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Urlaubszeit – Leidenszeit für viele Haustiere

Juli 2002 Die Tür des Autos knallt, der Fahrer gibt Gas. Zurück bleibt Leo, der eigentlich heiß geliebte Familienhund. Denn in diesem Jahr war er im Weg, als seine Familie für zwei Wochen zum Urlaub nach Mallorca fliegen wollte.


Die Menschen freuen sich, wenn sie endlich die Koffer packen und in den Urlaub fahren können. Doch es gibt Lebewesen, für die bedeutet diese Zeit die Hölle: Zahlreiche Hunde, Katzen und Kleintiere werden jedes Jahr einfach irgendwo ausgesetzt. Die Katzenpension war heillos überfüllt, der freundliche Nachbar hatte keine Zeit, die Verwandtschaft wohnt viel zu weit weg, alle Freunde möchten selbst in die Ferien …

Es gibt viele Gründe, die einen reisefreudigen Haustierbesitzer in eine schwierige Situation bringen.

"Es ist noch immer so, dass zur Urlaubszeit zahlreiche Tiere ausgesetzt werden", weiß Kristina Werkahausen von der Pressestelle des Deutschen Tierschutzbundes (DTB) aus Erfahrung zu berichten. "Das ist wirklich traurig, denn es muss nicht sein", so Werkahausen, "Viele planen ihre Urlaubsreise schon Monate vorher. Da kann man sich doch auch rechtzeitig darum kümmern, wo das Haustier bleibt". So hat der Tierschutzbund zum Beispiel eine Urlaubs-Hotline von Mai bis September eingerichtet. Wer sich unter Telefon (02 28) 6 04 96 27 (montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr) meldet, kann sich über Unterbringungsmöglichkeiten für Bello & Co. informieren.

Die Idee, die dahintersteht, ist eigentlich ganz einfach: "Nimmst du mein Tier, nehme ich dein Tier". Das heißt, die Mitarbeiter des Tierschutzbundes geben das Gesuch oder Angebot eines Tierbesitzers an die örtlichen Tierschutzvereine weiter, die sich aus der entsprechenden Region beteiligen.

"Gedacht war die Aktion eigentlich auf Gegenseitigkeit. Doch mittlerweile ist die Hotline so gut angenommen, dass sich auch Menschen melden, die nur ein Tier für ein paar Wochen im Jahr aufnehmen wollen, aber selber keins haben", erklärt Kristina Werkahausen.

Der Tierschutzbund hat eine kostenlose Broschüre mit vielen Informationen, Tipps und Checklisten herausgegeben. Das Heft kann gegen Einsendung eines mit 1,53 Euro frankierten C5-Rückumschlages beim Deutschen Tierschutzbund, Baumschulallee 15, 35115 Bonn bestellt werden.

Im Internet gibt es unter der Adresse www.zooplus.de ebenfalls viele Infos rund um das Thema "Urlaub mit dem Tier".

Zahlreiche Informationen hält auch die Seite www.mypetstop.com bereit. Hier bekommen Hunde-, Katzen- und Vogelbesitzer Auskünfte über Pensionen und Pflegeheime usw.

Viele Tierheime geben gerne Adressen von Tier-Pensionen weiter. Wer deutlich vor Reiseantritt mit seinem örtlichen Tierheim Rücksprache hält, bekommt häufig geeignete Adressen genannt. Eine ganze Datenbank bietet das Deutsche Tierhilfswerk (www.tierhilfswerk.de) (Telefon 0 28 41-6 66 01) an.

nach obenWarum nicht mit dem Tier auf Reisen?

Hochinteressant für alle, die mit ihrem Vierbeiner verreisen möchten, ist die Seite www.nationalparke.de. Hier finden sich nicht nur nationalparkfreundliche Hotels, sondern sie alle sind auch ausgesprochen hunde- und katzenfreundlich! Viele Hotels und Pensionen bieten zudem einen Hunde- oder Katzen-Sitting-Service an.


Im Internet unter herz-fuer-tiere.de/urlaub.shtml finden sich hilfreiche Tipps für Tierbesitzer in der Urlaubszeit. Mehr noch: Diese Adresse bietet den umfangreichsten Service über das Thema Tier und Urlaub! Eine "tierische Reise-Checkliste" und "Ernährungstipps vor Reiseantritt" finden sich ebenso, wie die lobenswerte "Tiersitter-Datei" für alle gängigen Heimtiere nach Postleitzahlen geordnet.

Wer sich belesen möchte, dem sei der "Hotelführer für Reisende mit Tieren" vom Keck Verlag (ISBN 3-9805401-5-4), der für 9,80 Euro in den Buchhandlungen erhältlich ist, empfohlen. Das Buch beinhaltet mehr als 300 Anbieter mit rund 500 Objekten. Vorgestellt werden nicht nur hundefreundliche Unterkünfte, sondern auch passende Übernachtungsmöglichkeiten für Reisende mit Katzen, Kleintieren oder großen Tieren wie Pferde.

Wer sich allgemein über das Thema Reisen informieren möchte, ist beim ADAC gut aufgehoben. Neben Einreisebestimmungen für Mensch und Tier ergänzt der ADAC Reise-Service sein Angebot um Reiseführer und Info-Broschüren mit den wichtigsten Tipps. Der ADAC hat sogar einen lobenswerten Autobahn-Tiersuch-Service unter der Nummer 0180 22 22 22 2 eingerichtet! Hier kann jeder, der ausgesetzte Tiere findet, Hilfe bekommen.

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