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Telefonaktion – Nachbericht:
Warum Mikronährstoffe so wichtig sind

Januar 2009 Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, also sogenannte Mikronährstoffe benötigen wir, um unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden zu erhalten. Fehlen Mikronährstoffe, kann es zu Mangelerscheinungen kommen und Krankheiten werden möglicherweise gefördert. Was zu beachten ist, wenn man sich optimal mit Mikronährstoffen versorgen will, erklärten die Ernährungsexperten Alexandra Renkawitz und Dr. Rüdiger Schmitt-Homm bei unserer Telefonaktion. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten in einer Zusammenfassung.


Ich denke, dass ich mich eigentlich sehr ausgewogen mit viel Obst und Gemüse ernähre. Ist damit eine ausreichende Versorgung mit allen lebenswichtigen Mikronährstoffen gewährleistet?
Solch eine Ernährung ist auf alle Fälle eine gute Grundlage für die Mikronährstoff-Versorgung. Allerdings wissen wir alle, dass unsere Lebensmittel heute oft industriell hergestellt werden und teilweise lange Transportwege hinter sich gebracht haben, bevor sie auf unserem Tisch landen. Vielfach sind dann die Mikronährstoffe schon zerstört oder abgebaut. Und auch bei der Zubereitung geht immer ein Teil der Vitalstoffe verloren. Viel hängt natürlich auch von der eigenen Lebensweise ab. Treibt man zum Beispiel viel Sport, raucht man oder leidet man an einer Krankheit und muss deshalb regelmäßig Medikamente einnehmen? All diese Faktoren können die Mikronährstoffbedarf beeinflussen. Wer ganz sicher gehen will, sollte deshalb einmal eine ausführliche Analyse seiner Mikronährstoff-Versorgung vornehmen lassen. Dafür gibt es im Internet gut geeignete und kostenlose Fragebögen (z. B. www.dgk.de/mikronaehrstoffe), aber auch etliche Apotheker bieten einen solchen Service an, eventuell sogar mit einem zusätzlichen Bluttest.

Ich habe gehört, dass es bei der Versorgung mit Mikronährstoffen auch wichtig ist, ob die Stoffe vom Körper optimal aufgenommen werden können. Worauf muss man da genau achten?
Das ist tatsächlich ein wichtiger Punkt. So weiß man von manchen Mikronährstoffen zum Beispiel, dass sie sich gegenseitig bei der Aufnahme in den Körper behindern, wenn sie zusammen eingenommen werden. Eine Lösung des Problems ist, dass diese Mikronährstoffe zeitlich und räumlich versetzt vom Darm aufgenommen werden. Dazu kann man die Mikronährstoffe beispielsweise in Guar, einem natürlichen Ballaststoff, zu einem Granulat verbinden. Dieses Granulat nimmt sehr viel Wasser auf und verteilt sich dann über die gesamte Oberfläche des Darms, sodass es zu keinen gegenseitigen Störungen kommt und alle Mikronährstoffe auch tatsächlich dorthin gelangen, wo sie hingehören. Spezielle Mikronährstoffe mit diesem HCK-Verfahren (Hydro-Cell-Key) gibt es auch in Deutschland in zahlreichen Apotheken.

Mein Mann hat Probleme mit seinen Blutgefäßen. Jetzt hat der Arzt bei ihm auch noch einen erhöhten Homocysteinspiegel im Blut festgestellt. Er hat ihm Vitamine empfohlen. Hilft das?
Das Zellgift Homocystein hat einen schädlichen Einfluss auf die Wände unserer Blutgefäße und kann so die Arterienverkalkung fördern. Womöglich ist Homocystein auch beteiligt bei der Entstehung von Osteoporose, Parkinson und Alzheimer. Damit das Homocystein rasch unschädlich gemacht werden kann, benötigt der Körper ausreichend Folsäure (Vitamin B9), Pyridoxin (Vitamin B6) und Cobalamin (Vitamin B12). Da diese B-Vitamine teilweise sehr empfindlich auf Licht und Wärme reagieren und zudem nicht im Körper gespeichert werden können, muss man sie täglich in ausreichender Menge zuführen.

Ich laufe seit einigen Jahren Marathon und Halbmarathon. Es geht mir gut dabei, aber danach bin ich eine Woche lang erschöpft und anfällig für grippale Infekte. In der Trainingsphase beobachte ich das nicht. Woran kann das liegen?
Der Lauf ist härter und länger als die Trainingseinheiten. Während des Laufs zieht der Organismus Nährstoffe ab, die normalerweise eine zentrale Rolle im Stoffwechsel spielen, ihm dann aber nicht mehr zur Verfügung stehen. Darunter Spurenelemente wie Magnesium und Kalzium, antioxidative Vitamine und Coenzym Q10 und bestimmte Aminosäuren. Mit einer gezielten Mikronährstoffmischung vor, während und nach der sportlichen Hochleistung lassen sich Infektanfälligkeit und auch Erschöpfung kompensieren. Eine simple Magnesiumbrause bringt nichts.

Meine Frau leidet sehr unter Heuschnupfen. Können Mikronährstoffe da etwas Positives bewirken?
Das können sie durchaus. Allergikern fehlt es oft besonders an Vitamin C, B-Vitaminen, den Mineralstoffen Magnesium und Kalzium und den Spurenelementen Selen und Zink. Manchmal besteht auch noch ein Mangel an entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren. Alle diese Stoffe werden aber benötigt, damit das Immunsystem reibungslos arbeiten kann. Fehlen sie, kann es zu Ungleichgewichten kommen, die sich auch in Form einer allergischen Reaktion äußern können. Eine bessere Versorgung mit Mikronährstoffen könnte also zumindest helfen, die Allergie-Beschwerden zu mildern.

Ich möchte mich über die Menge an notwendigen, bzw. empfohlenen Vitaminen etc. informieren. Wo kann ich das nachlesen?
Die optimale Mischung und Menge an Mikronährstoffen ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Sie werden keine Laienliteratur finden, die Ihnen die Frage nach der "richtigen Nährstoffmenge" zufriedenstellend beantwortet. Während die ernährungswissenschaftlichen Fachgesellschaften eher niedrige Zufuhrempfehlungen geben, nennt die orthomolekulare Medizin individuelle Mengen, die sich an Ihrem Ist-Zustand orientieren und verschiedene Faktoren berücksichtigen. Diese empfohlenen Gemische und Mengen liegen teils wesentlich höher, verringern aber künftige Erkrankungsrisiken und beeinflussen den Alterungsprozess günstig. Suchen Sie deshalb kein Buch, sondern die qualifizierte persönliche Beratung durch hierin erfahrene Apotheker oder Ärzte. Der "goldene Weg" zur Bedarfsbestimmung beinhaltet neben der Analyse Ihrer persönlichen Situation auch die Bestimmung diverser Blutwerte im Labor.

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