Inhalt

Funkregelung reduziert Heizkosten − Nachrüstung zahlt sich aus

Funkregelung reduziert Heizkosten
© Archiv
Funkregelung reduziert Heizkosten

Dezember 2007 Nur wenige wissen, dass mehr als ein Drittel der Heizenergie die für eine Wohnung benötigt wird, wegen falscher oder nicht vorhandener Raumregelung verpufft.

Ein erheblicher Teil des Heizwärmeverbrauchs lässt sich bei entsprechender Auslegung problemlos einsparen. So gibt es Regelungssysteme wie Funk-Thermostate und Regelverteiler für Flächenheizungen. Die lassen sich vom Fachhandwerker auch bei bestehenden Anlagen nachrüsten, ohne Leitungen ziehen zu müssen.


nach obenAnwendung

Funk-Wandthermostat
© Möhlenhoff
Funk-Wandthermostat
Laut Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen alle Räume, die mit einer zentralen Raumheizung ausgerüstet sind, mit einer raumweisen Regelung versehen sein. Bei einer Warmwasserheizung mit Heizkörpern wird diese Forderung mit selbsttätig wirkenden Thermostatventilen erfüllt.

Auch die Warmwasserfußbodenheizung ist von dieser Forderung der EnEV nicht ausgenommen, jedoch wird aufgrund der Bauweise diese Forderung mit anderen Komponenten erfüllt.

Das übliche Verfahren zur Heizenergieeinsparung besteht in der Absenkung der Vorlauftemperatur im jeweiligen Heizkreis in der Nacht oder auch zum Teil am Wochenende. Die verbreitet eingesetzten Thermostatventile erweisen sich in einem solchen Fall als unzureichend, da sie sich bei einer abgesenkten Vorlauftemperatur öffnen, sofern diese nicht per Hand nachgeregelt werden, um den Energieverlust zu kompensieren. Damit bleibt der Energieverbrauch während der Absenkzeit auf einem unnötig hohen Niveau.

Über eine elektronisch geführte Nachregelung von einzelnen Räumen kann die gewünschte Absenkung der Raumtemperatur erreicht werden. Zudem erreicht die elektronische Einzelraumregelung die individuelle Temperaturregelung in einzelnen Räumen.

Bei der Warmwasserfußbodenheizung werden alle Heizkreise zentral an einem Heizkreisverteiler zusammengefasst und parallelgeschaltet. Zum hydraulischen Abgleich der Heizkreise untereinander sind einerseits Drosselventile oder Durchflussmesser eingebaut und andererseits Regulierventile mit elektrischen Stellantrieben angeordnet, mit denen mittels Raumthermostaten eine bedarfsabhängige, raumweise Wassermengenregulierung zur Leistungsanpassung vorgenommen wird.

Funktionsaufbau der Funkregelung
© Archiv
Funktionsaufbau der Funkregelung
Wenn solch ein System mit handelsüblichen Thermostaten mittels Kabeln konventionell verdrahtet werden muss, dann ist dies mit immensem Staub- und Schmutzanfall verbunden und ist nur im Rahmen einer Gesamtsanierung und im unbewohnten Zustand eines Gebäudes zumutbar durchzuführen.

Nicht so, wenn eine montagefreundliche Funk-Regelung eingesetzt wird. Es gibt Lösungen, die speziell für das Nachrüsten der gesetzlich geforderten selbsttätigen Einzelraumtemperaturregelung konzipiert sind. Der Einbau ist in der Regel kaum mit Staub und Schmutz verbunden, weil keine Kabel zwischen Thermostaten und Reglereinheit benötigt werden und dadurch das Anbringen von Schlitzen und Durchbrüchen in Wänden und Decken entfällt.

nach obenAufbau / Funktion

Funk-Regelverteiler sind so konzipiert, dass sie unmittelbar beim Heizkreisverteiler montiert werden. Sie werden an eine Stromversorgung von meist 24 V oder 230 V angeschlossen. Die Anzahl von thermischen Ventilantrieben je Thermostat sollte nicht begrenzt sein. Diese werden direkt am Funk-Regelverteiler angeklemmt. Die Thermostate sind via Funkfrequenz mit dem Funk-Regelverteiler über eine aktive Funkantenne verbunden.

Die Systeme sind so nutzbar, als wären die Thermostate mit dem Regelverteiler mit Kabeln verbunden. Die Thermostate werden durch Batterien (Knopfzellen) versorgt, deren Lebensdauer etwa zwei Jahre beträgt.

Die Thermostat-Komponenten werden vorzugsweise in schlagfeste Kunststoffgehäuse eingebaut, die direkt auf der Wand mit Dübeln und Schrauben befestigt oder auf C-Schienen geklemmt werden können. Sie und auch alle übrigen System-Bestandteile sollten mit den geltenden EU-Richtlinien übereinstimmen und das CE-Zeichen tragen.


Lesen Sie weiter:
  • Heizungssanierung: Verbrauchskosten senken
    Alte Häuser haben Charme, doch viele "verbrauchen” übermäßig Energie. Unzureichende Dämmung und vor allem veraltete Heizungsanlagen sind die häufigsten Mängel. Wie Sie Ihren Altbau unter Einsatz regenerativer Solarenergie und effizienter Brennwert-Heiztechnik "auf Zukunft trimmen" können, zeigt folgendes Beispiel.
  • Funkregelung reduziert Heizkosten - Nachrüstung zahlt sich aus
    Nur wenige wissen, dass mehr als ein Drittel der Heizenergie die für eine Wohnung benötigt wird, wegen falscher oder nicht vorhandener Raumregelung verpufft.

    Ein erheblicher Teil des Heizwärmeverbrauchs lässt sich bei entsprechender Auslegung problemlos einsparen. So gibt es Regelungssysteme wie Funk-Thermostate und Regelverteiler für Flächenheizungen. Die lassen sich vom Fachhandwerker auch bei bestehenden Anlagen nachrüsten, ohne Leitungen ziehen zu müssen.
  • Trinkwasserspeicher mit besonders großem Wärmetauscher
    • Trinkwasserspeicher WP-TWS von Citrin-Solar
    • Solar-Comfort-Paket von Sonnenkraft
    • geregelte Heizungsumwälzpumpe Alpha Pro von Grundfos
  • Heizungstausch im Altbau - Leistung halbiert, Wohnkomfort gesteigert
    Der schnellste und – bezogen auf die Investitionskosten – günstigste Weg, Energiekosten zu senken, ist der Austausch veralteter Heizungen. Dass dies selbst in einem Altbau kurzfristig und mit relativ geringem Aufwand möglich ist, hat Heizungsbaumeister Bernd Hoyer am Niederrhein gezeigt: Er ersetzte den 36 kW-Altkessel gegen einen atmosphärischen Niedertemperaturkessel mit lediglich 20 kW Leistung und entsprechend geringerem Verbrauch – und das sogar mit Komfortsteigerungen bei der Wärme- und Warmwasserversorgung für eine 4-köpfige Familie.
  • Neue Förderungen für Erneuerbare Energien: Zum Beginn der Heizperiode kann kräftig gespart werden.
    Das Thema Energiesparen kommt zum Ende des Jahres wieder verstärkt in die Schlagzeilen. Dass den Worten jedoch auch Taten folgen, bewies die Bundesregierung mit dem Beschluss der neuen Kombiförderung von solaren Anlagen zur Heizungsunterstützung beim gleichzeitigen Umstieg auf die Brennwerttechnik. So entstehen unter ökologischen und ökonomischen Aspekten zukunftssichere Heizungsanlagen.

Schlagworte dieser Seite

Heizungssteuerung
Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Diese Seite nutzt ausschließlich Session-Cookies. Permanente Cookies werden nicht verwendet!
Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.