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Bodeneben duschen gehen? Kein Problem!

© Viega

September 2008 Wer sich den Traum des bodengleichen Duschens erfüllen möchte, braucht vor der Umsetzung nicht zurückzuschrecken. Vorbei sind die Zeiten als die schwellenlosen Duschvarianten nur in Kliniken, Altenheimen und ähnlichen "Einrichtungen” zu finden waren. Heute sind sie auch in Privathaushalten eine gängige und komfortable Erscheinung. Ihr Einbau geht unkompliziert und vor allen Dingen wasserdicht über die Bühne – auch bei einer Renovierung.


Ganz wichtig ist die richtige Beratung von Anfang an. Es lohnt, sich vorab genau zu informieren – zum Beispiel in einer Badausstellung des Fachhandwerks oder eines Sanitärgroßhändlers. Am besten ist es jedoch, sich ganz zu Anfang der Planungen mit den Fachleuten an einen Tisch zu setzen. Bei diesen "Baustellenbesprechungen" können sich die einzelnen Gewerke untereinander abstimmen. Denn vom Aufbau des Estrichs über den Anschluss an die Abwasserleitung bis zum Fliesenlegen sind verschiedene Handwerke am Einbau einer bodengleichen Dusche beteiligt.

nach obenVorher klären: Was will ich, was brauche ich?

Am runden Tisch sollte dann auch gleich festgelegt werden, welche Ablaufvariante und welcher Rost gewünscht sind. Ersteres hängt von der gewählten Armatur ab, also von der Wasserzulaufleistung, Letzteres nur vom eigenen Geschmack.

Die Hersteller bieten zahlreiche Roste in unterschiedlichen Designs, Formen und auch Materialqualitäten an. Besonders im Trend liegen Duschrinnen sowie Roste und Einlagen aus Glas, wie sie zum Beispiel der Entwässerungsspezialist Viega anbietet. Allen gemein jedoch ist, dass sich diese modernen Bodenabläufe nicht nur sicher abdichten lassen, sondern sich auch gestalterisch in die gewählten Fliesen einfügen.

Wichtig zu wissen für alle Renovierer: Aufgrund der niedrigen Fußbodenhöhen benötigen Abläufe im Altbau besondere Entwässerungskonzepte. Hier bietet Viega mit dem superflachen Dünnbettablauf aus dem Advantix-Programm eine maßgeschneiderte Lösung. Eine Aufbauhöhe von nur 70 mm reicht dann für eine Ablaufleistung von 0,5 l/Sek. aus.

nach obenDoppelte Sicherheit für dauerhafte Dichtigkeit

Wie geht das Ganze nun in der Praxis vonstatten? Wie und durch wen erfolgt der Einbau und wie wird sichergestellt, dass der Ablauf im wahrsten Sinne des Wortes wasserdicht eingesetzt ist? Wir hatten die Möglichkeit, einem Fliesenleger sowie einem Installateur bei der Montage einer Viega Duschrinne über die Schulter zu schauen.

Was für den Laien wie eine komplizierte Prozedur klingt, ist für den Fachmann reine Routine. Hier die Einbauschritte im Kurzdurchlauf:

  1. Der Installateur schließt den Grundkörper an, richtet ihn aus und bringt ihn auf die geforderte Höhe.
  2. Der Estrich wird – meist vom Fliesenleger – eingebracht und dabei gleichzeitig der Anschlussrand des Ablaufes fest mit dem Estrichmörtel verzahnt. Dabei entsteht eine geschlossene Unterbau- und Entwässerungseinheit.
  3. Die Dichtmanschette aus Glasseidengewebe wird in die erste Abdichtungsmasse eingelegt und nach Trocknung mit einer weiteren Schicht Abdichtungsmasse überzogen.
    © Viega
    Die Dichtmanschette aus Glasseidengewebe wird in die erste Abdichtungsmasse eingelegt und nach Trocknung mit einer weiteren Schicht Abdichtungsmasse überzogen.
    Anschließend wird eine flüssige Abdichtung in zwei Schichten aufgetragen. In die erste Abdichtungsmasse wird zusätzlich eine mitgelieferte Dichtmanschette eingelegt und nach Trocknung mit einer weiteren Schicht überzogen. Die Manschette aus Glasseidengewebe verhindert, dass sich in der Abdichtung Risse bilden können.
  4. Die zweite Schicht Abdichtungsmasse wird aufgetragen.
    © Viega
    Die zweite Schicht Abdichtungsmasse wird aufgetragen.
    Erst wenn die zweite Abdichtungsschicht korrekt aufgebracht und getrocknet ist, werden die Fliesen oder Natursteine im dünnen Bett des Fliesenklebers verlegt.

nach obenDie Meinung der Fachleute

Installateurmeister Thorsten Tigges von Sanitär & Heizung Störmann, Bad Fredeburg: "Heutzutage ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sich Installateur, Fliesenleger, Architekt sowie Bauherr an einen Tisch setzen und die Detailplanungen vornehmen. Bei solchen Treffen erläutern wir grundsätzlich den kompletten Ablauf des Einbaus. Und dabei kommen dann durchaus auch Fragen zur Dichtigkeit oder zur Rutschsicherheit von gefliesten, bodengleichen Duschen. Ganz wichtig für uns und unsere Arbeit ist, dass alle Fragen im Beratungsgespräch auch wirklich geklärt werden."

Und wie sieht es nun mit den Gewährleistungen aus? Wenn zwei oder mehr Gewerke beteiligt sind, stellt sich schnell die Frage, wer für was zuständig ist? Andreas Kranauge, Inhaber des gleichnamigen Fliesenfachbetriebes in Eslohe: "Selbstverständlich sehen wir uns des Öfteren auf der Baustelle und unterhalten uns natürlich auch. So können auf direktem Wege offene Fragen geklärt oder auch die entsprechenden Arbeiten vor Ort koordiniert werden. Unabhängig davon gilt natürlich: Der Installateur ist für den korrekten Anschluss des Ablaufes verantwortlich, der Fliesenleger für das Gefälle im Estrich und für die Abdichtung."


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