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Tiere beim Arzt

Wartezimmer beim Tierarzt
© IVH
Wartezimmer beim Tierarzt

April 2005 Jedermann kennt die oft unumgängliche, nichtsdestoweniger für viele Menschen leidvolle Situation im Wartezimmer des Zahnarztes. Die Stimmung der Tiere im Wartezimmer eines Tierarztes – eine Mischung aus Angst, Spannung und Aufmerksamkeit – lässt sich damit sehr gut vergleichen.


Hunde können beispielsweise auf das Ereignis "Tierarzt" sehr unterschiedlich reagieren. Wie, das hängt ab von ihrer Erziehung, ihrem Selbstvertrauen, ihrem Zutrauen zu ihrem Besitzer und natürlich von ihrem Wesen.

So gibt es genügend Hunde, die auf Kommando in der Lage sind, hohe Steilwände zu überspringen oder andere Leistungen zu vollbringen, die aber nicht genug Vertrauen in ihr Frauchen oder Herrchen haben, die für sie unüberschaubare Situation beim Tierarzt zu verkraften. Ein solcher Hund kann von seiner Angst geradezu überwältigt und dann in seiner Gemütsverfassung gefährlich werden.

Auch in der Tierarztpraxis macht sich eine gute Erziehung, bei der der Vierbeiner vor allem das Vertrauen in seinen Halter lernt, sehr positiv bemerkbar. Ein gut erzogener Hund wird auch im Wartezimmer des Tierarztes – wenn auch möglicherweise mit zitternden Flanken – ruhig bleiben und gehorsam neben seinem Herrn sitzen.

Wenngleich das Verhältnis zwischen Hunden und Katzen auf offener Straße sehr gespalten ist, gelten im Wartezimmer des Tierarztes andere Gesetze. Selbst passionierte Katzenjäger schauen hier durch ihr gern gejagtes Objekt hindurch, denn jeder hat genug mit sich selbst zu tun, keinem steht der Sinn nach Beute.

Katzen
© IVH
Katzen
Aber auch Katzen sind nicht gern beim Tierarzt. Da die meisten "Miezen" nur selten transportiert werden, sind sie schon deswegen aufgeregt, weil sie – und dies gegen ihren Willen und nicht auf eigenen Pfoten – in eine fremde Umgebung gelangt sind. Oft werden sie dann auch noch in denkbar ungeeigneten Behältnissen transportiert: Einkaufstaschen, Kopfkissenbezüge, Kartoffelsäcke oder Pappkartons eignen sich nur dazu, der Katze noch größere Angst zu machen.

Außerdem sind Katzen wahre Entfesselungskünstler, wenn es darum geht, aus solchen Behelfsbehältnissen auszubüchsen. Auf belebten Straßen kann das böse ins Auge gehen. Viel besser eignen sich da höhlenartige Körbe mit einem verschließbaren Gitter oder spezielle Katzen-Transport-Container oder -Taschen; sie ermöglichen dem Tier sowohl Sicht ins Freie als auch die schützende Rückzugsmöglichkeit ins Dunkle. Richtig transportierte Tiere bleiben wesentlich ruhiger, was schließlich auch die Arbeit des Tierarztes erleichtert.

Kind mit Hase
© IVH
Die ganz kleinen Hausgenossen wie Goldhamster, Meerschweinchen oder Zwergkaninchen müssen ebenfalls so sicher untergebracht sein, dass sie unter keinen Umständen ausreißen können.

Sittich
© IVH
Sittich
Auch die zum Tierarzt gebrachten Vögel leiden unter dem Streß des Transports. Die robusten Papageien und Sittiche, die sich notfalls mit kräftigen Bissen zur Wehr setzen, verkraften den Besuch beim Tierarzt meist recht gut. Die zarten Kanarienvögel oder Prachtfinken gehören jedoch zu den Sorgenkindern des Tierarztes. Sie sind es oft nicht gewöhnt, in die Hand genommen zu werden und reagieren unvorbereitet sehr empfindlich. Die zarten Gefiederten sollten daher zeitig und behutsam an die menschliche Hand gewöhnt werden.

Es ist ein weitverbreiteter Irrtum anzunehmen, das Tier würde spüren, dass der Arzt ihm helfe. Ein Tier merkt sich in erster Linie die unangenehmen Erlebnisse, wie beispielsweise eine Spritze, eine schmerzhafte Untersuchung oder Behandlung. Auch der Tierarzt weiß dies und setzt daher Vorsicht vor Vertrauen.

Trotzdem kommen immer wieder fröhliche und ausgelassene Hunde in die Praxis: Das sind meist die zwischen 12 und 15 Wochen alten Welpen, die zu diesem Zeitpunkt eine Reihe von Schutzimpfungen bekommen. Unbeschwert tollen sie im Wartezimmer umher. Kaum haben sie die erste Behandlung hinter sich gebracht, nicht selten mit lautem Wehgeschrei, verlassen sie ebenso zielstrebig die Praxis wie die "alten Hasen", und wissen für das nächste Mal gleich Bescheid.

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Schlagworte dieser Seite:

Goldhamster, Heimtier, Hund, Katze, Meerschweinchen, Tierarzt, Ziervögel, Zwergkaninchen

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