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Auf den Hund gekommen

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Dezember 2005 Verständnis für andere, Toleranz und Mitgefühl sind Werte, die in der heutigen (Leistungs-)Gesellschaft immer weiter in den Hintergrund treten. Computer, Internet und Videospiele verstärken den bedenklichen Trend zum Einzelkämpferdasein.


Um so positiver ist es, dass sich viele Kinder ein eigenes Heimtier wünschen: Denn Tiere fördern die soziale und emotionale Kompetenz eines Menschen. Besonders im engen Für- und Miteinander mit einem Hund lernen Kinder, auf die Bedürfnisse eines anderen Lebewesens einzugehen und Verantwortung zu übernehmen. Sie erleben, wie wertvoll es sein kann, eigene Wünsche zurückzustellen und Kompromisse zu machen. Eine Erfahrung, die belohnt wird durch gemeinsame Aktivitäten und die emotionale Bindung des Tieres.

Eine Untersuchung bei Grundschülern zeigte, dass Kinder, die mit einem Heimtier aufwachsen, weniger aggressiv sind, sich mit ihren Mitschülern besser vertragen und ein ausgeprägteres Sozialverhalten zeigen. Außerdem sind sie seelisch ausgeglichener, fröhlicher, einfühlsamer und erfüllen ihre täglichen Pflichten pünktlicher, ohne sich darüber zu beschweren.

Traurig also, dass manchen Kindern vermittelt wird, Hunde seien mit Vorsicht zu genießen oder gar zu meiden. Ein Trend, der für die Entwicklung der Kinder keineswegs förderlich ist. Im Gegenteil, er schürt Vorurteile, Schwarz-Weiß-Malerei und Intoleranz. Besser ist es, Kindern den richtigen Umgang mit Hunden zu vermitteln und ihnen deutlich zu machen, wie wichtig es ist, Hunde verantwortungsvoll zu halten. Denn Hunde leisten an der Seite des Menschen, insbesondere auch an der von Kindern, einen überaus wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft.

Der Deutsche Kinderschutzbund dazu: "Die Beziehung zwischen Kind und Hund hat einen hohen pädagogischen Wert. Wenn sich ein Kind einen Hund wünscht, so ist dies ein Zeichen für seine intakte, seelische Entwicklung."

nach obenAlso einen Hund zu Weihnachten verschenken?

Bernhard Meyer vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e. V., Dortmund, rät dringend davon ab: "Ein Hund kann 10 bis 15 Jahre alt werden. Und so lange ist man für ihn verantwortlich. Daher sollte der Kauf eines Vierbeiners reiflich überlegt und die ganze Familie – nicht nur der Beschenkte – damit einverstanden sein."

Auch sollte man sich kritisch fragen, ob man dem Tier auch wirklich ein hundegerechtes Leben bieten kann. Ist immer jemand zu Hause, der sich mit ihm beschäftigt, ihn regelmäßig füttert und täglich mit ihm spazieren geht? Auch während des Urlaubs muss für den Hund gesorgt sein: Sei es, dass man ihn mitnimmt oder sich um ein Ferienquartier bemüht.

"Die Weihnachtszeit mit all ihrer Hektik ist am wenigsten geeignet zum Hundekauf", meint der VDH. Denn gerade in der ersten Zeit braucht das neue Familienmitglied intensive Zuwendung und Ruhe zur Eingewöhnung.

Sobald man sicher ist, dass die ganze Familie für einen Hund bereit ist, kann man schon vor den Feiertagen einen Termin mit einem Züchter der gewünschten – und geeigneten Rasse – vereinbaren, bei dem der Beschenkte sich dann nach den Feiertagen "seinen" vierbeinigen Kameraden selbst aussuchen darf. Hundekauf ist Vertrauenssache. Daher wendet man sich am besten an einen Züchter, der Mitglied bei einem dem VDH angeschlossenen Rassehundeverein ist. Dort kann man davon ausgehen, einen gesunden und gut sozialisierten Welpen zu bekommen.

nach oben"Bello kann auch anders" – mit leisen Tönen zum ruhigen Hund

Hunde, die häufig bellen, können uns sprichwörtlich auf die Nerven gehen. Und auch für den Hund ist das Bellen kein Vergnügen. Im Gegenteil: oft ist es Ausdruck von Aufregung und Unsicherheit. Da ist es am Menschen, richtig zu reagieren.


"Wir dürfen auf keinen Fall mitbellen, also nonstop auf den Hund einreden", betont Christiane Blenski, Autorin des Ratgebers "Hunde erziehen, ganz entspannt". "Je gelassener und souveräner wir Menschen am oberen Ende der Leine uns verhalten, desto mehr orientiert sich der Hund an uns und er bleibt ruhig in jeder Hinsicht."

Hat sich der Hund bereits in Rage gebellt, nimmt man ihn wortlos beiseite oder bringt ihn ins Haus. "Der Hund darf mit seinem Bellen keinen Erfolg haben, denn erfolgreiches Verhalten wird von Hunden wiederholt eingesetzt – darum verbellen sie auch Postboten. Der Hund weiß ja nicht, dass der Mensch von der Post auch ohne sein Bellen sofort wieder gehen würde."

Bei kurzbeinigen Vielbellern hilft es, das Revier zu verkleinern. Große Gärten mit langen Zaunstrecken sind für sie nicht zu überblicken und damit aus ihrer Sicht schwer zu bewachen. Ihr Bellen zeigt, wie sehr sie diese Situation aufregt und stresst. Zur Ruhe kommen sie ganz einfach, steckt man ihnen ein Areal innerhalb des Gartens ab, das ihnen eindeutig keinen Wachhunddienst abverlangt.

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