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Den Kühlschrank richtig nutzen − Fragen an den Bosch-Kälteprofi Sven Braje

© Bosch

Dezember 2008 Sven Braje ist Produktmanager für Kältegeräte der Marke Bosch. Als Experte in Sachen Lagerhaltung setzt er sich täglich mit den Gewohnheiten der Haushalte auseinander – auch, um daraus technische Verbesserungen für Funktion, Ergonomie oder Energieverbrauch abzuleiten. Tatsache ist: Nicht jeder Kühlschrankbesitzer weiß, wie er sein Gerät optimal nutzen sollte. Zeit für ein wenig Aufklärung.


FuG: Tür auf – Tür zu: Der Kühlschrank ist rund um die Uhr in Betrieb. Doch wo sind welche Lebensmittel am besten aufgehoben?
Sven Braje: Das hängt davon ab, um welchen Gerätetyp es sich handelt. Bei statisch gekühlten Modellen bilden sich unterschiedliche Kälteschichten. Die kältesten Stellen befinden sich oberhalb der Gemüseschale und nahe dem Verdampfer. Nach oben hin und in den Türfächern ist es wärmer. Besitzt der Kühlschrank einen zusätzlichen Ventilator, wird die Temperaturschichtung abgemildert. Doch nur dynamisch gekühlte Geräte (NoFrost) erzielen durch die aktive Luftumwälzung eine gleichmäßige Temperaturverteilung. Das bietet wesentlich mehr Flexibilität bei der Einlagerung.

FuG: Und wohin nun mit Wurst und Käse, Milch und Butter?
Sven Braje: Bei passiver (statischer) Kühlung gilt: Leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Geflügel, Fisch und Wurst gehören in den unteren Kühlschrankbereich, Obst, Gemüse und Salat ins Gemüsefach. In der Mitte fühlen sich Milchprodukte wie Joghurt, Quark und Sahne wohl, auch zubereitete Speisen sind hier richtig aufgehoben. Ganz oben ist der beste Platz für Lebensmittel, die bei zu niedrigen Temperaturen an Aroma verlieren, etwa Eingemachtes, Backwaren, Käse, Räucherfleisch und Getränke. Und für die Innentür eignen sich Eier, Butter (die nicht zu hart werden darf), Getränke, Marmeladen – und, ganz klassisch, Konserven in Dosen, Flaschen und Tuben.

FuG: Gibt es goldene Regeln beim Kühlen?
Sven Braje: Ja, folgende Grundprinzipien sollte man schon beachten:
  • Rohe und gekochte Speisen getrennt lagern, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden.
  • Tiefgefrorenes wie Fleisch oder Fisch im unteren Kühlfach auftauen lassen, damit die Auftauflüssigkeit nicht auf andere Lebensmittel tropft.
  • Offene Waren möglichst in geschlossenen Behältern aufbewahren oder gut abdecken.
  • Nicht zu viel einlagern – die Luft sollte zirkulieren können.

© Bosch
FuG: Wie halten sich Obst und Gemüse möglichst lange frisch?
Sven Braje: Hier hat VitaFresh, die 0-Grad Frischlagertechnik eine entscheidende Verbesserung gebracht. Denn eine Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt in Kombination mit einem speziellen Feuchtevlies verzögert das mikrobielle Verderben deutlich und erhält Aussehen, Geschmack, Frische und Gehalt von Obst und Gemüse bis zu drei Mal länger als sonst. Kälteempfindliche Früchte und Gemüse – Südfrüchte, Kartoffeln, Zucchini oder Tomaten – gehören generell nicht in den Kühlschrank.

FuG: Hygiene ist immer wieder ein besonderes Thema beim Kühlen. Was hält Keime fern?
Sven Braje: Kühlgeräte mit AntiBacteria sind hier relativ unkompliziert. Die dauerhafte, antimikrobielle Silberionenbeschichtung zerstört Keime oder hindert sie am Wachstum, indem sie bestimmte Enzyme der Bakterien blockiert. Zudem empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung, den Kühlschrank ein Mal pro Monat mit warmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel auszuwischen und anschließend gut trocken zu reiben.

© Bosch
FuG: Moderne Kühlschränke wie die von Bosch sind echte Energiesparwunder. Wie kann man zusätzlich zur Sparsamkeit beitragen?
Sven Braje: Ganz wichtig ist es, nur abgekühlte Speisen und Getränke einzulagern. Außerdem sollten möglichst alle Lebensmittel ihren festen Platz haben – so findet man das Gesuchte schnell, und der Kühlschrank muss nur kurz geöffnet werden. Und schließlich sollte man sich an die Gerätekapazität halten und sein Kühlgerät nicht überladen.

FuG: Wenig Zeit zum Einkaufen – und trotzdem was Gutes kochen. Welche Kühlschrank-Basis-Produkte sollten nie ausgehen?
Sven Braje: Gemüsesorten wie Karotten, Kohl oder Kohlrabi sind im Gemüsefach gut haltbar, insbesondere bei VitaFresh-Klimatisierung. Kombiniert mit Dauerwurstwaren wie geräuchertem Schinken oder Salami und Milchprodukten wie Butter, Milch, Käse, Sahne und Creme Fraîche sowie Eiern lassen sich phantasievolle Nudelsaucen, Aufläufe oder Gemüsepfannen im Handumdrehen zaubern.


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Diesen Artikel kommentieren (2)

1
|
27. September 2010

Frau T

Hallöchen.........

ich habe Fragen zu "Vitafresh".

1. Lege ich die Wurst und den Käse ohne Verpackung in die "Vitafresh-Schublade"?

2. Kann ich auch "abgepackte" Wurst und Käse in das "Vitafresh-Fach" legen?

3. Empfindliche Früchte sollen nicht in das "Vitafresh-Gemüse-Fach". Wie lagere ich diese Sorten. Einfach in den Kühlschrank legen? Da kullern doch die Clementinen oder sonstige Früchte wahllos herum.

Bin auf die Antworten gespannt!

Mit freundlichem Gruß

2
|
21. Oktober 2012

Andrea

Hallo, wer kann mir helfen:
mein Vitafresh-Fach ist immer unter 0 Grad. Den Kühlschrank habe ich so hoch wie möglich geschaltet - also 8 Grad aber im Vitafresh Gemüsefach fiert mir der Salat? Das Thermometer zeigt -2 Grad.
Was kann ich tun?

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