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Aktion sicheres Garagentor

Aktion sicheres Garagentor
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Aktion sicheres Garagentor

Oktober 2007 Bequem, per Knopfdruck vom Auto aus das Garagentor öffnen – das hat schon was. Dass von den automatischen Toren aber auch Gefahren ausgehen können, daran denken die wenigsten.


© Hörmann
Schwing- oder Kipptore sind mit etwa 70 Prozent im privaten Umfeld am weitesten verbreitet. Beim Schwingtor wird der ganze Torflügel bewegt, beim Öffnen schwingt es nach oben. Etwas seltener sind Sektional-Tore. Sie bestehen aus einzelnen Elementen, die über den gesamten Laufweg in Schienen geführt werden.

nach obenZahlreiche Unfälle

Immer wieder kommt es, auch auf Privatgrundstücken, zu Unfällen – teils auch mit tödlichem Ausgang – mit automatischen Toranlagen. Man weiß heute aber: Fast alle Unfälle in den letzten Jahren hätten verhindert werden können, wenn die Tore, egal ob in Tiefgaragen oder auf Privatgelände, aktuellen technischen Standards entsprochen hätten.

nach obenStandard beim elektrisch angetriebenen Garagentor

Automatische Tore sollten, sobald sie auf ein Hindernis treffen, stoppen und sofort wieder hochfahren (Rücklauf-Funktion). Der Antrieb – in der Regel ein Elektromotor – überträgt seine Kraft meist über eine Kette auf das Tor. Stört ein Hindernis die Bewegung des Tores, braucht der Antrieb mehr Kraft zum Weiterbewegen des Tores als "normal". Dies registriert der Motor, stoppt und fährt zurück.

nach obenDie neue Norm

Die Toreproduktnorm für Garagentorantriebe, die DIN EN 13241-1, verpflichtet Hersteller, neue Torantriebe überprüfen und kennzeichnen zu lassen (z. B. vom TÜV), um zu gewährleisten, dass die Sicherheits-Anforderungen eingehalten sind und die Kraftumkehr einwandfrei funktioniert. Allerdings gilt die Norm nur für neue Tore. Es ist nicht vorgesehen, veraltete Antriebe in Privatgaragen überprüfen zu lassen, auch eine Nachrüstpflicht gibt es nicht. Hier gilt nur die grundsätzliche Fürsorgepflicht der Besitzer.

nach obenVeraltete Tore

Die Meisten wissen gar nicht, welche Gefahren von ihrem Tor ausgehen können, meint Wolfgang Raufer, Ingenieur beim TÜV Süd. Bei seiner Arbeit stößt er oft auf völlig veraltete Automatiktore. Die kennen nur "auf" oder "zu". Stoßen sie auf einen Widerstand, drücken sie trotzdem mit voller Kraft weiter.

Etwas neuere Modelle verfügen zwar schon über eine Rücklauf-Funktion: Beschädigungen, ausgeleierte Federn, Witterungseinflüsse oder Verschleiß können aber bewirken, dass sich die Kräfteverhältnisse zwischen Antrieb und Tor verschieben. Die Wucht eines schließenden Tores kann sich so von den maximal zulässigen 40 kg auf 100 kg und mehr (je nach Größe des Tores) erhöhen und birgt so ein erhebliches Verletzungspotential.

Aber auch Laufschienen, Torsionsfedern oder Halterungen können bei veralteten Toren zu schmerzhaften Quetschungen von Fingern oder Händen führen.

nach obenRisiko Selbsteinbau

Neben kompletten Automatik-Toranlagen gibt es in Fach- und Baumärkten Antriebe zum Nachrüsten – was natürlich zum Selbsteinbau anmiert. TÜV-Ingenieur Raufer mahnt zur Vorsicht. Nicht jedes Tor passt zu jedem Antrieb. Auch bei Komplettanlagen können besonders bei der Krafteinstellung folgenschwere Fehler passieren. Und laut Maschinenbau-Richtlinie gilt: Wer einen Antrieb einbaut, ist persönlich verantwortlich für die "Gesamtanlage Tor".

nach obenSicherheitsüberprüfungen

Ob Selbsteinbau oder Installation durch einen Fachbetrieb. Ein Automatiktor sollte regelmäßig durch einen Sachverständigen überprüft und ggf. eingestellt werden. Die erforderliche Messtechnik ist sehr teuer. In der Regel verfügen darüber nur Sachverständige, wie zum Beispiel TÜV-Stellen und viele Tor-Hersteller. Einige Hersteller bieten zumindest die erste Überprüfung sogar kostenlos an.

nach obenSicherheits-Check für Garagentore: Internetseite informiert ausführlich über neue Richtlinien

Unter www.sicheres-garagentor.de erhalten Familienheim und Garten-Leser umfangreiche Informationen rund um das Thema Sicherheit bei Garagentoren. Der Garagentorspezialist Hörmann hat Sicherheits-Checklisten für Schwing- und Sektionaltore entwickelt. Diese können Sie unter www.sicheres-garagentor.de als PDF heruntergeladen. Schwachstellen alter Garagentore werden darin anschaulich dargestellt – so, dass Sie wissen, worauf für ein Mindestmaß an Sicherheit zu achten ist.

Interessierte F+G-Leser können hier das Angebot nutzen und eine kostenlose Überprüfung durch einen lokalen Garagentorfachmann bequem anfordern.

check_schwing.pdf (134 KB)
Sicherheitscheck für Garagentore

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