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Zwischen Tür und Angel − Rund um die Zimmertür

© Herholz

Januar 2006 "Durch die Tür gehen wir und durch die Fenster sehen wir. Das muss als Grundvoraussetzung reichen." Grundsätzlich hat der Mensch, der mir diesen Satz einmal in mein Notizheft diktierte, den Nagel auf den Kopf getroffen. Und das tut bekanntlich weh. Denn Türen sind in der heutigen Zeit mehr als ein ansehnlicher, beweglicher Verschluss von Mauerlöchern.


Ein gutes Wohngefühl hängt vom Identifikationswert ab, den ein Haus bietet. Nur wer sich in seinem Heim wohl fühlt, kommt gern nach Hause. Erst die mit Bedacht ausgewählten Innentüren sorgen für die besondere Note. Zu einer guten Adresse gehört deshalb ein "Ambiente mit Ausdruck". Ob Massivholz oder MDF-Platte, all diese Materialien bieten beste Voraussetzungen für die individuelle Gestaltung. Stets sollte es sich dabei um hochwertige Türen handeln, die gutes Aussehen mit exzellenter Schalldämmung und Dichtigkeit verbinden. Kostspielige Wärmeverluste, Wind oder Lärmbelästigungen gehören damit der Vergangenheit an.

Die am Markt verfügbaren Innentüren-Programme umfassen viele Stilrichtungen – von klassisch bis avantgardistisch. Damit nehmen auch sehr persönliche Vorstellungen formvollendet Gestalt an. Farbenfroh und besonders abwechslungsreich gestaltete Türen verwandeln schlichte Wände in einen Blickfang. Stilistisch zurückhaltende Türen runden die Optik schmuckreicher Wände ab. Hilfreich bei der Entscheidung für neue Türen sind die meist umfangreichen Broschüren der Hersteller.

nach obenTipps rund um die Zimmertür

Wertvolle Tipps zum Thema Innentüren gibt Andreas Struthmann, Schreiner und Türenspezialist aus Hennef/Sieg.

Unglück und Glück kommen durch dieselbe Tür, hat mal ein weiser Mann gesagt. Damit die Tür selbst aber nicht zum Unglücks-, sondern zum Glücksfall wird, möchte ich Ihnen einige wichtige Informationen nicht vorenthalten:

Zimmertüren bestehen aus Türblatt und Zarge oder Blockrahmen. Die Einlage der Türblätter kann aus Wabe, Röhrenspansteg, Röhrenspanplatte oder Vollspanplatte sein. Der Rahmen ist meist aus massiven Fichtenholz-Anleimern hergestellt und dann überfurniert, überfoliert oder kunststoffbeschichtet.

Bild 1
© Eckermeier, Manfred
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Zargen bestehen meist aus Spanplatte und sind ebenfalls überfurniert, überfoliert oder kunststoffbeschichtet. Die Zierbekleidungen werden aufgeschoben und überdecken einen Verstellbereich der Wandstärke von -5 mm bis +15 mm. Blockrahmen sind meist aus massivem Holz zum Aufschrauben auf die Wand. Zargen beinhalten die Umfassungszargen mit Falz und Zierbekleidung, eine 3-seitige Gummidichtung auf der Falzseite, (Bild 1) das Schließblech und Bandtaschen mit Bändern.

nach obenAufmaß

Bild 2
© Eckermeier, Manfred
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Türbreiten richten sich nach den Rohbaurichtmaßen. Das Rohbaurichtmaß ist das lichte Loch zwischen den Steinen. Standardbreiten sind 635/760/885 und 1.010 mm, Standardhöhen 2.010 und 2.135 mm. Die Umfassungszargen sind für Standard-Wandstärken von 80/120 /140/160/200/260/280/300 und 320 mm vorgesehen (Bild 2).

nach obenMontage

Bild 3
© Eckermeier, Manfred
Bild 3
Vor der Montage wird noch einmal Maß genommen, um Breiten und Höhen zu überprüfen. Danach werden die Zargen-Einzelteile in den Ecken (Gehrungen) sowie die Zierbekleidung verleimt und verschraubt. Am Sockel wird ein Distanzbrett als Transporthilfe und Abstandshalter befestigt. Danach stellt man die Zarge ins Mauerwerk und richtet zuerst die Höhe, dann die senkrechten Teile mit der Wasserwaage aus. Bei Fliesenböden und Fußbodenheizung wird die Zarge zwei Millimeter im Sockel unterfüttert. Jetzt verkeilt man die Zarge im Gehrungsbereich und hinterfüttert sie an den Bändern mit druckfesten Hölzern. Das Türblatt wird eingehängt und auf Gangbarkeit geprüft. Nun werden Kanthölzer mit Spreizen (Bild 3) eingesetzt und die Zarge mit 2-Komponenten-Schaum eingeschäumt. Dabei sind unbedingt die Hinweise der Hersteller zu beachten. Ist der Schaum ausgetrocknet, wird die Zierbekleidung aufgesetzt, der Sockelbereich dauerelastisch versiegelt und die Drückergarnitur montiert. Fertig ist die neue Tür.


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