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Familiengerecht Pflegen − Das Generationenbad

Das Generationenbad
© Viega
Das Generationenbad

August 2008 Wie leben wir in 10 Jahren? Wie kommunizieren wir? Was sind die Technologien der Zukunft? Welche Gesellschaft umgibt uns? Wie gewinnen wir Vertrauen in neue Erfindungen? Formen wir unseren Körper nur mittels Pillen und wird unsere Tapete gleichzeitig unser Fernseher sein? Das sind Fragen, die sich Zukunftsforscher täglich stellen.


Bei der Badrenovierung fragt sich der normale Mensch, ob er in zehn Jahren in dem Raum überhaupt noch zurechtkommt, ohne sich zu mühen oder zu plagen. Ob es kompatibel für die 50plus-Generation ist, wie die Gerontologen verlangen. (Red.: Gerontologie ist die Wissenschaft vom Altern des Menschen und untersucht die mit dem Älterwerden und Altsein verbundenen Phänomene, Probleme und Ressourcen.)

Ich bin da viel praktischer. Für mich muss ein Bad – und eigentlich das gesamte Haus – familiengerecht aufgebaut sein. Dass der Enkel leicht auf das WC klimmen kann, der Sohn mit dem gebrochenen Bein ebenso einfach in die Dusche gelangt und der Senior nicht am Wannenrand verzweifelt.

Wir haben uns mal umgeschaut, was es denn da fürs Bad an Tipps und Anregungen gibt – sowohl bei schlauen Fachleuten als auch bei Anbietern von Produkten. Und weil wir so viel zusammen bekommen haben, gibt es eine Fortsetzungsgeschichte in diesem und im nächsten Heft. Beginnen wollen wir mit dem Schwerpunkt Planung.

nach obenDie 50plus-Generation ist reif für das Wohlfühlbad

Für junge Menschen ist ein schönes Bad ein Gradmesser ihrer Lebensqualität. Die 50plus-Generation hingegen hat sich eigene Ansprüche lange Zeit zugunsten einer falsch verstandenen Bescheidenheit versagt. Erst seit es gesellschaftsfähig ist, auch jenseits der Fünfzig noch Wünsche und Bedürfnisse auszuleben, wird immer mehr auch antiquierten Badezimmern rigoros ein neues Aussehen verpasst. Was angehende Renovierer mittels sorgfältiger und cleverer Planung selbst bei komplizierten Raumverhältnissen erreichen können, demonstriert die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) am Beispiel eines betagten Dachbades.

  • Was Anfang der 80er-Jahre als schick galt, wirkt heute eher trostlos. Gemusterte Fliesen, Holztür und dunkler Fußboden sollten zugunsten heller, freundlicher Töne weichen, um dem Bad einen neuen und großzügigen Charakter zu verleihen. | © Archiv
  • Die geschickte Platzierung der Objekte lässt das Bad weiträumig erscheinen. Eines der beiden Waschbecken hängt an einer in den Raum ragenden Installationswand. Dahinter verbirgt sich das Bidet. | © VDS
  • Freundliche Ausstrahlung: Unifarbene Wände, weiß-hellgrau marmorierter Boden, Halogenspots an der Decke und die „gläserne“ Dusche schenken dem Raum eine lichterfüllte Atmosphäre. | © VDS
  • Aktuelle Technik: Das moderne Whirlwannenoval weiß nicht nur durch weiche Konturen zu gefallen. Es beeindruckt auch mit einem ausfahrbaren Terminal, das, mit LED-Display, Timer und Temperaturanzeige ausgestattet, die Düsen im Pool reguliert | © VDS

Vor allem mehr Bequemlichkeit und modernen Komfort wünschten sich die Besitzer für das mittlerweile 25 Jahre alte "Schätzchen", als sie eine der bundesweit knapp 2.000 Fachausstellungen von Handel und Handwerk aufsuchten. Dem dunklen Raum sah man die vielen Kompromisse, die das extrem flache Dach der Einrichtung abverlangte, an jeder Ecke an. Zudem mutete er dem Ehepaar bereits seit geraumer Zeit entschieden zu altmodisch und angestaubt an.

Im Zuge der Umgestaltung wurde der gesamte Schick der 80er-Baujahre durch helle Farben und pfiffige Ausstattungselemente ersetzt. Dank einer gewitzten Aufteilung lassen sich nun Whirlwanne, Dusche, zwei Einzel-Waschplätze, Vorwandinstallation als Raumteiler sowie WC und Bidet in einem Raum unterbringen, der zwar 18 Quadratmeter Grundfläche aufweist, jedoch aufgrund der Dachschrägen nur 7 Quadratmeter Nutzfläche bietet.

Selbst Waschmaschine und Trockner mussten nur auf den ersten Blick weichen; tatsächlich fanden sie ihren Platz in einer Abseite hinter maßgeschreinerten Teleskop-Schiebetüren. So entstand eine kleine, feine private Wellness-Farm, die jeden Tag aufs Neue Wohlgefühl vermittelt.

nach obenAdressen

A&S Bäder GmbH & Co.
Max-Eyth-Str. 9
71735 Eberdingen-Hochdorf
Telefon: 0 70 42 / 87 80
Internet: www.aunds.de
Glamü GmbH
Mobilstraße 2
79423 Heitersheim
Telefon: 0 76 34 / 520-0
Internet: www.glamue.de
BETTE GmbH & Co. KG
Heinrich-Bette-Straße 1
33129 Delbrück
Telefon: 0 52 50 / 511-0
Internet: www.bette.de
Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e. V.
Rheinweg 24
53113 Bonn
Telefon: 0 228 / 92 39 99-30
Internet: www.sanitaerwirtschaft.de
Geberit Vertriebs GmbH
Theuerbachstraße 1
88630 Pfullendorf
Telefon: 0 75 52 / 934-01
Internet: www.geberit.de
Villeroy & Boch AG
Saaruferstraße
66693 Mettlach
Telefon: 0 68 64 / 810
Internet: www.villeroy-boch.com


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