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Erfolgreiche Tiererziehung

Februar 2007 Als Hundehalter möchten Sie sich mit Ihrem Liebling einen stressfreien Restaurantbesuch gönnen? Bello bringt mit seinen 60 Kilogramm Körpergewicht auch Ihre standhaftesten Besucher ins Wanken? Wenn Ihr Guter naht, geraten Kinder und Jogger an den Rand eines Nervenzusammenbruchs – obwohl er doch nur spielen möchte?


nach obenWann sollte man mit der Hundeerziehung beginnen?

Möglichst früh, noch in der sogenannten Prägephase. In den ersten 16 bis 20 Lebenswochen lernen Hunde besonders schnell. In den ersten Lektionen sollte dem Junghund Stubenreinheit, Gewöhnung an Leine und Halsband sowie an seinen Schlafplatz vermittelt werden. Aber auch erwachsene Hunde, die wenig Gehorsam gelernt oder schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, können zumeist erfolgreich "umerzogen" werden. Mitunter sollte man jedoch fachlichen Beistand oder eine entsprechende Therapie in Erwägung ziehen.

nach obenWelches Vorwissen muss der Hundehalter haben?

Wer sich einen Hund ins Haus holt, sollte sich Rat zur Tat aus Literatur oder in der Hundeschule holen. Er sollte sich mit Rasse und Verhalten auskennen und die "Hundesprache" richtig deuten lernen. Hunde bedienen sich zur Kommunikation vorwiegend der Körpersprache. Natürlich müssen Hundehalter auch wissen, dass Hunde Rudeltiere sind, die sich dem Anführer – Herrchen oder Frauchen – gern unterordnen. Vorausgesetzt, die Führungsposition ist überzeugend besetzt. Deutliche "Chefsignale", die ermahnen – aber niemals schreien oder schlagen – unterstreichen, wer das Sagen hat. Auch gehorsames Verhalten muss immer Anerkennung finden, durch positive Signale wie etwa Lob oder Belohnung.

nach obenWelche Funktion haben diese Signale?

Der Hund lernt durch Erfahrung, Nachahmen, Ausprobieren – vor allem aber lernt er durch die Resultate seines Verhaltens: Erfolg oder Misserfolg. Positives Verhalten muss "von Erfolg gekrönt" sein, um zur Wiederholung zu motivieren. Setzt der Hund sich auf den Befehl "Sitz", wird er intensiv gelobt, gestreichelt, mit einem Leckerli belohnt. Negatives Verhalten sollte ignoriert oder – wenn unbedingt notwendig – mit leichter "Körperhilfe", die keine Schmerzen verursacht oder Angst macht, korrigiert werden.

nach obenWas sollte ein guter "Hundeflüsterer" noch beachten?

Das richtige Timing von Lob und Bestärkung. Hunde können sich nicht daran erinnern, was sie vor mehr als fünf Sekunden richtig oder falsch gemacht haben. Das entsprechende Signal muss sofort erfolgen. Auch Stimmlage, unverwechselbare Betonung und deutliche Aussprache sind für eine erfolgreiche Kommunikation wichtig. Gelobt wird in den höchsten Tönen – der Hund nimmt diese Stimmlage als besonders positiv wahr. Kommandiert, korrigiert oder getadelt wird mit tiefer, ernster Stimme.

Wer sich als "Rudelführer" nicht in Frage stellen lassen möchte, muss geduldig und konsequent sein. Nachgiebigkeit schadet dem Lernprozess. Wer keine Reaktion des Hundes erwirkt, lehrt das Tier, dass eine Reaktion nicht unbedingt erforderlich ist. Und: Insbesondere junge Hunde haben ein ausgeprägtes Ruhebedürfnis und dürfen nicht überfordert werden.

nach obenWelche Bedeutung kommt den Leckerlis zu?

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, hochwertige Leckerlis verstärken richtiges Verhalten. Von Schokolade oder ähnlich ungesunden "Snacks" ist abzuraten. Natürlich und gesund, schmackhaft und unparfümiert sollten Leckerlis sein. Artgerechte Leckerlis haben einen hohen Anteil an hochwertigem Fleisch, sind gut bekömmlich und fest verdaulich. Fleischmehle und Soja sollten tabu sein. Bei Leckerlis immer wichtig: Nicht die vorgesehene Tagesration überschreiten.

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