Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Haus | Garten | Leben > Tierwelt > Wasserschildkröten

Wasserschildkröten

Wasserschildkröte
© Reptilica.de
Wasserschildkröte

Februar 2008 Die Wasserschildkröten beleben unseren Planeten schon seit mehr als 250 Millionen Jahren. Das zeigt die Widerstandsfähigkeit dieser Tiergattung. Sie haben sich bis heute in Aussehen, Größe und Form kaum verändert.


Für den Erwerb der Tiere gibt es verschiedene Bezugsmöglichkeiten. Zu empfehlen sind Züchter von Wasser- und Sumpfschildkröten. Bei den Wasser und Sumpfschildkröten gibt es gravierende Unterschiede in Bezug auf Größe, Form, Farbe und Verhalten. Über diese Punkte sollte sich jeder Interessierte ausreichend im Vorfeld informiert haben, um eine artgerechte Haltung gewährleisten zu können.

Die größte bekannte Wasserschildkröte ist die Lederschildkröte (Dermochelys coriacea). Sie kann eine Größe von 2,50 m und ein Rekordgewicht von 900 kg erreichen. Die Lederschildkröte ist natürlich eine Ausnahme was die Größe betrifft. Normalerweise werden Wasserschildkröten durchschnittlich 30 cm groß, 2 bis 3 kg schwer und 25 bis 30 Jahre alt. Für die Terraristik geeignete Exemplare sind sämtliche Arten von Süßwasserschildkröten und Sumpfschildkröten. Meerwasserschildkröten sind kaum für eine Terrarien- / Aquarienhaltung geeignet, da die artgerechte Haltung sehr aufwendig ist.

Süßwasserschildkröten sind im natürlichen Lebensraum unterschiedlichen Bedingungen wie z. B. Jahreszeiten, Regen und Trockenperioden, stillen und fließenden Gewässern, punktuellen Nahrungsdefiziten und unterschiedlichen Nahrungsaufnahmen ausgesetzt. Der Futteranteil einiger Arten (z. B. Gelbwangenschmuckschildkröte) besteht aus 80 % pflanzlicher Nahrung (Wasserpflanzen), der Rest aus Proteinen (Fisch). Weiterhin gibt es Arten, die sich ausschließlich von tierischen Eiweißen ernähren (z. B. Alligator-Schnappschildkröte).

nach obenSchildkröten im Teich

Rotwangenschildkröte (Weibchen) mit kräftigen schwarzen Flecken auf ihrem gelben Panzer.
© Anja Semling / PIXELIO, www.pixelio.de
Rotwangenschildkröte (Weibchen) mit kräftigen schwarzen Flecken auf ihrem gelben Panzer.
Teichbesitzer, die vorhaben ihren Teich mit Wasserschildkröten zu bereichern, sollten vorher folgendes bedenken: Ist der Teich mit vielen Pflanzen bewachsen, sollten Schildkröten eingesetzt werden, welche sich überwiegend von tierischen Eiweißen ernähren (z. B. Moschusschildkröte) – das schont die Pflanzenpracht im Teich. Die Zahl der Tiere muss der Teichgröße angemessen sein. Rotwangenschmuckschildkröten verschmähen z. B. Seerosen.

Wichtig ist vor allem, den Gartenteich zu umzäunen, um einen Ausbruch der Schildkröten zu verhindern. Der Zaun sollte mindestens 30 cm tief in den Boden eingegraben werden und 50 cm hoch sein. Bemerkenswert ist der gute Orientierungssinn sowie das räumliche Sehvermögen der Tiere, da diese oft nach einem gelungenen Ausbruchsversuch zu ihrem Heimatteich zurückkehren.

Das Kleinklima des Gartenteiches spielt bei der Freilandhaltung der Schildkröten eine wichtige Rolle. Der Teich sollte sich auf der Südseite befinden. Eine dichte Bepflanzung verringert die Sonneneinwirkung. An kühleren Tagen sollten die Schildkröten ins Haus geholt werden, da sonst die Gefahr einer Lungenentzündung besteht.

Wichtig für die Tiere sind leicht zu erreichende Sonnenplätze am Rand des Teiches, z. B. in Form von Steinen oder Wurzeln. Auch eine Sandbank sollte vor allem für weibliche Tiere gewährleistet sein, damit sie im Falle einer Trächtigkeit ihre Eier ablegen können.

Um die Wasserqualität des Teiches zu erhalten, ist es ratsam, die Tiere nur ein bis zweimal wöchentlich mit Fertignahrung zu füttern. Die Schildkröten ernähren sich im Teich von Wasserinsekten, altersschwachen und kranken Fischen, Algen und Pflanzen. Sie sind also relativ selbständig in der Lage, sich mit Nahrung zu versorgen und benötigen nur die oben genannte Fütterungshäufigkeit.

Einige Arten z. B. Rotwangenschmuckschildkröten, können im Teich überwintern. Wichtig ist, dass der Teich mindestens 1,60 m tief ist und die Oberfläche stellenweise eisfrei gehalten wird. Empfindlichere Arten, wie z. B. die südliche Zierschildkröte, müssen im Herbst gegen Ende Oktober aus dem Teich gefangen werden. Eine Wanne mit einer dicken Schicht Teichschlamm dient den Tieren sich einzugraben und den Winter bei konstanten 8 bis 16 °C (je nach Art) zu verbringen. Nach der Winterruhe werden diese Tiere dann übergangsweise im Aquaterrarium gehalten, bis sie im Frühling wieder ihr Freilandgehege beziehen können.

Weitere Informationen unter:
www.reptilica.de.

Koi - Zierde für den Gartenteich
Koi - Zierde für den Gartenteich
Das Attribut „golden“ für den Oktober rührt wohl von der Herbstfärbung heimischer Laubbäume und dem Licht der Herbstsonne her.
Grüne Tipps im Oktober
Die Weiße Seerose (Nymphaea alba) gibt es auch in farbigen Sorten.
Pflanzen für den Wassergarten

Schlagworte dieser Seite:

Gartenteich, Heimtier, Wasserschildkröte

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2019

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de