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Heizungstausch im Altbau − Leistung halbiert, Wohnkomfort gesteigert

Heizungstausch im Altbau - Leistung halbiert, Wohnkomfort gesteigert
© Vaillant
Heizungstausch im Altbau - Leistung halbiert, Wohnkomfort gesteigert

Dezember 2007 Der schnellste und – bezogen auf die Investitionskosten – günstigste Weg, Energiekosten zu senken, ist der Austausch veralteter Heizungen. Dass dies selbst in einem Altbau kurzfristig und mit relativ geringem Aufwand möglich ist, hat Heizungsbaumeister Bernd Hoyer am Niederrhein gezeigt: Er ersetzte den 36 kW-Altkessel gegen einen atmosphärischen Niedertemperaturkessel mit lediglich 20 kW Leistung und entsprechend geringerem Verbrauch – und das sogar mit Komfortsteigerungen bei der Wärme- und Warmwasserversorgung für eine 4-köpfige Familie.


Mit Blick auf die Heizkosten war für Familie Frenk aus Rhede am Niederrhein ihr 1936 gebautes, rund 170 m² großes Einfamilienhaus in den vergangenen beiden Jahren ein teures "Vergnügen" geworden. Für Heizung und Warmwasser musste sie 2004 45.814 kWh Energie aufwenden. Das entspricht in etwa 3.820 m³ Erdgas oder – bei Erdgaspreisen Stand Februar 2006 – knapp 2.700 Euro.

Etwas günstiger sah es im vergangenen Jahr aus. Da waren es "nur" 42.569 kWh, also ca. 3.550 m³ Erdgas und eine Abrechnung in Höhe von ziemlich genau 2.500 Euro.

Die Erklärung für diese "Einsparung" findet sich beim Deutschen Wetterdienst: Im Vergleich zu 2004 lag die Durchschnittstemperatur 2005 rund zehn Prozent höher, und die Sonne schien nicht nur an 1.528 Stunden, sondern an 1.766.

nach obenDämmung brachte zu wenig

Dachausbau
© Rainer Sturm / aboutpixel.de, www.aboutpixel.de
Dachausbau
Ein Grund für die hohen Verbrauchswerte lag nahe: die schlechte Wärmedämmung des Gebäudes – unter anderem im Dach. Darum ließ Hausbesitzer Udo Frenk (37‌) die bestehende Dachkonstruktion nachträglich fachgerecht mit Dampfsperre und Mineralwollisolierung ausstatten.

Das war zwar mit viel Arbeit und erheblichen Kosten verbunden, brachte aber nur eine vergleichsweise geringfügige Verbesserung. Denn die meiste Energie verpuffte weiterhin im Heizungskeller, wie Heizungsbaumeister Hoyer schnell feststellte, als er ratsuchend hinzugezogen wurde: "Der Konstanttemperatur-Gaskessel stammte aus dem Jahr 1978 und wurde bei einem Leistungsbereich von 24 bis 36 kW mit einer Nennleistung von 36 kW betrieben. Für dieses Haus viel zu viel. Außerdem war der Wirkungsgrad mit Abgasverlusten von über 13 Prozent nicht nur sehr schlecht, sondern gemäß der geltenden EnEV-Vorschriften sogar unzulässig hoch, wie die Messungen des Schornsteinfegers zeigten."

nach obenHeizwertgerät als sofort greifende Verbesserung

Neue Heizungsanlage
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Neue Heizungsanlage
Da über die Erneuerung dieses Rohrleitungsnetzes einschließlich der Wärmeverteiler aufgrund des damit verbundenen Aufwandes sowie aus Kostengründen über die Kaminfrage erst später entschieden werden sollte, wählte Hoyer als kurzfristig wirksame Verbesserungslösung einen Heizwertkessel vom Typ "atmoCOMPACT". Bei diesem von Vaillant speziell für den Heizungstausch im Gebäudebestand entwickelten, kompakten Gaskessel kann die Nennwärmeleistung zwischen 8,0 und 20,0 kW ebenso exakt an die jeweilige Installationsumgebung angepasst werden wie die Leistung der zweistufigen Heizkreispumpe.

Für die gerade in einem 4-Personen-Haushalt mit zwei kleinen Kindern (6 und 9 Jahre) wichtige komfortable Bereitstellung auch größerer Warmwassermengen ist in das Heizwertgerät ein Schichtenspeicher mit 100 Liter Inhalt integriert. Dank der speziellen Ladetechnik ergibt sich dadurch der Warmwasserkomfort eines modernen konventionellen Rohrschlangenspeichers mit 150 Liter Inhalt, sodass selbst bei der kurzfristigen Entnahme überdurchschnittlich großer Warmwassermengen keine Versorgungsengpässe auftreten. Der hohe Komfort der neuen Warmwasserbereitung begeistert Familie Frenk besonders, da sie der bisherige Speicher aufgrund seiner geringen Leistungsfähigkeit häufig "im Kalten" stehen gelassen hatte.

nach obenMehr Platz zum Spielen

Um den Heizungstausch so unkompliziert wie möglich zu gestalten, wurde der neue Kessel im Anbau an das Haupthaus an der gleichen Stelle wie das Altgerät platziert. Dieser Platz befindet sich zwar direkt an der Wand zur geschmackvoll eingerichteten Wohnküche, war jedoch in jeder Hinsicht vertretbar: "Die Geräuschemissionen des Heizgerätes sind so gering, dass er selbst unter Vollast in der Küche nicht zu hören ist. Außerdem reduzierten wir den Installationsaufwand, weil nach der Demontage des Altkessels die vorhandene Verrohrung ohne aufwendige zusätzliche Installationen nur an die vorkonfektionierte Anschlusskonsole angebunden werden musste. Den Kessel einbringen, mit der vormontierten Konsole verbinden und in Betrieb nehmen war anschließend in kürzester Zeit erledigt."


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