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Äpfel als trockene Ringe

Dezember 2003 Äpfel, wie auch anderes Obst, lassen sich auf eine relativ einfache Art trocknen, bei Beibehaltung fast aller Inhaltsstoffe, die die Früchte so wertvoll machen. Das Trocknen ist eine altbekannte, traditionelle Möglichkeit der Konservierung.


Die Ernte ist gelaufen, viele Äpfel wurden schon gegessen, verbacken, zu Kompott verarbeitet oder verschenkt. Und trotzdem sind die Kisten nicht leer, liegen Früchte auf der Wiese. Ein Weg, der überschüssigen Äpfel, z. B. aus dem eigenen Garten oder von Streuobstwiesen, Herr zu werden, ohne dass sie dem Kompost zugeführt werden, ist die Haltbarmachung durch Trocknen. Anschließend richtig aufbewahrt, schmecken sie noch nach Monaten und entfalten ihr typisches Aroma.

nach obenDie Trocknung

Beim Trocknen wird den Früchten Wasser entzogen. Von 80 bis 95 % wird der Wassergehalt auf 18 bis 24 % reduziert. Diese Absenkung ist u. a. erforderlich, um bei der späteren Lagerung das Wachstum von Mikroorganismen zu verhindern. Gleichzeitig erfolgt eine Konzentration der Nährstoffe im Trockenobst, die Mineralstoffe gehen nicht verloren. Allerdings kann es zu einem Verlust des Vitamin-C-Gehaltes um etwa 50 % kommen, Vitamin B wird kaum geschädigt. Getrocknetes Obst hat einen Zuckergehalt von 50 bis 80 %.

Die Trocknung kann in herkömmlichen Backöfen durchgeführt werden. Am besten sind Umluftherde geeignet, aber auch Geräte mit Ober- und Unterhitze können verwendet werden. Bei diesen Typen müssen die Bleche beim Trocknungsvorgang jedoch regelmäßig getauscht werden. Empfehlenswert ist es, die Ofentür einen Spalt weit offen stehen zu lassen. So kann das von der heißen Luft aufgenommene Wasser als Dampf abziehen. Nur bei größeren Mengen und bei häufiger Anwendung lohnt sich die Anschaffung von speziellen Dörrschränken.

nach obenDas Herstellen von Apfelringen

Die Äpfel werden gut gereinigt und geschält. Das Kerngehäuse wird mit einem "Ausstecher" entfernt. Auch die Schalen unbehandelter Früchte können getrocknet werden, aus Ihnen lässt sich aromatischer Tee herstellen.
© Winkhoff
Die Äpfel werden gut gereinigt und geschält. Das Kerngehäuse wird mit einem "Ausstecher" entfernt. Auch die Schalen unbehandelter Früchte können getrocknet werden, aus Ihnen lässt sich aromatischer Tee herstellen.
Zum Herstellen sollten stets frische und einwandfreie Äpfel verwendet werden. Das Vollreifestadium sollte nicht überschritten werden, sonst werden die Ringe matschig. Am besten sind Apfelsorten wie 'Boskoop', 'Elstar' und 'Golden Delicious' zum Trocknen geeignet. Luiken-Arten, die oft im Streuobstanbau vorkommen, können ebenfalls verwendet werden.

Vor dem Trocknen werden die Äpfel gut gereinigt und geschält. Das Kerngehäuse lässt sich mit einem sogenannten Apfelausstecher problemlos aus der Frucht lösen. Kelch und Stiel müssen ebenfalls entfernt werden. Die Äpfel werden in fingerdicke (5 bis 8 mm) Ringe geschnitten. Das "Bräunen" der Äpfel verhindert ein kurzes Eintauchen in Zitronenwasser (10 ml Zitronensaft auf 1 l kaltes Wasser) oder in Salzwasser (10 g Salz auf 1 l kaltes Wasser). Anschließend werden sie auf ein Backblech oder ein Backrost verteilt. Die Ringe sollten sich aber nicht überlappen.

Die 5 bis 8 mm dicken Apfelringe werden zum Trocknen auf einem Blech oder Rost verteilt. Nach etwa acht bis zehn Stunden haben die Ringe noch einen Wassergehalt von etwa 18 bis 24 Prozent.
© Winkhoff
Die 5 bis 8 mm dicken Apfelringe werden zum Trocknen auf einem Blech oder Rost verteilt. Nach etwa acht bis zehn Stunden haben die Ringe noch einen Wassergehalt von etwa 18 bis 24 Prozent.
Die richtige Temperatur ist für die Trocknung entscheidend. Zu hohe Temperaturen zerstören wertvolle Inhaltsstoffe, zu niedrige können die Vermehrung schadhafter Mikroorganismen begünstigen. Der empfohlene Temperaturbereich für Apfelringe in Backöfen liegt bei 60 bis 65 °C. Für den Trocknungsvorgang werden etwa acht bis zehn Stunden veranschlagt. Das regelmäßige Kontrollieren während der Trocknung ist angebracht.

Wann sind die Ringe richtig trocken?

Um festzustellen, wann die Ringe richtig trocken sind, gibt es zwei einfache Verfahren. Zum einen kann die erfolgreiche Trocknung durch Auseinanderbrechen der Ringe erkannt werden. Tritt hierbei kein Wasser mehr aus, so sind die Ringe fertig.

Professioneller geht es aber über das Abwiegen des Trockengutes vor und nach der Trocknung. Über das Gewicht lässt sich ermitteln, wieviel Wasser noch enthalten ist. Nach der Trocknung sollten sich nur noch 18 bis 24 % Wasser in den Ringen befinden (s. oben).

nach obenAufbewahrung

Kunststofftüten mit einem Klipp und zusätzliches Einschweißen sichern eine luftdichte, staubfreie und trockene Aufbewahrung der Apfelringe.
© Winkhoff
Kunststofftüten mit einem Klipp und zusätzliches Einschweißen sichern eine luftdichte, staubfreie und trockene Aufbewahrung der Apfelringe.
Die Apfelringe müssen immer kühl, staubfrei, luftdicht und trocken gelagert werden. Die Einwirkung der Außenluft lässt die Wiederaufnahme von Feuchtigkeit zu, das Trockengut beginnt zu schimmeln. Für die Aufbewahrung, auch im Hinblick auf einen nachträglichen Insektenbefall, eignen sich verschließbare Gläser oder luftdichte Kunststofftüten. Diese werden mit einem sicheren Klipp verschlossen. Das portionierte Einfrieren in geeigneten Gefrierbeuteln ist ebenfalls möglich.

Die Mindesthaltbarkeit schwankt zwischen zwei und zwölf Monaten. Es ist jedoch ratsam, sich vor jedem Verzehr von dem Zustand und der allgemeinen Qualität der Trockenringe zu überzeugen.

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Diesen Artikel kommentieren (2)

1
|
13. August 2010

mamanana

Meine Grossmutter hat die Schnitze auf dem Dach in der Sonne 3-4 Tage trocknen lassen. Was halten Sie davon?

2
|
18. Dezember 2011

svenja

es ist eine gute idee aber ich hab mal etwas im ferseh gesehen das besser ist.

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