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Telefonaktion: Glaukom (Grüner Star) und Makuladegeneration – Regelmäßig zur Augenkontrolle

Unterschiedliche Stadien des Glaukoms
© Archiv
Unterschiedliche Stadien des Glaukoms

Juli 2007 Großes Interesse fand unsere Telefonaktion zu den beiden chronischen Augenerkrankungen Glaukom und Makula-Degeneration am 23. Mai. Am häufigsten erkundigten sich die Anruferinnen und Anrufer nach erfolgversprechenden Behandlungsmethoden. Für alle, die nicht durchgekommen sind, haben wir nachfolgend die wichtigsten Fragen und Antworten noch einmal zusammengefasst. Unterstützt wurde die Aktion vom Deutschen Grünen Kreuz und der Initiative Auge e. V.

Wie merke ich denn, ob ich an einem Grünen Star leide?

Leider merken Sie davon lange Zeit meist überhaupt nichts. Das ist ja das Heimtückische an der Erkrankung. Irgendwann einmal fällt Ihnen vielleicht auf, dass Sie mit dem Bein an einen Stuhl oder Tisch gestoßen sind, den Sie gar nicht wahrgenommen haben. Beim Grünen Star verschwindet nämlich zuerst der Rand des Gesichtfeldes. Dann ist die Krankheit aber schon sehr weit fortgeschritten und die Schäden am Sehnerven bereits beträchtlich. Vorsorgen können Sie nur durch die rechtzeitige Früherkennungsuntersuchung beim Augenarzt.

Ab wann sollte man sich denn um eine Glaukom-Früherkennung kümmern, und was prüft der Augenarzt dabei?

Spätestens ab dem 40. Lebensjahr sollte man regelmäßig alle ein bis zwei Jahre einen Augenarzt aufsuchen und dabei auch an eine Glaukom-Früherkennung denken. Der Augenarzt misst dazu den Augeninnendruck, kontrolliert den Zustand des Sehnerven und prüft eventuell noch das Gesichtsfeld.

Stimmt es, dass die Glaukom-Früherkennung privat bezahlt werden muss?

Das ist richtig. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen schon seit einigen Jahren die Kosten für diese Untersuchung nicht mehr. Andererseits sollten die zirka 20 Euro kein Grund sein, auf diese wichtige Vorsorgemaßnahme zu verzichten. Dafür ist das Augenlicht einfach zu wertvoll.

Bei mir wurde vor einem halben Jahr der Grüne Star entdeckt, seitdem bekomme ich Augentropfen. Wie lange muss ich die nehmen?

Der Grüne Star ist eine chronische Erkrankung. Das heißt, Sie müssen die Tropfen sehr wahrscheinlich lebenslang verwenden. Mit den Tropfen soll der Druck im Auge wieder auf ein unschädliches Maß gesenkt werden. In der Regel klappt das sehr gut, wobei der Erfolg der Therapie regelmäßig kontrolliert werden muss. In einigen Fällen kann auch eine Operation helfen. Häufig muss aber auch danach noch weiter getropft werden.

Ich bin schon seit 15 Jahren Glaukom-Patientin. Dreimal täglich muss ich seither Augentropfen nehmen. Auf die Dauer ist das sehr lästig, und manchmal habe ich sie deswegen auch schon ganz weggelassen. Ich habe jetzt gehört, dass es auch einfacher geht, stimmt das?

In der Tat gibt es schon seit einigen Jahren modernere Glaukom-Medikamente, die nur noch einmal am Tag getropft werden müssen und den Druck trotzdem genauso wirkungsvoll oder sogar noch besser senken. Ein Beispiel dafür ist der Wirkstoff Latanoprost, der vermutlich auch deshalb weltweit am meisten verordnet wird. Auf keinen Fall sollten Sie aber Ihre Tropfen ganz weglassen, denn das kann dazu führen, dass die Krankheit weiter fortschreitet. Sprechen sie statt dessen mit Ihrem behandelnden Arzt, ob er Ihnen nicht etwas Moderneres verschreibt.

Meine Augenärztin hat mir eine neue Untersuchungsmethode empfohlen, die mit Laserlicht funktioniert. Lohnt sich das?

Sehr wahrscheinlich meint Ihre Ärztin damit die sogenannte Retinatomographie (HRT). Bei diesem Verfahren wird die Netzhaut und der Sehnervenkopf mit einem Laserstrahl abgetastet. Das ergibt ein sehr genaues, dreidimensionales Bild des Augenhintergrundes, mit dem der Arzt seine Diagnose eindeutiger stellen kann. Vorteilhaft ist die Methode aber insbesondere auch für die Therapiekontrolle, denn der Arzt kann feststellen, ob die verordneten Medikamente den erhofften Erfolg bringen. Die Retinatomographie bedeutet also mehr Sicherheit für Patient und Arzt. Die Untersuchung muss allerdings privat bezahlt werden, und nicht jeder Augenarzt verfügt über ein solches Gerät. Meist muss man dazu in ein spezielles Augendiagnostikcenter (ADC) oder eine Augenklinik gehen.

Mein Augenarzt hat mir erklärt, dass bei mir eine trockene Makula-Degeneration beginnt. Mein Sehvermögen ist aber noch gut, ich kann noch die Zeitung lesen. Kann ich nun irgend etwas für meine Augen tun?

Sie sollten sich vitaminreich und ausgewogen ernähren und am besten mit dem Rauchen aufhören, falls Sie dies noch tun. Darüber hinaus werden in Apotheken auch spezielle Nahrungsergänzungsmittel mit den Substanzen Lutein und Zeaxanthin angeboten, die bei der trockenen Makula-Degeneration helfen sollen. Das kann im einen oder anderen Fall und bei bestimmten Stadien der Erkrankung tatsächlich sinnvoll sein.

Ich habe eine feuchte Makula-Degeneration, und mein Sehvermögen wird zunehmend schlechter. Was kann ich tun?

Eventuell kommt bei Ihnen eine Spritzentherapie mit den neuen Medikamenten Macugen, Lucentis oder Avastin in Betracht. Der Erfolg dieser Behandlung hängt mit davon ab, in welchem Stadium sich die Makula-Degeneration befindet. Das kann Ihr Augenarzt mit Hilfe einer Fluoreszenz-Angiographie feststellen.

Ich soll demnächst am Grauen Star operiert werden, habe aber auch eine trockene Makula-Degeneration. Der Augenarzt meinte, durch die OP könnte sich die Makula-Degeneration eventuell verschlechtern. Was raten Sie mir?

Es besteht tatsächlich ein kleines Risiko, dass nach der Grauen-Star-Operation ein rascheres Fortschreiten der Makula-Degeneration eintritt. Das ist aber nicht bewiesen und man kann eine gewisse Vorsorge treffen. Vertrauen Sie hier bitte Ihrem behandelnden Augenarzt.


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Augen, Glaukom, Grüner Star, Makuladegeneration

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