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Frühjahrs-Check am Haus

Hat der Winter Spuren hinterlassen? - Frühjahrs-Check am Haus
© Lentner
Hat der Winter Spuren hinterlassen? - Frühjahrs-Check am Haus

April 2006 Nach Angaben der Meteorologen war dieser Winter besonders kalt und intensiv. Frost und viel Schnee haben an vielen Gebäuden ihre Spuren hinterlassen. Prüfen Sie deshalb, ob auch Ihr Haus Schäden davongetragen hat.


  • Gefährdet ist der Sockel des Außenmauerwerks. Hier häuft sich gern Schnee an und taut durch die Wärme des Hauses auf. Das Wasser zieht in den Verputz und Frost in der Nacht sprengt ihn auf. Leichtes Klopfen macht hohle Stellen (lockeren Putz) deutlich.
  • Die Außentüren müssen im Winter viel verkraften. Speziell an der Anschlagschiene im Fußboden dringt häufig Wasser ein und sickert dann unter den Estrich. Kontrolle auf dichte Verfugung ist deshalb genauso wichtig, wie die Prüfung der hölzernen Zargen, die links und rechts der Anschlagschiene in den Fußboden eingelassen sind.
  • Wer seinen Blick für Fugen und Feuchtigkeit an Sockel und Haustür geschult hat, sollte auch die Fenster-Sohlbänke kontrollieren. Ob verputzt, mit Ziegeln oder Fliesen belegt, hier ist eine Schwachstelle. Unter den Sohlbankbelag eingesickerte Feuchtigkeit hebt bei Frost die Platten ab oder drückt die Mörtelfugen auseinander.
  • Ein Blick in den Kellerlichtschacht genügt, um festzustellen, ob eine Reinigung notwendig ist. Hier fliegt viel Schmutz hinein und lagert sich als feuchte Schicht ab. Grundsätzliche Abhilfe bietet eine schräg über den Lichtschacht ans Haus gestellte Glas- oder Kunststoffplatte.
  • In den letzten 20 Jahren ist es üblich geworden, die Fensterzargen, gleich ob aus Holz oder Kunststoff, dauerelastisch einzufugen. Doch so elastisch wie versprochen sind die Fugenfüller meist nicht und reißen deshalb nicht selten von der Wand oder vom Fenster ab, was zum Eindringen von Wasser führt, das dann nur schwer wieder austrocknen kann.
  • Mit dem eigenen Fernglas ist meist eine ausreichende Kontrolle des Schornsteinkopfes möglich. Da er anfangs viele Jahre keine Probleme macht, wird er gern vergessen. Doch Wärme und Agressivität der Heizungsabgase machen Mauerwerk mürbe. Auch wenn ein NiRo-Rohr eingezogen ist sollte der Schornstein immer im Auge behalten werden.
  • Dachflächenfenster, Dachluken und Ausstiege sind meist gut in die Dachfläche eingedichtet. Doch sommerliche Hitze und winterliche Kälte können zu erheblichen Spannungen in den Materialien führen. Deshalb sollten die Eindichtungen immer wieder kontrolliert werden. Möglichst kurz nach Schnee- oder Regenschauern. Nur dann verraten Wasserspuren auf dem Dachboden undichte Stellen im Dach.
  • Dachrinnen und Schutzbleche an Balkonen und Terrassen sind zwar langlebig, aber keineswegs wartungsfrei. Auch Zinkblech korrodiert im Laufe der Jahrzehnte und Kunststoff mag keine tiefen Temperaturen. Eisdruck kann fast alle Materialien sprengen. Deshalb frühzeitig Risse aufspüren!
  • Die Anschlüsse von Vordächern, Balkonen, Erkern und Anbauten sollten mindestens zweimal im Jahr kontrolliert werden. Nicht nur weil Feuchtigkeit in Mauerfugen eindringen kann, auch statische Kräfte (Belastungen, Erschütterungen, Winddruck) können an den Verankerungen zerren und Dichtungen aufreißen lassen.
  • Während Sicht- und Klinkermauerwerk nur in großem zeitlichen Abstand einer Kontrolle bedarf, gilt dies nicht für verputzte Fassaden und Anstriche. Hier bereiten besonders die kaum erkennbaren Haarrisse Probleme. Einsickerndes Wasser kann im nächsten Winter ganze Putzflächen absprengen.

Wer jetzt kontrolliert kann die Schäden meist noch "auf frischer Spur" ermitteln. Reparieren sollte man indes im Sommer bei Wärme und trockenen Bauteilen.

Alternativen fürs Dach

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