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Laminatfußboden ist High-Tech

Oktober 2007  


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Wirft man einen Blick auf die insgesamt noch junge Geschichte des Laminatfußbodens, so hat sich in der Dekorentwicklung unheimlich viel getan. Ende der 80er Jahre kamen die ersten Laminatfußböden von Schweden aus auf den europäischen Markt. Helle Holznachbildungen waren das Thema der Stunde: Buche oder Ahorn im Schiffsboden-Muster. Man spricht hier von den Laminatfußböden der 1. Generation, die noch vergleichsweise einfach im Dekorbild waren. Schon wenige Jahre später wurden sie durch anspruchsvollere Dekore und andere Formate abgelöst.

3D-Optiken mit ausdrucksstarker Tiefenwirkung – sei es in Holz, in Stein oder als Kreativdekor – bestimmen heute das Angebot. Neue Drucktechniken wie der Laserdruck und der indirekte Tiefdruck ergänzen die bekannten Verfahren. Retro-Dekore in knalligen Grün- und Orangetönen mit geometrischen Mustern oder floralen Motiven bestechen durch ihre optische Tiefe. Ebenso innovativ präsentieren sich die modernen Industry-Dekore in Grau, Beige oder Schwarz, die besonders im Objektbereich gefragt sind. Die Formate werden insgesamt schmaler und länger. Schmale Dielen mit 70 mm Breite oder Langformate mit 2 m Länge setzen Trends.

Man darf gespannt sein, was noch kommt. Die Kreativität der Designer in den Entwicklungsabteilungen der Laminatbodenhersteller und Dekordrucker kennt offenbar keine Grenzen.

Attraktives Design, hohe Strapazierfähigkeit, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis – diese Eigenschaften des Laminatfußbodens sind allgemein bekannt. Aber dieser kreative Bodenbelag kann noch mehr.

Der Laminatboden von heute ist ein High-Tech-Produkt, das sich einen festen Platz am Markt erobert und seinen Preis hat. Ein guter, qualitativ hochwertiger Marken-Laminatboden ist kaum unter 20 Euro pro m² zu haben und bietet eine Vielzahl nützlicher Eigenschaften, die das Wohnen angenehmer machen.

Ein Blick in die Webseiten der im EPLF organisierten Hersteller zeigt dem interessierten Nutzer neben heute obligatorischen Standards wie leimlose Verbindungssysteme und Trittschalldämmung eine Fülle technischer Feinheiten, über die man nur staunen kann. Da gibt es zum Beispiel den Laminatboden mit integrierter Fußbodenheizung, Schnellverlege-Systeme, die nur noch in der Längsnut zusammengeklickt werden oder antistatische Oberflächen, die vermeiden, dass sich die Körperspannung beim Begehen auf den Boden überträgt oder diese in den Boden ableiten.

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Die Fugen können durch Abschrägen der Kanten gegen Stöße und Reibungen geschützt werden. Gegen Feuchtigkeit dagegen hilft ein spezieller Leim, der die Kanten versiegelt und nach innen abschließt. Brandneu: eine Beschichtung, die Schadstoffe aus der Raumluft neutralisiert und unangenehme Gerüche aufnimmt. Last but not least: Es gibt auch den feuchtigkeitsresistenten Laminatfußboden fürs Badezimmer.

Design und Technik gehen Hand in Hand, wenn man sieht, wie LED-Lichtsysteme effektvoll in den Laminatboden eingebaut werden – oder auch Kabelführungssysteme, die im Raum herumliegende Kabel elegant verschwinden lassen.

Der klassische Produktionsweg eines Laminatbodens ist die Beschichtung einer Trägerplatte mit einem Dekorpapier und einem Overlay aus Melaminharz. Inzwischen werden Laminatböden auch im Direktdruck-Verfahren produziert, bei dem die Trägerplatte direkt mit dem Dekor bedruckt und anschließend lackiert wird. Dies schafft neue Gestaltungsmöglichkeiten in der Optik und Haptik des Bodens.

Bei den Formaten und Mustern gibt es alles was gefällt. Besonders beliebt ist die Landhausdiele mit umlaufender V-Fuge, die ein natürliches, klassisch schönes Bodenbild bietet. Aber auch Schiffsboden- und 2-Stab-Muster haben weiterhin ihren Platz am Markt. Trendsetter sind die neuen, eleganten Schmaldielen mit etwa 130 mm Breite und Langdielen ab 1,80 m Länge.


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