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Die häufigsten Fehler bei der Kollektormontage

März 2008 Wichtige Tipps von den CitrinSolar-Experten


Die Montage von Kollektoren für die solare Wärmeerzeugung gehört mittlerweile zum Alltag des modernen Heizungsbauers. Aber wenn etwas zur Routine wird, schleichen sich häufig auch Fehler ein. Die CitrinSolar-Experten zeigen hier die häufigsten Fehler und geben Tipps aus der Praxis für die Praxis, um sie zu vermeiden.

nach obenDachhaken und Schiene

© CitrinSolar
Wackelige Kollektoren können tödlich sein. Darum sollte die Befestigung absolut sicher ausgeführt sein. Beim Verschrauben der Dachhaken an der Dachlatte ist es deshalb wichtig, die vorgegebenen Abstände exakt einzuhalten. Nur so ist eine dauerhaft sichere Verbindung gewährleistet.

Außerdem muss der Dachhaken in seiner Auflagenfläche absolut plan auf dem Dachziegel montiert werden, um Ziegelbruch zu vermeiden. Gegebenenfalls sollten die Kanten plan geschliffen werden. Besteht die Gefahr hoher Schneelasten, muss die Last auf zusätzliche Dachhaken verteilt werden.

Eine weitere Möglichkeit bei hohen Schneelasten, ist die Verwendung von Blechdachpfannen im Bereich des Dachhakens.

nach obenBefestigung

Oft sieht man Dächer, auf denen die Kollektoren ein "wirres" Bild abgeben. Dabei ist ein ordentliches Bild so leicht zu erreichen: Wenn alle Kollektoren sicher in die Montageprofile eingerastet sind, werden sie sofort sorgfältig ausgerichtet. Erst danach sollten alle Anschlussklemmen sowie die Niederhalter befestigt werden. Wenn Sie jetzt noch das gesamte Kollektorfeld auf korrekte und stabile Montage überprüfen, ersparen Sie sich spätere Nacharbeiten auf dem Dach.

© CitrinSolar
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nach obenKollektoranschluss

Dichtungen im Anschlussbereich werden bei den üblichen Temperaturschwankungen auf dem Dach meist brüchig. Verwendet werden sollten deshalb nur Systeme, die ohne diese Hilfsmittel auskommen. Und weil es viel einfacher geht, sollten Sie die Kollektoren mit flexiblen Anschlüssen verbinden. Achten Sie darauf, dass aus hydraulischen Gründen maximal sieben Kollektoren in Reihe "verschaltet" sein sollten.

Warum Marder gerne die Anschlusskabel der Temperaturfühler fressen, ist nicht bekannt. Um dies zu vermeiden, sollten Sie die Leitungen sicherheitshalber in einem Wellrohr ins Haus einführen.

© CitrinSolar
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nach obenWartung

Oftmals wird der Abschluss eines Wartungsvertrages vergessen. Unterlassene Wartung stellt ein Risiko dar. Weil nur regelmäßige Reinigungs- und Wartungsarbeiten Gewähr für den sicheren, umweltschonenden und energiesparenden Betrieb der Solaranlage geben.

Hier die wichtigsten Arbeiten, die im Abstand von zwölf Monaten im Rahmen der Wartung durchgeführt werden sollten:
  • den Betriebsdruck prüfen
  • Vordruck des Ausdehnungsgefäßes überprüfen
  • die Pumpenlaufruhe checken
  • die Vor- und Rücklauftemperatur kontrollieren
  • die Reglerfunktion testen
  • das Sicherheitsventil untersuchen
  • den pH-Wert überprüfen (größer als 7)
  • den Frostschutz in Augenschein nehmen (größer als –25 °C)

Und versäumen Sie nicht, trübe Solarflüssigkeit komplett austauschen zu lassen.

Wenn diese Tipps berücksichtigt werden, steht einer erfolgreichen Nutzung nichts mehr im Wege. Aber Achtung: Lassen Sie immer nur einen Fachmann an Ihre Anlage!


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