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Der Mauersegler – Beliebt und trotzdem gefährdet

Januar 2003 Vogel des Jahres 2003 ist der Mauersegler. Er sieht auf den ersten Blick aus wie eine Schwalbe, ist aber eng mit dem Kolibri verwandt. Auf ihn fiel die Wahl nicht zuletzt deswegen, weil er immer weniger Nistmöglichkeiten findet.


Mauersegler
© Unfricht
Mauersegler
Die pfeilschnellen Mauersegler (Apus apus) treffen Ende April bei uns ein und nisten in Mauerlöchern, wo solche vorhanden sind, oder in Mauersegler-Niststeinen, die man unter dem Dach einbauen kann. Da die Ansprüche der Segler regional verschieden sind, brüten sie mancherorts häufig in Starennistkästen, wenn diese waagerecht aufgehängt sind, da sich die Vögel in den senkrecht angebrachten Nistgeräten sonst die langen Flügel zerstoßen würden.

Die erwachsenen Vögel zeigen eine große Standort- und Gattentreue, die oft lebenslang anhält. Die Nester selbst bestehen aus einer Anhäufung von Halmen, Haaren und Federn, die teils in der Luft gesammelt, teils im Anflug hochgelegenen Nestern anderer Vögel entnonmen werden. Wie alle Seglerarten hat auch der Mauersegler stark entwickelte Speicheldrüsen, deren Sekret zum Aneinanderkleben des Nistmaterials verwendet wird. Das Gelege besteht aus durchschnittlich 2 bis 3 Eiern und wird vorzugsweise vom Weibchen fast 3 Wochen lang bebrütet.

Mit Nahrungsbällchen, die aus in der Luft gefangenen und eingespeichelten Insekten bestehen, füttern die Eltern ihren Nachwuchs. Sehr interessant ist das Verhalten der Mauersegler beim Auftreten von Schlechtwetterperioden und Kälte. In Versuchen konnte festgestellt werden, dass junge Segler im Nest dann bis zu 20 Tage ohne Futter auskommen können. Sie zehren dann von ihren Reserven, da sie sich bei gutem Wetter ein Übergewicht anfuttern. Bis die Witterung sich wieder bessert halten sich die Altvögel als ausdauernde und schnelle Flieger dann vorübergehend an nahrungsgünstigeren Stellen auf, die bis zu 1.000 km und mehr vom Brutplatz entfernt sein können. Anfang August beginnt der Zug der Mauersegler in die Winterquartiere, die im tropischen Afrika und weiter südlich liegen; die ausfliegenden Jungen sind sofort selbstständig und finden ihren Weg in den schwarzen Erdteil ohne jede Anleitung.

Bieten wir deshalb auch diesen standorttreuen schwarzen Gesellen die Möglichkeit ihren Nachwuchs aufzuziehen. Denn kaum ein anderer Vogellaut gehört so zur Stimmung der ersten sommerlich warmen Tage wie das "srih srih srih…" der sich spielerisch um die Häuser jagenden Mauersegler.

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Schlagworte dieser Seite:

Mauersegler, Tier des Jahres, Vogel, Wildtiere

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