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Tipps zur Rasenpflege

April 2003 Mit dem Erwachen der Natur nach der Winterruhe beginnen auch wieder die notwendigen Pflegearbeiten am Hausrasen. Nur mit dem richtigen Maßnahmenkatalog ist es möglich, eine Rasenfläche dauerhaft dicht, funktionsfähig und schön zu erhalten. Im folgenden erhalten Sie die wichtigsten Pflegetipps, damit die Rasengräser das ganze Jahr optimal wachsen können.


nach obenMähen

Regelmäßiges Mähen fördert die Dichte des Rasens. Die Gräser bilden neue Seitentriebe, neue Blätter und Ausläufer. Zudem werden nicht schnittverträgliche Unkräuter in ihre Schranken verwiesen. Es ist wichtig, eine Schnitthöhe zwischen 3,5 und 5 cm einzuhalten (im Schatten nicht unter 4,5 cm) und niemals mehr als die Hälfte der Aufwuchshöhe auf einmal abzuschneiden. Je tiefer Sie schneiden, desto empfindlicher werden die Gräser. Beginn und Ende der Mähsaison hängen von der Dauer der Wachstumszeit ab. Grundsätzlich sollte die einmal gewählte Schnitthöhe das ganze Jahr beibehalten werden.

Beim Mulchen verbleibt das Schnittgut auf dem Rasen und soll durch Bodenorganismen mineralisiert werden. Die enthaltenen Nährstoffe sollen den Gräsern wieder als Nahrung zur Verfügung stehen. Zudem erspart das Mulchen auch die oft teure Entsorgung des Schnittgutes. Für das erfolgreiche Mulchen benötigen Sie einen geeigneten Mulchmäher und die richtigen äußeren Bedingungen:
  • der Rasen sollte möglichst trocken sein
  • das Schnittgut darf nicht zu lang sein, d. h. es muss häufiger als üblich gemäht werden (2 mal pro Woche in der Hauptwachstumszeit)
  • das Schnittgut darf nicht verklumpen und muss gleichmäßig auf der Fläche verteilt sein
  • das Schnittgut muss von den Bodenorganismen mineralisiert werden und darf sich nicht an der Bodenoberfläche als undurchlässige, schmierige Schicht (Filz) anreichern

nach obenDüngen

Den Streuwagen nicht auf dem Rasen befüllen.
© WOLF-Garten
Den Streuwagen nicht auf dem Rasen befüllen.
Viele Rasenflächen leiden unter Nährstoffmangel. Erkennbar ist das am einfachsten an der nachlassenden Grünfärbung und am geringen Zuwachs. Ohne Wachstum gibt es jedoch keinen dichten, grünen Rasen. Rasengräser benötigen eine ganz spezielle Rezeptur an Nährstoffen. Die wichtigsten Nährstoffe sind:

Stickstoff (N)

  • lässt das Gras wachsen, gilt als Wachstumsmotor
  • trägt zur besseren Grünfärbung bei

Phosphor (P)

  • fördert das Wurzelwachstum
  • ist der Energieträger in der Pflanze

Kalium (K)

  • stärkt die Belastbarkeit der Pflanzen
  • stärkt die Gräser gegen Trockenheit, Kälte, Krankheiten

Damit alle Nährstoffe in der richtigen Form und Menge auch zur Verfügung stehen, gibt es spezielle Rasenlangzeitdünger. Nur diese
  • enthalten die Nährstoffe im richtigen Verhältnis
  • verbrennen bei empfohlener Dosierung den Rasen nicht
  • wirken lang anhaltend
  • fördern das Dichtewachstum
  • verhindern die Nitratauswaschung

Landwirtschaftliche oder gärtnerische Dünger haben für die Rasengräser eine falsche Nährstoffzusammensetzung. Sie wirken zu schnell und der Düngeeffekt ist nur von kurzer Dauer. Außerdem regen sie in erster Linie das Höhenwachstum an und der Rasen produziert eine Unmenge an Schnittgut. Zudem besteht bei Regen die Gefahr der Nitratauswaschung und somit einer Verschmutzung des Grundwassers. Rein organische Dünger besitzen einen zu geringen Nährstoffgehalt und ein für Rasen ungeeignetes Nährstoffverhältnis. Die Wirkung ist zudem nicht kontrollierbar.

Durch Betreten und Bespielen belasteter Rasen wird in aller Regel dreimal im Jahr mit Langzeitdünger gedüngt. Mögliche Zeiträume sind April, Juni und August. Je stärker die Nutzung und je höher der Verschleiß der Gräser ist, desto mehr Nährstoffe werden zum Auswachsen der Schäden benötigt. Eine vierte Düngung im Oktober mit einem speziellen Dünger mit viel Kalium (z. B. WOLF-Garten Herbstdünger) hilft dem Rasen besser über den Winter. Auch im Schatten von Bäumen wachsende Gräser benötigen mindestens eine dreimalige Düngung im Jahr, da die Bäume dem Boden ebenfalls Nährstoffe entziehen. Gering genutzte Zierrasen werden im April und im Juli gedüngt.

nach obenBeregnen

Bei anhaltender Trockenheit und ohne zusätzliche Wasserversorgung wird der Rasen gelb und die Gräser sterben ab. Da der Wasserbedarf des Rasens wesentlich von den Temperatur- und Bodenverhältnissen abhängt, lassen sich für das richtige Wässern keine festen Pläne, wohl aber die Faustregeln aufstellen: Bei Trockenheit ein- bis zweimal pro Woche gründlich beregnen.

nach obenVertikutieren

Liegengebliebenes, nichtmineralisiertes Schnittgut und abgestorbene Pflanzenreste bilden Rasenfilz, der auf einige Zentimeter Dicke anwachsen kann. Die Folgen: Luftaustausch sowie Wasser- und Düngerzufuhr werden behindert oder ganz unterbunden. Die Wurzeln verflachen, Rasenkrankheiten breiten sich aus. Mit dem Vertikutieren wird der Rasenfilz beseitigt und der Rasen kann wieder atmen.

Grundsätzlich sollte man einmal pro Jahr im März/April vertikutieren. Bei sehr starker Filzanhäufung kann im August/September nochmals vertikutiert werden. Auch wenn der Rasen nach dem Vertikutieren ramponiert aussieht, ist das kein Grund zur Sorge. Kleinere Löcher schließen sich, unterstützt durch die folgende Düngung, von selbst. Bei größeren Lücken wird nachgesät.

Alle Vertikutiergeräte sind mit scharfen Messern ausgestattet. Achten Sie stets darauf, dass die Messer leicht den Boden berühren, ihn aber nicht aufschlitzen. Auf jeden Fall soll nur der Filz entfernt werden, Bodenbearbeitung ist hier nicht angesagt. Zu tiefes Vertikutieren schädigt die Rasenwurzeln und verschleißt das Gerät enorm. Idealerweise sind die Rasenfläche und der Boden zum Vertikutieren bereits an der Oberfläche abgetrocknet.

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Pflege für den Rasen
Schritt 4: Abdecken
Frühjahrskur für den Rasen

Schlagworte dieser Seite:

Rasen, Rasendünger, Rasenpflege, Vertikutieren, beregnen, düngen, mähen

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