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Mir wird's nicht zu bunt! − Mut zur Farbe

Mir wird es nicht zu bunt! - Mut zur Farbe
© Paint Quality Institute
Mir wird es nicht zu bunt! - Mut zur Farbe
Leuchtend weiße Blumenmotive sind mühelos angefertigt und erfrischen das Gesamtbild. Weniger auffällig, aber genauso geschmackvoll präsentiert sich ein reinweißer Raum, in dem nur eine einzige Wand pfirsichrot gestrichen wird.
© Paint Quality Institute
Leuchtend weiße Blumenmotive sind mühelos angefertigt und erfrischen das Gesamtbild. Weniger auffällig, aber genauso geschmackvoll präsentiert sich ein reinweißer Raum, in dem nur eine einzige Wand pfirsichrot gestrichen wird.

Mai 2006 Die aktuellen Farbtrends für Wohnraumwände bieten – von kräftig-dominant bis glänzend-elegant – viele Möglichkeiten, ganz individuelle Vorstellungen zu verwirklichen. Leuchtende Farbtöne, schmucke Verzierungen, dezente Putzstrukturen und andere Effekte lassen bisher langweilige Wände im Handumdrehen zu einem besonderen Blickfang werden.


Farbenqualität: Alipina
© Alpina Farben GmbH
Farbenqualität: Alipina
Farbakzente oder gemusterte Teilflächen können dabei ebenso eine Rolle spielen wie große Flächen in gedämpftem Grau oder weichen, hellen Pastelltönen. Warme, erdige Töne und Cremeweiß bleiben weiter aktuell. Der Retro-Trend bringt mit kräftigen Farben Wände zum Leuchten. Immer beliebter wird die Idee, ein Zimmer mit unterschiedlichen Farbtönen zu gestalten und auf diese Weise Akzente zu setzen. Bei gekonntem Farbeinsatz verwandeln sich ungemütliche Räume in echte Wohlfühloasen mit einmaliger Ausstrahlung. "Ganz wichtig dabei ist es, die Farben von Möbeln, Raumtextilien und anderen Einrichtungsgegenständen in die Überlegungen zur Farbwahl mit einzubeziehen", rät Farbdesignerin Petra Ruhnau, die für Alpina Farben stets nach neuen Trends Ausschau hält. Je nach gewünschter Wirkung können die Farben Ton in Ton oder in spannenden Kontrast-Kombinationen ausgewählt werden. Welche Farben harmonisch zueinanderpassen oder gelungene Kontraste ergeben, zeigt der Hersteller in interaktiven Übersichten auf seiner Internetseite.

Das Paint Quality Institute stellt die Wohnfarben der Frühjahr-/Sommer-Saison vor: Warme Naturfarben, kräftiges Pfirsichrot und faszinierende Schablonier-Techniken werden in den nächsten Monaten den Ton angeben.

nach obenRomantische Blumenmuster: Pastellfarben und Wandaccessoires

Blümchentapeten sind wieder in! Verspielt, aber garantiert nicht bieder wirkt die neue Interpretation der traditionellen Wandbekleidung. Grazile Blumen werden freihand mit einem dünnen Pinsel und sanften Pastelltönen auf die Wand gemalt. Der besondere Clou sind Schmetterlinge und Blumen aus Stoff, die an die getrocknete Wand geklebt werden und den Raum dreidimensional erscheinen lassen.

nach obenFarbqualität

Bei der Auswahl der Farben für Malerarbeiten im eigenen Zuhause sollte man auf die richtige Qualität achten. Denn mit einer minderwertigen Farbe, die beim Aufrollen stark tropft und nach dem Trocknen nicht gleichmäßig deckt, kann keine rechte Freude aufkommen. Hochwertige Produkte decken meist schon beim ersten Anstrich und lassen sich perfekt abtönen.

nach obenNeue EU-Richtlinie verschärft Grenzwerte für Lösemittel

In der europäischen Farben- und Lackindustrie dürfte es in der nächsten Zeit einige Bewegung geben. Denn zum 1. Januar 2007 greift die erste Stufe einer neuen EU-Richtlinie zur Schadstoffreduzierung in Farben, Lacken und Lasuren. Auch für deutsche Heimwerker ist dieses Thema interessant, da die Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht Auswirkungen auf die Sortimentsgestaltung der Baumärkte hat: Bis zur zweiten Stufe im Jahr 2010 werden lösemittelhaltige Anstrichmittel wohl weitgehend vom Markt verschwunden sein. Das Paint Quality Institute (PQI) sieht in dieser Entwicklung Vorteile für Verbraucher. Auf den Produktetiketten müssen die entsprechenden Grenzwerte sowie der maximale VOC-Gehalt (Schadstoffe einschließlich flüchtiger organischer Verbindungen) des gebrauchsfertigen Produkts in Gramm/Liter angegeben werden. Da viele Baumarktunternehmen mit dem Angebot von Eigenmarken ebenfalls auf Herstellerseite zu sehen sind, stehen auch sie in der Pflicht.

nach obenVon der Rolle bis zum Pinsel

Für einen gelungenen Anstrich sind qualitativ hochwertige Streichwerkzeuge Voraussetzung. Das Streichen von Wänden und Neulackieren von Fenstern, Türen oder Heizkörpern ist selbst für ungeübte Heimwerker in der Regel kein Problem. Für ein zufriedenstellendes Ergebnis muss allerdings nicht nur der Untergrund gut vorbereitet sein und die Farbqualität stimmen. Auch die Qualität des Pinsels oder Farbrollers spielt eine entscheidende Rolle. Denn qualitativ hochwertige Werkzeuge ermöglichen einen gleichmäßigen Anstrichfilm, sorgen für eine gute Deckkraft, bieten so eine längere Haltbarkeit sowie bessere Reichweiten und versprechen obendrein noch mehr Spaß an der Arbeit.

Qualität lässt sich beim Pinselkauf auf einen bis zwei Blicke leicht erkennen. Bei hochwertigen Pinseln sind die Borsten durch einen Hohlraum geteilt, der dafür sorgt, dass die Farbe im Pinsel gehalten und tropffrei aufgetragen werden kann. Aus dem gleichen Grund sitzen in der Mitte längere Borsten als an der Außenseite. "Haarende Pinsel hinterlassen beim Farbauftrag unerwünschte Spuren", warnt Ludger Küper, Direktor des Paint Quality Institute, "beim Kauf sollte man daher darauf achten, dass der Pinselkopf mit einem rostbeständigen Metallring umfasst ist. Dieser sorgt für einen besseren Halt der Borsten."

nach obenWohlfühl-Werkstoff für ein perfektes Raumklima

Nicht immer leisten die eigenen vier Wände einen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden. So werden Fenster und Türen immer dichter. Die Folge ist oftmals eine viel zu hohe Luftfeuchte als Folge mangelnden Luftaustauschs. Schadstoffe aus verschiedenen Quellen konzentrieren sich in der Raumluft und können so zu einem Gesundheitsrisiko werden.

Mit Rotkalk von Marmorit, einem Kalkputzsystem der Extraklasse, lässt sich dieses Problem auf eine ganz natürliche Weise lösen. Überschüssige Luftfeuchte kann in großen Mengen aufgenommen, gespeichert und bei Bedarf wieder abgegeben werden. Dieses Aufnahmevermögen – bei durchschnittlicher Raumgröße 17 Liter Wasser – ist Garant für ein gesundes Wohlfühlklima rund um die Uhr.

Wände mit Rotkalk
© Krautol-Werke GmbH
Wände mit Rotkalk
Wird die Luftfeuchte im Raum dauerhaft auf einem niedrigen Wert gehalten, haben Schimmelpilze keine Chance, sich anzusiedeln. Außerdem enthalten mit Rotkalk gestaltete Wände ein natürliches Mineral, die sogenannten Zeolithe. Die besitzen Poren, deren Durchmesser weniger als ein Millionstel Millimeter beträgt. Durch diese Porenstruktur ergibt sich bei einem durchschnittlich großen, so verputzten Raum die gigantische Oberfläche von 18.000.000 m² – das entspricht der Fläche von 2.000 Fußballfeldern! Darüber hinaus bietet Rotkalk alle Möglichkeiten für eine anspruchsvolle und individuelle Raumgestaltung. Das Rotkalk-System gibt es von gefilzten Oberflächenstrukturen, über dekorativen Marmor-Feinabrieb für eine besonders edle Oberfläche bis hin zur Farbe.

nach obenWahl des Werkzeugs hängt vom geplanten Anstrich ab

Die Wahl des passenden Werkzeugs richtet sich jedoch auch nach dem Anstrichvorhaben. Farbroller eignen sich zum Beispiel am besten um Wände zu streichen. Qualitätswalzen zeichnen sich dadurch aus, dass sie dicker und aus widerstandsfähigerem Flor sind. Die qualitativ niedrigen Walzen werden als Vestan bezeichnet. Farbwalzen auf Basis von Polyacryl, Lammfell oder Polyamid zählen zu den besseren, bzw. guten Qualitäten. Sie können mehr Farbe aufnehmen, tropfen und spritzen nicht und tragen die Farbe gleichmäßig, glatt und effizient auf. Für Farbwerkzeuge gilt, dass Qualität seinen Preis hat. "Orientiert man sich bei der Wahl des Werkzeuges am Preis, so kann man davon ausgehen, bei den teureren Produkten tatsächlich auch die beste Qualität gewählt zu haben", so die Empfehlung von Küper.

Welcher Pinsel für den Anstrich der richtige ist, hängt auch von der Farbe ab. Synthetik-Borsten sind bei Acrylatfarben vorzuziehen, da Naturmaterialien dazu neigen, Wasser aufzusaugen und dann ihre Form zu verlieren. Naturborstenpinsel eignen sich dagegen für Anstrichmittel auf Kunstharzbasis und für Farben, die Alkohol, Farb- oder Lackverdünnung enthalten. "Alle Pinsel sollten vor der Benutzung getränkt werden – bei Verwendung von Acrylatfarben in Wasser, bei Farben auf Kunstharzbasis in Farbverdünnung", empfiehlt Ludger Küper. Der Experte weist außerdem darauf hin, dass die Pinsel und Farbroller, bevor sie das erste Mal in Farbe getaucht werden, ausgewaschen werden müssen.

nach obenWas tun, wenn beim Streichen die Nase läuft?

Zuviel oder zuwenig Farbe – beides kann der Grund sein, warum Farbe nach dem Auftragen verläuft und sogenannte "Nasen" bildet. Doch ein paar Tricks verhindern ein ungleichmäßiges Anstrichergebnis: Solange die Farbe noch nass ist, können entstandene Nasen mit dem Pinsel oder der Rolle verstrichen werden. Aufwendiger wird es, wenn der Anstrich bereits getrocknet ist. In diesem Fall heißt es, Nasen abschleifen und mit unverdünnter Farbe neu streichen.

Da sich gerade bei der Verarbeitung von Lacken schnell unschöne Tropfen bilden, empfiehlt es sich, den Lack zuerst längs in Bahnen aufzutragen, dann ohne neuerliche Farbaufnahme quer zu verteilen und anschließend noch einmal in Längsrichtung zu streichen. Generell neigen Kunstharzlacke deutlich mehr zur Nasenbildung als die umweltfreundlichen Acryl-Lacke.

Grundsätzlich gilt: Farbe weder zu großzügig auftragen noch zu stark verdünnen; besser zwei dünne Schichten nacheinander aufbringen, als eine zu dicke; sehr kühle oder sehr feuchte Arbeitsbedingungen vermeiden; glänzende Flächen vorher abschleifen; Türen sollten zum Lackieren ausgebaut und waagerecht gelegt werden.

nach obenDas PQI-Farbrad

Die Gestaltung mit Farbe verlangt nicht nur Geschmack und Experimentierfreude, sondern auch ein gewisses Know-how. Oft ist es vor dem Streichen schwer abzuschätzen, ob die gewählten Lieblingsfarben auch zusammenpassen. Das PQI-Farbrad schafft jetzt Abhilfe: Durch Drehen der bunten Scheibe erstellen Sie Ihr persönliches Farbharmonie-Diagramm. Es zeigt Ihnen, welche Farbtöne gut miteinander harmonieren und wie das Mischverhältnis zweier Farben sein muss, um den gewünschten Ton zu erhalten. Das Farbrad kann gegen eine Schutzgebühr von 15 Euro inklusive Porto hier bestellt werden: Rohm and Haas Deutschland GmbH, Paint Quality Institute, In der Kron 4, 60489 Frankfurt

nach obenWenn Badezimmerwände Farbe bekennen

Bunte Badezimmerwände
© Ici Paints Deco GmbH (Dulux)
Bunte Badezimmerwände
Der Trend, weg vom Standardweiß hin zu farbigen Akzenten und ungewöhnlichen Kombinationen verschiedener Materialien wie Holz, Schiefer, Kork oder auch einfach glatt verputzten Wänden hat Einzug in private Nasszellen gehalten. Ein flexibles und gleichzeitig preisgünstiges Kombinationselement ist auch der gute alte Anstrich mit Farben, die sich für Feuchträume eignen. Dulux hat beispielsweise eine spezielle Bad- und Küchenfarbe in sieben Tönungen entwickelt, die sich leicht und sauber auf Putz, Rauhfaser oder überstreichbaren Tapeten verarbeiten lassen. Kombiniert mit farblich passenden Accessoires wie Duschvorhang, Handtüchern oder Badematten bieten sie die ideale Grundlage für einen individuellen Erholungsort zu Hause.

Während bei der gepflegten Kachelwand stets aufwendige Putzaktionen inklusive scharfer Reiniger einhergehen, wirken die Badfarben von Dulux schmutz- und schimmelabweisend bei gleichzeitiger Blauer-Engel-Qualität.

nach obenHersteller-Adressen

  • Akzo Nobel Deco GmbH (Glasurit), Vitalisstraße 198-226, 50827 Köln
  • Alpina Farben GmbH, Roßdörfer Straße 50, 64372 Ober-Ramstadt www.alpina.de
  • Dyrup Deutschland GmbH (Bondex), Klosterhofweg 64, 41199 Mönchengladbach
  • Ici Paints Deco GmbH (Dulux), Itterpark 2-4, 40724 Hilden
  • Krautol-Werke GmbH & CO. KG, Werner-von-Siemens-Straße 35, 64319 Pfungstadt
  • Paint Quality Institute, In der Kron 4, 60489 Frankfurt am Main www.farbqualitaet.de
Bild 3
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Farbe, Farben, Farbtrends, Pinsel, Raumklima, Wand, Wandaccessoires, Wandfarbe, streichen

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Diesen Artikel kommentieren (1)

1
|
22. Oktober 2017

Chris

Ich hatte damals mein Wohnzimmer selber gestrichen und die Farbe selber gewählt. Auf dem "Papier" sah die Farbe ganz anders aus und gut gestrichen habe ich auch nicht. Aber ich werde tatsächlich den Mut fassen und es neu streichen...lassen. Für dieses Projekt werde ich eher ein Malereibetrieb anheuern, denn sowie das Wohnzimmer jetzt aussieht, ist eine Zumutung.

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