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Zeit für's Feuer − über Kaminöfen, Holz und das Drum

Oktober 2008 Die Heizkosten fressen uns so langsam auf. Lag der Preis für einen Liter Heizöl im Jahr 2006 in der Spitze noch bei 66 Cent, haben wir in diesem Jahr in manchen Regionen bereits 98 Cent erreicht. Der entsprechende Gaspreis liegt bei mittlerweile 80 Cent/Liter Öläquivalent ohne dass ein Ende der Preisspirale in Sicht ist. 25 Prozent Steigerung im Jahr könnten wohl so langsam die Regel werden. Ein Horrorszenario. Denn dann müssten wir in zehn Jahren bereits 9 Euro für den Liter Öl hinlegen. Da gilt es nun ganz schnell Alternativen zu finden.


Da gibt es selbstverständlich die Sonne als hervorragender Wärmeerzeuger. Wir haben schon oft genug über solarthermische Anlagen berichtet. Aber auch Holz als regional nachwachsender, ständig verfügbarer Brennstoff wird wieder sehr interessant. Und beides in der Kombination scheint eine optimale Lösung zu sein, die mit relativ geringem Aufwand auch im Altbau eingesetzt werden kann. Diese Tatsache ermöglicht Deutschland gerade in Zeiten knapper werdender fossiler Ressourcen eine bedeutende Unabhängigkeit von Heizöl und Erdgas fördernden Ländern.

Vergleichswerte unterschiedlicher Brennstoffe
Vergleichswerte unterschiedlicher Brennstoffe
Allerdings gilt es auch beim Holz die Augen aufzuhalten. So kostet zurzeit ein Raummeter zweijährig gelagertes Kaminholz mit einer Restfeuchte von 18 bis 23 % in 30 cm Längen fertig angeliefert um die 100 Euro. Das entspricht einem Öläquivalent von rund 50 Cent/Liter. Meterlängen gespalten sind aber bereits um 30 Euro zu bekommen. Das entspricht nicht ganz 20 Cent/Liter. Und Pellets gibt es – nach einem Ausreißer Ende 2006 – so um die 40 Cent/Liter.

nach obenEnergieträger Holz

Holz ist der älteste vom Menschen genutzte Energieträger. Bei nachhaltiger Bewirtschaftung der Wälder wird Holz auch langfristig zur Verfügung stehen. Die Bedeutung des Holzes ging mit der Industrialisierung erheblich zurück. Kohle, Öl und Gas sowie die Kernenergie wurden zu den Grundpfeilern der Energieversorgung. Lediglich im privaten Bereich spielte Holz zum Heizen immer eine Rolle. Aufgrund der CO2-Neutralität, der regionalen Verfügbarkeit, der staatlichen Anreizprogramme und durch gestiegene Preise für Öl und Gas boomt derzeit der Einsatz von Holz als Energieträger in allen Bereichen.

Gesamtwirtschaftlich gesehen spielt Holz derzeit als Energieträger in Deutschland mit 2,1 % Anteil am Einsatz von Primärenergie eine untergeordnete Rolle. In der Holzindustrie oder als Hausbrand in ländlichen Gebieten deckt Holz aber einen erheblichen Teil des lokalen Bedarfs. Insgesamt werden rund zweidrittel der erneuerbar bereitgestellten Wärme aus Holz gewonnen.

Die Nachfrage nach Energieholz hat sich im Privatbereich während der letzten 10 Jahre fast verdoppelt. Aufgrund der hohen Energiekosten für Öl und Gas ist auch weiterhin mit einer hohen Nachfrage zu rechnen. Trotz gestiegenen Bedarfs bleibt Deutschland das Land in Europa mit dem größten technischen Rohholzpotenzial.

nach obenDas richtige Holz

Grundsätzliches ist jedes naturbelassene Holz zur Verfeuerung in Feuerstätten geeignet, wobei Laubholz Nadelholz vorzuziehen ist, da es weniger harzhaltig ist und eine längere Brenndauer hat. Wenn Sie Nadelholz verfeuern wollen, sollten Sie Laub- und Nadelholz mischen. Ihr Brennholz sollte gut abgelagert sein und eine maximale Restfeuchte von 20 % aufweisen. Beachten Sie bitte, dass Ihre Feuerstätte keine Müllverbrennungsanlage ist. Nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz ist die Verbrennung von Hausmüll, insbesondere Kunststoff, verboten. Verbrennen Sie keine beschichteten Holzreste und Spannplatten, bei deren Verbrennung ebenfalls Schadstoffe freigesetzt werden.

nach obenMit Holzscheit und Brikett

Kaminofen
© Haase
Kaminofen
Am Heizkamin ist es behaglich und romantisch. Zwar erfordert das Heizen mit Scheitholz und Brikett Übung und etwas Zeit. Dafür wird die Wärme aus Öfen und Kaminen als sehr angenehm erlebt. Die moderne Technik garantiert zudem eine saubere und schadstoffarme Verbrennung.

Mit ihrer sicheren Brennstoffversorgung rücken sie in den letzten Jahren verstärkt ins Blickfeld, zumal sich Öfen mit geringer Wärmeleistung auch als Zusatzheizung eignen und ein Teil der Wärme zur Warmwasserbereitung genutzt werden kann.

Der Ofen- und Luftheizungsbauer erstellt für alle Gegebenheiten und Gestaltungswünsche den optimalen Ofen.

Wände und Decke vorbereiten

Gibt der Bezirksschornsteinfeger grünes Licht, können Gebäude nachgerüstet werden. Der Fußboden im Aufstellraum muss mindestens 450 Kilogramm pro Quadratmeter tragen können. Ein Edelstahlschornstein kann außen am Haus angebaut werden.

  • Im Neubau macht ein Schornstein etwa ein Prozent der Bausumme aus. Seine wirksame Höhe – so hoch erstreckt er sich über der Feuerstätte – sollte mindestens vier Meter betragen, der Durchmesser sollte möglichst auf die spätere Leistung des Ofens ausgelegt werden.
  • Angestochen, also passgenau angeschlossen, wird der Schornstein aber erst beim Kamin- oder Ofeneinbau.
  • Wichtig: weder Elektro- noch Wasserleitungen unter dem Aufstellplatz verlegen, bei Fußbodenheizung die Heizschlangen dort aussparen.
  • Den Platz mit ausgelegten Zollstöcken markieren und fotografieren.

Bis in den hintersten Winkel

Soll ein Kamin- oder Kachelofen installiert werden, braucht der Fachmann die Bauunterlagen des Aufstellraums oder eine Skizze mit den Maßen. Über den anvisierten Aufstellort muss er schon für eine erste Planungsskizze genau Bescheid wissen.

Des Weiteren muss der Ofen- und Luftheizungsbauer Höhe, Durchmesser und Lage des Schornsteins kennen und wissen, wie der Raum belüftet wird. Wichtige Informationen sind auch, wie Wände und Boden beschaffen sind.


Lesen Sie weiter:

nach obenAdressen und Links

  • AdK − Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft e. V.
    Rathausallee 6
    53757 St. Augustin
    www.kachelofenwelt.de
  • ecobric Carbon Service & Consulting GmbH & Co.KG
    Im Hasenfeld 12
    52391 Vettweiß
    www.ecobric.de
  • Deutscher Energie-Pellet-Verband e. V. (DEPV)
    Tullastraße 18
    68161 Mannheim
  • Hark GmbH & Co. KG Kaminund Kachelofenbau
    Hochstraße 197 – 213
    47228 Duisburg
    www.hark.de
  • Hase Kaminofenbau GmbH
    Niederkircher Straße 14
    54294 Trier
    www.hase.de
  • Holzabsatzfonds Absatzförderungsfonds der deutschen Forst- und Holzwirtschaft
    Godesberger Allee 142 – 148
    53175 Bonn
    www.holzabsatzfonds.de
    www.infoholz.de
Feuer und Flamme / Seite 4
Eine angenehme, wohlige Atmosphäre erzeugen Kachelöfen. Für viele ältere Modelle, die den Anforderungen der neuen Immissionsschutz-Verordnung nicht mehr entsprechen bietet Buderus Austausch-Einsätze an.
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Brennholz, Heizen, Kaminofen

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