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Landschildkröten

Landschildkröte aus der Familie der Testudinidae
© Reptilica
Landschildkröte aus der Familie der Testudinidae

März 2008 Schildkröten gehören zu den ältesten Lebewesen auf unserer Erde. Zusammen mit den Panzerechsen (Krokodile) sind die Schildkröten eine der Tiergattungen, welche sich bis heute kaum verändert haben.


Schildkröten können über verschiedene Quellen bezogen werden. Dabei sollte beachtet werden, dass man auf Wildfänge verzichtet und auf Nachzuchttiere zurückgreift. Informationen und eine große Auswahl an Nachzuchten erhalten Sie z. B. unter: www.Reptilica.de.

Das größte Ziel eines Schildkrötenhalters sollte das Wohlergehen und vielleicht sogar Nachzuchterfolge seiner Tiere sein. Es gibt verschiedene Arten von Schildkröten mit unterschiedlichen Ansprüchen:

Landschildkröten – die größte bekannte Art ist die Galapagos-Riesenschildkröte (Geochelone gigantea), welche bis zu 1,20 m groß und 250 kg schwer werden kann. Das älteste bekannte Tier wurde mehr als 250 Jahre alt. Im Durchschnitt erreichen diese Tiere ein Alter zwischen 100 und 150 Jahren. Die Galapagos-Riesenschildkröte ist natürlich nur eine Ausnahme. Im allgemeinen werden Landschildkröten 30 cm groß, 2 bis 3 kg schwer und 50 bis 70 Jahre alt.

nach obenSteppenbewohnende Landschildkröten

Die meisten Arten der Landschildkröten sind Steppenbewohner, aber es gibt auch Tiere, die in tropischer Vegetation beheimatet sind. Die trockene Vegetation bedeutet für die Tiere, dass der natürliche Lebensraum oft sehr spärlich und jahreszeitenabhängig mit Futter ausgestattet ist. Während der Trockenperioden müssen die Tiere oft kilometerlange Strecken zurücklegen, um verdörrte Sträucher, Pflanzen und Gräser zu finden.

Haltung im Außengehege

Die Haltung der steppenbewohnenden Landschildkröten sollte im Zeitraum von Mai bis September im Freien erfolgen. Beim Bau eines Außengeheges sind folgende Punkte zu beachten:

Landschildkröte der Gattung Testudo hermanni hermanni – Griechische Landschildkröte
© Reptilica
Landschildkröte der Gattung Testudo hermanni hermanni – Griechische Landschildkröte
Das Gehege sollte an die Anzahl und Größe der Tiere angepasst sein (je Pärchen z. B. griechischer Landschildkröten werden etwa 2 m2 benötigt). Die Höhe des Geheges sollte auf mindestens 50 cm geplant werden. Um eine Resistenz gegen die Grabungen der Schildkröten zu gewährleisten, ist es ratsam, das Gehege mindestens 30 cm tief in den Boden zu installieren.

Um den Tieren eine abwechslungsreiche Umgebung zu bieten, sollten Klettermöglichkeiten (Steine, Korkstücke, Äste), Badeschalen und Versteckmöglichkeiten vorhanden sein. Wichtig ist, das Tier vor potentiellen Angreifern wie Katzen, Mardern, Greifvögeln, Hunden usw. zu schützen, daher sollte eine Abdeckung in Form eines Drahtgitters oder Netzes angebracht werden.

Europäische Landschildkröte im Außengehege
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Europäische Landschildkröte im Außengehege

Haltung im Terrarium

Sobald das Tier nicht mehr im Freien gehalten werden kann, wird ein Terrarium benötigt. Steppenbewohnende Landschildkröten sind sehr an ihren natürlichen Lebensraum angepasst und auf das heiße und trockene Klima spezialisiert. Somit dient das Terrarium als Übergang zum bevorstehenden Winterschlaf.

Der Winterschlaf sollte von Ende Oktober bis Anfang April gehalten werden. Diese Zeit benötigen die Tiere, um sich auf die bevorstehende anstrengende Paarungszeit vorzubereiten. Ende September, Anfang Oktober hören die Tiere meist selbständig mit der Nahrungsaufnahme auf, wobei man zeitgleich mit der Reduzierung der Beleuchtungsdauer beginnen sollte. Damit das Tier überwintern kann, braucht man eine atmungsaktive Box (Holz oder Styropor mit Belüftungsleisten), gefüllt mit Laub oder leicht feuchtem Substrat. In dieser Zeit wird kein Futter benötigt, ein Trinkgefäß sollte jedoch vorhanden sein. Bevor die Schildkröte in die Überwinterungsbox überführt wird, muss sie vorher lauwarm gebadet werden um den Darm komplett entleeren zu können. Ansonsten können verbliebene Futterreste im Magen-Darm-Trakt verderben und das Tier daran sterben.

Das Terrarium sollte wie folgt ausgestattet sein

Entsprechender Bodengrund z. B. trockene Pinienerde und hochwertige UV-Beleuchtung, um den richtigen Stoffwechsel zu gewährleisten und Stoffwechselerkrankungen vorzubeugen. Um ihre Körpertemperatur selbständig regulieren zu können benötigen die Tiere Regionen im Terrarium, die nicht so stark erwärmt sind.

Ein Trinkgefäß wird natürlich auch benötigt, dabei ist darauf zu achten, dass die Größe den Verhältnissen des Terrariums entspricht. Falls das Trinkgefäß zu groß ist, kann eine zu hohe Verdunstung entstehen und ein tropenähnliches Klima wird erzeugt. Eine Versteckmöglichkeit sollte ebenfalls nicht fehlen.

nach obenTropische Landschildkröten

Bei der Haltung von tropischen Landschildkröten ist eine teilweise veränderte Pflege erforderlich. Die Außenhaltung der Tiere setzt ein entsprechendes Gehege mit gewächshausähnlichem Klima voraus da diese Schildkröten eine ganzjährige hohe Luftfeuchtigkeit benötigen. Bei den meisten tropischen Landschildkröten ist eine Winterruhe nicht notwendig, da das Klima im natürlichen Lebensraum ganzjährig konstant ist.

Ausstattung des Terrariums für tropische Landschildkröten

Feuchtigkeitsspeichernder Bodengrund (Humus oder Torf). Mehrmaliges tägliches Sprühen, um die hohe Luftfeuchtigkeit zu halten. Große Badeschale, hochwertige UV-Beleuchtung, um den richtigen Stoffwechsel zu gewährleisten und Stoffwechselerkrankungen vorzubeugen. Bepflanzung durch ungiftige tropische Pflanzen; Kletter- und Versteckmöglichkeiten.

nach obenErnährung der Landschildkröten

  • Gelegentlich Salat (z. B. Kopf-, Feld- oder Endiviensalat)
  • Löwenzahn, Klee
  • Gurken
  • Kräuter und Wildkräuter (z. B. Petersilie, Kresse, Basilikum, Spitzwegerich)
  • Obst eher selten, da der Magen-Darm-Trakt der Tiere nicht für Fruchtsäure ausgelegt ist.
  • Heu sollte immer frisch angeboten werden, um den Flüssigkeitshaushalt zu regulieren
  • Kalzium immer auf Vorrat z. B. Sepiaschale halten
  • Selten Gemüse (Tomaten, Blattspinat)
  • Bei tropischen Landschildkröten ist zu beachten, dass bei der Ernährung etwas mehr Wert auf tierisches Eiweiß gelegt wird (Regenwürmer, Schnecken, Grillen).
Weitere Informationen unter: www.reptilica.de
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