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Risiko aktiv senken − Opfer leiden lang – Prävention lohnt sich

Risiko aktiv senken - Opfer leiden lang – Prävention lohnt sich
Risiko aktiv senken - Opfer leiden lang – Prävention lohnt sich

Januar 2007 Ein Einbruch hinterlässt psychische Langzeitfolgen. Kriminologische Studien der Universität Saarland haben gezeigt, dass 87 Prozent der Einbruchsopfer Angst vor einem weiteren Einbruch haben. Viele Betroffene werden von Alpträumen geplagt, leiden unter Schlafschwierigkeiten oder Nervosität. Aktive Vorsorge senkt das Risiko, selbst Opfer zu werden, enorm. Wir sprachen über das Thema Einbruchschutz mit Diethard Schmale, Geschäftsleitung Vertrieb des Sicherheitsspezialisten Burg-Wächter.


Diethard Schmale
Diethard Schmale

Gibt es aktuelle Zahlen zum Thema Einbruchschutz?

Ja – und sie belegen deutlich, dass Prävention wirkt. Die letzte polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass die Einbruchzahlen seit 1993 um die Hälfte zurückgegangen sind. Gleichzeitig stieg der Anteil der versuchten Einbrüche: In Baden-Württemberg beispielsweise ist es bei 40 Prozent aller Wohnungseinbrüche beim Ansatz geblieben, in Hessen lag diese Quote bei 39, bundesweit bei rund 36 Prozent.

Beim Einbruch zählt jede Minute – wenn es nicht sofort klappt, suchen Eindringlinge ein neues Ziel. Das bestätigt auch eine Studie zur Wirksamkeit technischer Einbruchprävention, die die Ruhr-Universität Bochum im Auftrag des Deutschen Forums für Kriminalprävention durchgeführt hat: Tatobjekte werden zumeist spontan und aufgrund der sich bietenden "guten Gelegenheit" ausgewählt. Funktioniert der Einstieg nicht sofort, geben viele Täter rasch auf.

Grundsätzlich sollte man natürlich dafür sorgen, dass Wertgegenstände, also Bargeld, Schlüssel usw. im Haus nicht offen und gut sichtbar, etwa durch Fenster oder Terrassentür, herumliegen – das könnte Kriminelle zusätzlich anlocken. Besser ist es, diese Dinge in einem guten Tresor aufzubewahren.

Worauf sollte man beim Kauf von Sicherheitsprodukten für Türen und Fenster achten?

Ein empfehlenswertes Produkt bietet einen hohen Aufbruchschutz und ist leicht zu bedienen – denn nur dann nutzt man den Schutz auch tatsächlich im Alltag. Praktisch ist beispielsweise eine Fenstersicherung, die das Fenster automatisch beim Schließen sichert und sich per Knopfdruck, ohne Schlüssel, öffnen lässt. Für sichereren Schutz sorgt bei guten Produkten beispielsweise ein massiver Stahl-Riegelbolzen. Bei anderen Modellen verhindert ein sogenannter "Verkrallungseffekt" zwischen Rahmen und Flügel das Aufhebeln des Fensters.

Außerdem wichtig: Gute Fenstersicherungen sollten sich schnell und einfach montieren und massiv verankern lassen. Idealerweise gibt es zum Produkt einen speziellen Montageanker, der sich tief im Mauerwerk fixieren lässt. Und eine passende Montageschablone. Wer schon von außen ein klares Zeichen setzen will, kann auch vor gefährdeten Fenstern spezielle Sicherheitsgitter anbringen.


Der „BLOCKsafe B1“ sichert Fenster und Terrassentüren. Wichtig bei allen Sicherungen ist die solide Verankerung im Mauerwerk. Für eine optimale Fixierung sorgt der spezielle Montageanker „MA 99 Duo“ (rot gezeichnet).
© Burg-Wächter
Der „BLOCKsafe B1“ sichert Fenster und Terrassentüren. Wichtig bei allen Sicherungen ist die solide Verankerung im Mauerwerk. Für eine optimale Fixierung sorgt der spezielle Montageanker „MA 99 Duo“ (rot gezeichnet).
Praktisch und leicht zu bedienen: Die Fenstersicherung „WX 4“ ist schnell montiert, bietet hohen Schutz und verschließt automatisch.
© Burg-Wächter
Praktisch und leicht zu bedienen: Die Fenstersicherung „WX 4“ ist schnell montiert, bietet hohen Schutz und verschließt automatisch.

Welche Sicherheitsempfehlungen haben Sie für den Haustürbereich?

Sicherheit beginnt an der Haustür. Eine praktische und sichere Lösung ist ein elektronisches Haustürschloss. Es funktioniert mit einem persönlichen Zahlencode und schaltet die mit jedem Schlüssel verbundenen Risiken aus: Wer seine Haustür elektronisch verschließt, kann sicher sein, dass sich niemand mit verlorenengegangenen, gestohlenen oder kopierten Schlüsseln Zutritt verschafft. Dazu kommt der Komfort, den ein solches Schloss mit sich bringt: Keine lästige Schlüsselsuche mehr, kein Vergessen …


nach obenBasischeckliste Haussicherheit

Jede Frage, die Sie mit "Ja" beantworten, signalisiert eine Schwachstelle.

Fehlt ein Schutzbeschlag mit Zylinderabdeckung?

Marken-Schutzbeschläge bieten sichtbare Abschreckung und schützen gleichzeitig den Profilzylinder gegen Attacken.

Sind die Türbeschläge von außen aufgeschraubt?

Sichtbare Schrauben sind eine offene Einladung für Täter.

Ragt der vorhandene Profilzylinder mehr als 3 mm aus dem Beschlag heraus?

Schon 3 mm "Überstand" können leicht abgebrochen werden. Außerdem ist der Versicherungsschutz gefährdet!

Fehlt an der Eingangstür ein Zusatzschloss?

Ein Marken-Zusatzschloss bietet sichtbare Abschreckung und durch den zusätzlichen Sicherungspunkt mehr Stabilität.

Können unbekannte Besucher die Tür ganz aufstoßen, wenn Sie öffnen?

Ein Marken-Türzusatzschloss mit Sperrbügel verhindert den direkten Zutritt zu Ihrem Zuhause.

Fehlt ein Türspion oder ist ein solcher montiert, durch den Sie nur einen Teil des Eingangsbereiches sehen können?

Ein guter Türspion sollte unerwünschte Besucher in einem Weitwinkel von etwa 200 Grad sofort rundum sichtbar machen.

Fehlen an Ihren Fenstern zusätzliche Fensterschlösser?

Gefährlich! Bedenken Sie, die meisten handelsüblichen Fenster sind in nur 10 Sekunden aufgehebelt.

Fehlen an der Scharnierseite Ihrer Fenster zusätzliche Sicherungen?

Gefährlich! Scharnierseitensicherungen gehören zum Basisschutz, denn die beidseitige Absicherung von Fenstern und Terrassentüren erschwert das Aufhebeln von außen.

Fehlt für Rolläden die Sicherung von innen?

Gefährlich! Licht- und Sichtschutz reichen nicht. Nur Rolläden mit einem zusätzlichen Verschluss sind gegen unbefugtes Hochschieben von außen geschützt.

Sind die Kellerfenster ungesichert?

Gefährlich! Kellerfenster sind oft vergessene Einstiegsluken. Qualitäts-Vorhangschlösser sperren Einbrecher aus.

Lassen sich die Gitterroste von außen abheben?

Gefährlich! Auch Kellerschächte sind beliebte Einstiegsöffnungen. Marken-Gitterrostsicherungen verhindern wirkungsvoll das Abheben der Roste.


Lesen Sie weiter:
  • Gut gesichert! Dem Einbrecher zuvorkommen
    Eine erschreckende Zahl: Etwa alle drei bis fünf Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Und die Diebe schlagen nicht, wie man vermuten könnte, in der Dunkelheit zu: Acht von zehn Einbrüchen finden tagsüber statt. Etwa 30 Prozent aller Einbrüche werden am Wochenende verübt und 90 Prozent der Einbrüche finden bei Abwesenheit der Bewohner statt. Schaden pro Jahr: über eine Milliarde Mark – ganz zu schweigen von den immateriellen Werten, die die Betroffenen zu beklagen haben. Die Zahlen machen deutlich, wie wichtig es ist, Hab und Gut vor Einbrechern zu schützen.
  • Risiko aktiv senken - Opfer leiden lang – Prävention lohnt sich
    Ein Einbruch hinterlässt psychische Langzeitfolgen. Kriminologische Studien der Universität Saarland haben gezeigt, dass 87 Prozent der Einbruchsopfer Angst vor einem weiteren Einbruch haben. Viele Betroffene werden von Alpträumen geplagt, leiden unter Schlafschwierigkeiten oder Nervosität. Aktive Vorsorge senkt das Risiko, selbst Opfer zu werden, enorm. Wir sprachen über das Thema Einbruchschutz mit Diethard Schmale, Geschäftsleitung Vertrieb des Sicherheitsspezialisten Burg-Wächter.
  • Wann benötige ich einen neuen Türzylinder?
    Prüfen Sie anhand dieser Punkte, ob Sie eventuell auch Bedarf an einem neuen Exemplar haben.
  • Alarmanlagen – Überfall- und Einbruchmeldeanlagen
    Mechanische Sicherungen, die sinnvoll aufeinander abgestimmt sind, stehen an erster Stelle. Sie können dem Täter einen bestimmten Widerstand entgegensetzen und einen Einbruch unter Umständen verhindern.
  • Beim Tresorkauf auf Nummer sicher gehen! Was man vorher machen sollte…
    Ein Tresor muss her! Dreiste Einbrüche in benachbarten Wohngebieten haben den Entschluss beschleunigt. Aber welches Modell ist das richtige? Wieviel Platz braucht man? Und welches Produkt ist wirklich sicher? Der European Certification Boards-Security, Fire & Life Safety (ECB-S) in Frankfurt, die neutrale Zertifizierungsstelle für Wertschutzschränke, hat die wichtigsten Antworten für Tresorkäufer zusammengestellt:

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