ein Meter lange Röhre gräbt und am Ende zu einem Brutkessel erweitert. Ohne Nistunterlage werden die 5 bis 7 kreidig weißen Eier ausgebrütet. Erst in der Zeit der Jungenaufzucht bildet sich aus unverdaulichen, ausgewürgten Schuppen und Gräten eine Art Polsterung.

Starker Frost mit Eisflächen auf den Nahrungsgewässern kostet in strengen Wintern vielen Eisvögeln das Leben. Doch nicht die Unbilden der Natur sind die Probleme der exotisch erscheinenden Vögel, sondern die Verunreinigung der Gewässer, die Regulierung von Bächen und Flüssen, und – man kann es kaum glauben – das Nachstellen mit Mäuse- oder Rattenschlagfallen.

Woher kommt der Name Eisvogel?

Woher der Name des etwa spatzengroßen Eisvogels stammt, ist strittig. Manche Deutungen leiten den Namen vom althochdeutschen "eisan" für "schillern" oder "glänzen" ab. Die Bezeichnung "Schillervogel" passt zum flirrenden Farbenspiel, das der Eisvogel im Sitzen und im Flug bietet. Andere Autoren interpretieren den Eisvogel als "Eisenvogel" und vermuten einen Bezug auf das stahlblaue Rücken- oder das rostfarbene Bauchgefieder.

NABU

nach obenWegwarte – Blume des Jahres

Gewöhnliche Wegwarte – Blume des Jahres
© Dagner, Gerd
Gewöhnliche Wegwarte – Blume des Jahres
Die Gewöhnliche Wegwarte (Cichorium intybus L.) ist die Blume 2009. Das Korbblütengewächs ist ein typischer Kulturbegleiter mit großem Lichtbedarf. Die blauen, etwa 3 bis 4 cm großen Blüten entwickeln sich von Juli bis September an 25 bis 120 cm hohen Stängeln und sind von 6 bis 1 Uhr geöffnet. Bienen und Schwebfliegen werden in dieser Zeit zur Bestäubung angelockt. Die leichten und anhänglichen Samen ermöglichen eine rasche Ausbreitung der Art.

Seit dem Altertum ist die Wegwarte Nutz- und Heilpflanze. Der Zichorie-Kaffee-Ersatz besteht aus getrockneten Wurzeln, ferner werden Weiterzüchtungen der Art als Treibsalat für Winter und Frühjahr verwendet.

nach obenBerg-Ahorn – Baum des Jahres

Blatt eines Berg-Ahorns
© Dagner, Gerd
Blatt eines Berg-Ahorns
Berg-Ahorn
© Dagner, Gerd
Berg-Ahorn – Baum des Jahres
Baum des Jahres 2009 ist der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus). Der 25 Meter, gelegentlich bis 40 Meter hohe Baum ist in den Gebirgen Europas und Westasiens heimisch. Der Kalk liebende, malerisch prächtige Großbaum entwickelt im Alter eine mächtige, kuppelförmige Krone. Die gelblich-grünen Blüten hängen im Mai zahlreich in bis 12 cm langen Trauben und ergeben eine gute Bienenweide. Die derben, dunkelgrünen, 5-lappigen Blätter werden bis 16 cm breit und färben sich im Herbst leuchtend gelb bis braungelb. Das tiefe Wurzelsystem des Baumes ist an felsigen Hängen zur Absicherung sehr hilfreich. Freistehende Exemplare sind besonders im Bergland von höchstem ästhetischen Wert.

Lesen Sie auch:
Natur 2009 - Teil 2 Februar 2009
  • Schmetterling des Jahres: Tagpfauenauge
  • Wildtier des Jahres: Igel
  • Spinne des Jahres: Dreieckspinne
  • Hilfe bei vermissten Tieren – Das kostenlose Haustierregister

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Pflanze des Jahres, Tier des Jahres, Vögel, Wildtiere

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