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Tipps − Rasenprobleme

August 2003 Durch die Auswahl einer richtigen und qualitativ hochwertigen Saatgutmischung, regelmäßigem Mähen, Düngen, Wässern und Vertikutieren lassen sich die meisten Probleme im Rasen beseitigen oder so klein halten, dass sie nicht stören. Falls dennoch Moos und Unkräuter den Rasengräsern das Leben schwer machen, sollten Sie die Ursachen herausfinden und direkt dagegen vorgehen.


nach obenMoos

… breitet sich gerne bei zu tiefem Mähen oder bei Nährstoffmangel der Gräser aus. Diese beiden Ursachen lassen sich durch Anheben der Schnitthöhe und optimale Düngung sehr leicht abstellen.

Liegt der Grund für das Moos jedoch am ungeeigneten Boden oder zu schattiger Lage, sind für eine langfristige Lösung eine Bodenverbesserung und die Nachsaat einer schattenverträglichen Rasenmischung erforderlich. Moos wächst vor allem auf vernässten und verdichteten Böden. Diese Ursachen können nur durch eine Lockerung des Bodens z. B. durch das leichte Anheben mit einer Grabegabel oder durch Dränage nachhaltig verbessert werden.

Ein geringer Moosbesatz kann sehr gut mit dem WOLF-Garten Moosvernichter mit Rasendünger bekämpft werden. Während der Moosvernichter in diesem Produkt das Moos bekämpft, stärkt der Rasendünger gleichzeitig die Gräser.

Übrigens: Kalk hilft nicht gegen Moos. Oft wird unter einer vermoosten Fläche ein niedriger pH-Wert gemessen. Dieser niedrige pH-Wert im Boden ist aber nicht die Folge von Moos, sondern er entsteht durch ungünstige Bodenverhältnisse, z. B. Staunässe, Luftabschluss etc. Diese Ursachen müssen daher beseitigt werden. Ein Aufkalken gegen das Moos nützt nichts. Im Gegenteil, Kalk fördert sogar noch die Moosbildung, da er ein wichtiger Nährstoff für das Moos ist.

nach obenUnkraut

… tritt besonders auf lückigen und zu wenig gedüngten oder mit ungeeigneten Düngern behandelten Rasenflächen auf. Ist der Rasen komplett mit Unkräutern durchsetzt, wird am besten die gesamte Fläche mit einem Rasenherbizid (Unkrautvernichter) behandelt. Dieses wirkt speziell gegen die Unkräuter, schont aber die Rasengräser. Je nach Produktauswahl muss man nach einer Einsaat mindestens 3 Monate, bei manchen Herbiziden noch länger, bis zum Einsatz warten. Flüssige Herbizide werden mit der Spritze ausgebracht.

Bei einem sehr geringen Besatz mit horstbildenden Unkräutern wie Löwenzahn, Gänseblümchen oder Wegerich ist selbstverständlich das manuelle Entfernen per Messer oder Unkrautstecher eine praktische Alternative.

nach obenPilzkrankheiten

Eigentlich gibt es nur drei Pilzkrankheiten, die im Hausrasen eine Rolle spielen: Schneeschimmel, Rotspitzigkeit und Hexenringe. Idealer Lebensort für die Pilze ist der Rasenfilz. Seiner Kontrolle durch Vertikutieren ist daher bei der Vorbeugung gegen Krankheiten großes Augenmerk zu verleihen.

Schneeschimmel

… befällt vornehmlich in den Monaten Oktober bis März die Gräser und hinterlässt runde, abgestorbene Stellen. Mit einsetzendem Wachstum im Frühjahr, unterstützt durch eine Düngung, wachsen sich diese Schäden meist aber rasch wieder aus. Eine gute Kaliumversorgung im Herbst mit dem WOLF-Garten Herbstdünger beugt einer Schneeschimmelinfektion vor.

Rotspitzigkeit

Rotspitzigkeit ist leicht am rötlichen Pilzgeflecht (Myzel) zu erkennen
© Archiv
Rotspitzigkeit ist leicht am rötlichen Pilzgeflecht (Myzel) zu erkennen
… ist leicht an den rötlich gefärbten Pilzfäden an den Blattspitzen zu erkennen. Sie ist eine typische Sommerkrankheit von mit Nährstoffen unterversorgten Rasengräsern. Bei feucht-warmer Witterung werden aber auch ausreichend gedüngte Rasenflächen befallen. Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich. Abhilfe schafft meist eine zusätzliche Düngung. Durch das stärkere Wachstum wird der Pilz dann beim Mähen abgeschnitten und die Krankheit breitet sich nicht weiter aus.

Hexenringe

Das typische Bild eines Hexenrings mit Fruchtkörpern.
© WOLF-Garten
Das typische Bild eines Hexenrings mit Fruchtkörpern
… befallen häufig ältere, stark verfilzte Rasenflächen. Die verschiedenen Typen von Hexenringen können zum einen nur einen dunkelgrünen Ring bilden, manche erkennt man auch nur an den kleinen Pilzhütchen, die in Kreisform im Rasen auftauchen.

Gefährlich wird ein Hexenring immer dann, wenn er das Gras zum Absterben bringt. Hexenringe bilden im Boden ein wasserabweisendes Pilzgeflecht aus, in dem die Gräser häufig vertrocknen. Eine gute Bekämpfungsmöglichkeit ist das intensive Löchern des Bodens mit einer Grabegabel und das intensive, mehrmalige Bewässern. Meist verschwindet der Hexenring danach.

nach obenAmeisen

… hinterlassen kleine Erdhäufchen, unter denen die Gräser regelrecht begraben werden und absterben. Am besten spült man den Erdauswurf mit viel Wasser wieder in den Boden ein, damit die Blätter schnell wieder ans Licht kommen. Oft werden die Ameisen durch das mehrmalige Bewässern vertrieben und man spart sich den Einsatz eines Insektizides.

nach obenMaulwürfe

Maulwurfshaufen im Rasen sind ganz schön lästig.
© WOLF-Garten
Maulwurfshaufen im Rasen sind ganz schön lästig
… sind zwar niedliche Tiere, ihre aufgeworfenen Erdhaufen sind aber der Schreck des Rasenbesitzers. Der Maulwurf ist ein geschütztes Tier, das nur vergrämt aber nicht bekämpft werden darf. Im Handel gibt es eine Reihe von Produkten und Methoden zur Vergrämung, die aber nur teilweise Erfolg zeigen. Damit der unter den Maulwurfshaufen begrabene Rasen nicht wegen Lichtmangel abstirbt, werden die Haufen so rasch wie möglich wieder eingeebnet.

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Ameisen, Düngung, Hexenringe, Maulwurf, Moos, Pilzkrankheit, Rasen, Rasendünger, Rasenpflege, Rasenschnitt, Schneeschimmel, Unkraut
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