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Tipps zur Rasenneuanlage

Wenn der Rasen so aussieht, sollte man doch an eine Neuanlage denken.

Juli 2003 Viele in die Jahre gekommenen Rasenflächen sind durch äußere Einflüsse unschön geworden, haben einen hohen Moos- und Unkrautbesatz oder auch große Lücken. Manchmal sind kaum noch Gräser vorhanden oder es haben sich für Rasen ungeeignete Gräser breit gemacht. Nun ist die Zeit für eine Erneuerung gekommen. Aber wie?

Viele Rasenbesitzer zögern leider immer noch mit der Erneuerung der o. a. "Rasen"-flächen, da sie den hohen Aufwand des Umgrabens/Umfräsens fürchten. Dabei ist die Rasenerneuerung nach dem System "Novaplant" von Wolf-Garten ohne Umgraben bereits seit über 2 Jahrzehnten bekannt.


Entscheidend für den Erfolg dieses Systems der umbruchlosen Rasenerneuerung sind:
  • das genaue Einhalten der Arbeitsschritte
  • die Verwendung besten Rasensaatguts
  • die gute Nährstoffversorgung der jungen Gräser
  • optimierte Folgepflege

Der beste Zeitraum für die Rasenerneuerung liegt zwischen Mai und September, wobei im frühen Herbst die Entwicklungschancen der Gräser optimal sind. Wenn Sie dann wie nachfolgend beschrieben vorgehen, kann nichts mehr schiefgehen:

nach obenTief mähen

© Eckermeier, Manfred
Wichtig: Tief mähen und gründlich vertikutieren
Bei der Rasenerneuerung soll der alte Rasen so stark wie möglich geschwächt werden, damit die neuen Gräser beste Start- und Entwicklungschancen haben. Hierzu wird der alte Rasen zunächst in der niedrigsten Schnitteinstellung des Rasenmähers so tief wie möglich herunter gemäht. Das Mähgut wird restlos entfernt.

nach obenVertikutieren

Der kurze Rasen wird nun gründlich vertikutiert, und zwar mehrmals in Längs- und in Querrichtung. Je gründlicher das geschieht, um so besser, denn nur so bekommt der neue Rasensamen überall Bodenkontakt und hat gute Keim- und Entwicklungsbedingungen. Falls die Fläche stark verunkrautet oder mit Ungräsern durchsetzt ist, empfiehlt sich der vorherige Einsatz eines flüssigen Totalherbizids (Unkrautvernichters). Hiermit werden alle lebenden Gräser und Unkräuter, auch die sogenannten Problemunkräuter wie z. B. Ehrenpreis-Arten, wirksam bekämpft. Bitte beachten Sie bei der Auswahl des Mittels die behördlichen Auflagen und Anwendungshinweise sehr genau. Vor allem muss eine rasche Nachsaat nach Einsatz des Mittels möglich sein. Am besten lassen Sie sich bei dieser Vorgehensweise im Fachhandel eingehend beraten.

Nach der Bearbeitung der Fläche werden, falls notwendig, auch noch kleinere Korrekturen der Bodenoberfläche durch Auf- oder Abtrag von Boden vorgenommen. Bei größeren Erdbewegungen, z. B. bei der Neugestaltung eines Gartens oder Bodenauf- oder Abtrag von 20 cm und mehr sollten die Empfehlungen zur Neuanlage eines Rasens beachtet werden.

nach obenDüngen / Säen

Im dritten Schritt werden der Starter-Dünger und das spezielle Rasensaatgut, beides ist bei Wolf-Garten "Novaplant" in einem Paket enthalten, nacheinander gleichmäßig auf der vorbereiteten Fläche verteilt. Dies funktioniert am besten mit einem Streuwagen, denn je gleichmäßiger beides ausgestreut wird, umso besser ist das Ergebnis. Fehlstreuungen durch Verwechseln der Fahrspuren vermeiden Sie, indem der Dünger in Längs- und der Samen in Querrichtung ausgebracht werden.

Für einen guten Bodenschluss des Saatgutes wird nun Torf oder ein anderes ungedüngtes Substrat gleichmäßig maximal 0,5 cm dick auf die eingesäte Fläche mit dem Rasenrechen verteilt. So wird das Saatgut weitestgehend vor Abschwemmung und Vogelfraß geschützt. Außerdem zeigt Torf bei Trockenheit durch seine helle Farbe an, dass die Rasenfläche wieder beregnet werden muss.

nach obenBeregnen

Die Keimung der verschiedenen Rasengräser in einer Mischung verläuft über einen Zeitraum von ein bis drei Wochen. Da die Keimlinge ihren hohen Wasserbedarf noch nicht durch ein perfektes Wurzelsystem decken können, entscheidet in dieser Zeit eine geregelte Wasserversorgung über den Erfolg. Die obere Bodenschicht muss in diesen ersten drei bis vier Wochen stets genügend Feuchtigkeit enthalten, damit die empfindlichen Rasenkeimlinge nicht austrocknen. Daher muss bei trockener Witterung vier- bis fünfmal täglich für etwa zehn Minuten beregnet werden. Bereits nach vier bis sieben Tagen sehen Sie das erste Ergebnis in Form von zarten, grünen Hälmchen. Trotzdem müssen Sie jetzt die Bewässerung kontinuierlich weiterführen.

nach obenWeitere Pfelge

Der erste Schnitt erfolgt, genau wie bei der Neueinsaat eines Rasens, bei einer Aufwuchshöhe von 8 bis 10 cm. Da häufig noch alte Gräser bei der Rasenerneuerung übrig bleiben, kann dies bereits nach etwa zwei Wochen der Fall sein. Das Schnittgut wird aufgesammelt. Damit der so erneuerte Rasen weiterhin prächtig gedeiht und dauerhaft schön bleibt, muss er in der Folge fachgerecht gepflegt werden. Etwa sechs Wochen nach der Rasenerneuerung erfolgt eine Düngung mit einem speziellen Rasenlangzeitdünger. Diese Nährstoffzufuhr ist sehr wichtig für die jungen Rasengräser, damit sie sich weiter bestocken, Blattmasse bilden und den Rasen dicht machen.

Alle weiteren Pflegemaßnahmen entsprechen denen einer etablierten Rasenfläche.

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Den Streuwagen nicht auf dem Rasen befüllen.
Tipps zur Rasenpflege
Schritt 4: Abdecken
Frühjahrskur für den Rasen
Rasenflächen düngen
Wie wird ein Hausrasen richtig gepflegt?

Schlagworte dieser Seite:

Düngung, Rasen, Rasendünger, Rasenneuanlage, Rasenpflege, Vertikutieren, beregnen, mähen

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