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Grauwasser für die Toilette

Mit dem Intelligenten Wasser-Management kann der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch von 129 Liter auf 59 Liter pro Person und Tag reduziert werden.
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Mit dem Intelligenten Wasser-Management kann der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch von 129 Liter auf 59 Liter pro Person und Tag reduziert werden.

Mai 2007 Neben der Regenwassernutzung gewinnen aber auch die Grauwassernutzungsanlagen mehr und mehr an Bedeutung. Gerade bei Wohngebäuden ergibt sich eine gute Möglichkeit, das Wasser aus den Duschen und Badewannen wieder für die Toilettenspülung zu verwenden.


Das nur leicht verschmutzte Abwasser (Grauwasser) von der Badewanne, dem Waschtisch oder auch der Waschmaschine wird nach intelligenter Aufbereitung erneut im Gebäude verwendet. Zum Beispiel bei der Toilettenspülung.
© gep
Das nur leicht verschmutzte Abwasser (Grauwasser) von der Badewanne, dem Waschtisch oder auch der Waschmaschine wird nach intelligenter Aufbereitung erneut im Gebäude verwendet. Zum Beispiel bei der Toilettenspülung.
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Die Nutzung des Grauwassers erfordert dabei die getrennte Ableitung der Abwässer von Dusche, Badewanne und Handwaschbecken zur Grauwasseranlage hin. Hier wird jeden Tag wieder frisches Wasser an die Anlage abgegeben, was dazu führt, dass keine großvolumige Speicherung mehr erforderlich ist. Am nächsten Tag komm ja schon wieder das nächste Wasser. In zwei Schritten wird dieses Wasser dann durch eine spezielle Belüftung biologisch aufbereitet. Nach der biologischen Aufbereitung erfolgt dann die Filterung. In einer Membranfiltration mit einer Porengröße von 0,00005 mm erfolgt die sichere und vollständige Rückhaltung von Schmutzpartikeln. Somit können auch Bakterien, welche eine Größe von 0,001 mm haben, nicht durch diese Membran gelangen.

Das bevorratete Klarwasser wird genauso wie bei einer Regenwasseranlage zu den Toiletten gefördert. Die Trinkwassernachspeisung erfolgt bei Bedarf ebenfalls in den Klarwasserspeicher. Die Grauwasseranlagen werden ebenfalls auf die benötigten Volumenströme abgestimmt. So gibt es diese Technologie für die Kelleraufstellung im Einfamilienhaus bis hin zum Komplett-System, das in der Erde vergraben wird. Oftmals macht auch eine Kombination beider Techniken Sinn.

nach obenAlternative Wasserversorgung im Aufwind

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die alternativen Wasserversorgungsysteme weiter auf dem Vormarsch sind und auch die fortschreitenden Technologien eine immer weitergehende Nutzung und Kombination der Wässer ermöglichen. Auch auf Seiten der Behörden haben sich viele Sachverhalte geklärt, die noch vor einigen Jahren zu leidigen Diskussionen geführt haben. Das gehört nun jedoch im allgemeinen der Vergangenheit an und man trifft immer wieder auf gut informierte und offene Ansprechpartner, die bereits Erfahrungen mit Regenwassernutzungsanlagen haben. Grundsätzlich müssen Regen- und Grauwasseranlagen bei dem zuständigen Wasserversorger und dem Gesundheitsamt formlos angezeigt werden. Es besteht keinerlei Genehmigungsbedarf für Regen- bzw. Grauwasseranlangen. In einigen Kommunen muss für das Abwasser einer Regenwassernutzungsanlage eine Gebühr bezahlt werden. Dies ist jedoch von der örtlichen Abwassersatzung abhängig. Für Grauwasseranlagen muss keinerlei Abwassergebühr bezahlt werden, da man ja lediglich sein Trinkwasser zweimal nutzt, ehe es dann in die Kanalisation eingeleitet wird.

Die Entwicklung auf dem Sektor der Wärmeenergie macht uns eindrucksvoll vor, was der Wassertechnologie noch bevorsteht. Moderne Gebäude verfügen nicht nur über eine normale Heizungsanlage, sondern über ein individuelles Energie-Management, das sich durch die Ergänzung mit Solar- oder Erdwärme auszeichnet. Nun ist es an der Zeit, dass auch die Kombinationsfähigkeit der Wassertechnologien erreicht ist und auch hier die individuelle Lösung für das jeweilige Gebäude angestrebt werden sollte. Der angepasste Mix aus Trinkwasserversorgung, Regenwassernutzung und Grauwassernutzung entspricht somit einem intelligenten Wasser-Management.

nach obenVom Waschen

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Die Waschmaschine wird von den Regenwassernutzern seit vielen Jahren erfolgreich nicht mehr mit Trinkwasser, sondern auch mit Regenwasser betrieben. Die Ergebnisse und Erfahrungen sind eindeutig. Die Wäsche wird ebenso weiß, wie mit Trinkwasser gewaschen. Es besteht jedoch ein schöner Nebeneffekt darin, dass komplett auf Weichspüler verzichtet werden kann. Da kein Kalk im Regenwasser enthalten ist, wird die Wäsche so bereits angenehm weich. Ein weiterer Vorteil ist, dass nur noch etwa die Hälfte des Waschpulvers gegenüber Trinkwasser verwendet werden muss. Auch hier wirkt sich die Kalkarmut positiv aus. Somit entlastet die Wäsche mit Regenwasser bei halber Menge des Waschpulvers Umwelt und Geldbeutel. ****


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Grauwassernutzung, Toilettenspülung, Wasserversorgung

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