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Grüne Tipps im Mai 2021

Mai 2021 Unsere „Grünen Tipps“ sind fast immer mit Gartenarbeit verbunden. Da ist es Zeit, auch einmal das Genießen in den Vordergrund zu rücken: die Freude an dem zarten Grün der jungen Blätter, den Duft von Flieder und Maiglöckchen oder den Genuss einer Waldmeisterbowle mit netten Menschen. Aber es gibt auch einiges zu tun:


Erfreut das Auge: die Seerose
© Roth
Erfreut das Auge: die Seerose

nach obenZierpflanzen im Garten

Ziergras verändert das Aussehen des Gartens in vielfältiger Weise. Einige Arten bringen Bewegung und Leichtigkeit in die Blumenrabatte oder geben, in den Hintergrund gepflanzt, einem Staudenbeet den passenden Rahmen. Auch als Wind- und Sichtschutz sind Gräser hervorragend geeignet. Allerdings fordern sie vom Betrachter Geduld, denn erst ab der Mitte des Sommers entfalten sie ihre volle Schönheit. Wenn Sie Gräser pflanzen möchten, dann möglichst im Mai, wenn die Witterung mild und der Boden bereits angewärmt ist.

Spätestens jetzt fallen die durch Auswinterung entstandenen Lücken im Blumenbeet auf. Die Fehlstellen können Sie für diese Saison mit Sommerblumen oder dauerhaft mit Stauden schließen.

nach obenWas noch zu erledigen wäre:

Kübelpflanzen, die aus dem Winterquartier ins Freie kommen, vertragen vorerst keine direkte Sonneneinstrahlung. Zur Eingewöhnung sollten sie die ersten zwei Wochen einen Schattenplatz bekommen.

Damit Zwiebelblumen ihre gesamte Energie speichern können und nicht für die Samenproduktion verwenden, sollten die Fruchtstände gleich nach dem Verblühen entfernt werden. Das Laub bleibt allerdings bis zum vollständigen Absterben unberührt.

Polsterstauden sind beliebt, weil sie Farbe in den Garten bringen. Im Laufe der Jahre verkahlen manche von der Mitte her. Sie sollten spätestens dann, durch Teilen des Wurzelstocks, verjüngt werden.

Für Ziersträucher, die im Frühjahr geblüht haben, ist jetzt die beste Zeit für den Rückschnitt.

Ab Mitte Mai können Sie Ringelblumen (Calendula officinalis) sowie Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) direkt ins Beet aussäen. Beide blühen unermüdlich bis zum Frost und sind pflegeleicht.

Das Ausbrechen der Triebspitze bewirkt bei Stauden wie Flammenblume (Phlox paniculata), Indianernessel (Monarda-Arten), Sonnenbraut (Helenium x cultorum), Raublatt- und Glattblatt-Aster eine stärkere Verzweigung, standfeste Stängel und mehr Blüten. Fürs Entspitzen ist es Zeit, wenn die Pflanzen eine Höhe von 20 cm erreicht haben.

Schwimmpflanzen verbessern die Wasserqualität im Gartenteich. Sie unterdrücken das Algenwachstum, weil sie das Sonnenlicht abfangen und ihre im Wasser treibenden Wurzeln den Algen die Nährstoffe streitig machen. Die häufigsten Ursachen von übermäßiger Algenbildung sind hohe Nährstoffgehalte (Phosphor und Nitrat) und eine zu hohe Wassertemperatur. Die Nährstoffkonzentration im Wasser steigt durch modernde Pflanzenteile, Einträge bei Regen aus gedüngten Uferbereichen sowie durch Fischkot. Die Wassertemperatur kann durch zusätzlichen Schatten gesenkt werden, z. B. durch schattenspendende Gehölze.

Für Seerosen ist der Mai die optimale Pflanzzeit. Wenn Sie die Seerose in einen Pflanzkorb setzen, bleibt der Standort variabel. Verwenden Sie Seerosenerde, die Sie mit Kieselsteinen abdecken. Die Steine beschweren das Pflanzgefäß und verhindern das Auswaschen der Erde. Beachten Sie, dass Seerosen artspezifische Wassertiefen beanspruchen.

nach obenObstbaumpflege und Beerenschutz

In voller Pracht: Apfelblüte
© Roth
In voller Pracht: Apfelblüte
Grauschimmel an Erdbeeren macht die Früchte ungenießbar. Die Pilzinfektion wird durch feuchtwarmes Wetter gefördert und beginnt schon während der Blüte. Zu den vorbeugenden Maßnahmen gehören das Entfernen kranker Früchte und Blätter. Ferner Dinge, die zum schnellen Abtrocknen der Pflanzen führen, wie das Auslegen von Stroh kurz vor der Blüte und regelmäßiges Jäten. Wählen Sie bei einer Neuanlage widerstandsfähige Sorten und pflanzen Sie mit weitem Abstand. Auf schweren oder feuchten Böden ist der Anbau auf niedrigen Dämmen zweckmäßig.

Wenn Zwetschen sehr viele Früchte tragen, ist das kein Grund zum Jubeln. Denn die Früchte bleiben klein, dem erschöpften Baum fehlt im Herbst die Kraft für den neuen Blütenansatz und die Äste können unter der Last brechen. 25 Früchte je 1 m Fruchtholz sind optimal. Die ausgewachsenen Zwetschen sollten sich auch später nicht berühren. Entfernen Sie die überzähligen Früchte solange sie klein und die Stiele noch weich sind. Auch Pflaumen und Pfirsiche sollten frühzeitig ausdünnt werden.

Bei Kernobst erfolgt das Ausdünnen des Fruchtansatzes erst im Juni.

Maden im Obst sind unerwünscht. Die Made, präzise die Larve im Apfel, in der Birne oder Pflaume ist das Kind des Apfel-, Birnen- oder Pflaumenwicklers, auch Obstmade genannt. Dieser Schmetterling infiziert im Mai die Früchte durch Eiablage. Zur Abwehr können ab Mitte Mai Pheromonfallen aufgehängt werden, für jede Schädlingsart eine spezielle Falle. Der Erfolg ist begrenzt, weil sich nur männliche Tiere von Pheromonfallen anlocken lassen.

Die Made in der Kirsche entwickelt sich zur Kirschfruchtfliege. Diese legt je ein Ei auf sich gelb verfärbende Früchte. Kirschfruchtfliegen sind auf diese Farbe fixiert und lassen sich mit klebrigen Gelbtafeln, die an die äußeren Zweige gehängt werden, abfangen.

Aus der Made in Himbeeren wird ein Himbeerkäfer. Diese Rüsselkäfer schädigen im Frühjahr durch Blatt- und Blütenknospenfraß und deren Larven fressen sich dann durch die Früchte. Die Anwesenheit des recht unscheinbaren Käfers können Sie mit beleimten Weißtafeln ermitteln. Diese Schädlinge lassen sich frühmorgens, wenn sie noch klamm sind, von den Ruten in einen darunter gehaltenen Eimer abschütteln.

Effektive Pflanzenschutzmaßnahmen oder Spritzmittel gegen alle Arten von Fruchtmaden sind im Hausgarten nicht zugelassen oder in der Anwendung problematisch. Als Ausweg bleibt das Auflesen und Vernichten aller madigen Früchte, um den zukünftigen Befall zu dezimieren.

nach obenGemüse ins Beet

Mangold, ein Gemüse mit Zierwert
© Roth
Mangold, ein Gemüse mit Zierwert
Knackige Salate vom Frühjahr bis in den Herbst. Bei Blattsalaten ist das Setzen von robusten Jungpflanzen sicherer als die direkte Aussaat ins Beet. Ziehen Sie die Jungpflanzen einzeln in kleinen Töpfen oder Multitopfplatten an. Bewährt hat sich das satzweise Aussäen im Abstand von zwei bis drei Wochen von Anfang März bis Mitte August. Damit der Salat nicht unbeabsichtigt in Saat schießt, beachten Sie unbedingt die sortenspezifischen Aussaatzeiten. Die Anzuchtphase bis zum Auspflanzen ins Beet dauert vier bis fünf Wochen. Geeignet sind Kopfsalate, Eichblatt-, Eis-, Lollo- und Romanasalate sowie Pflück- und Schnittsalate.

Asiasalat (Mischung), Gartenkresse (Lepidium sativum), Salatrauke (Eruca sativa) und Wilde Rauke (Rucola selvatica) sind robust und können von Mitte März bis Anfang September direkt ins Beet gesät werden.

Als Herbstsalat ist Radicchio mit zartbitterem Geschmack und dekorativ rotem Laub voll im Trend. Aussaatzeit ist im Mai und Juni. Die Jungpflanzen werden im Juni und Juli gesetzt.

Tomaten mögen es gerne warm, lieben trockene Blätter und feuchte, aber nicht nasse, Erde. In den meisten Regionen fühlt sich diese aus Südamerika stammende Pflanze im Gewächshaus oder geschützt unter einem Foliendach wohl. Frühestens ab Mitte Mai kann sie draußen wachsen, entweder als Kübelpflanze oder ausgepflanzt im Beet. Setzen Sie den Wurzelballen etwa 5 cm tiefer als üblich. Dadurch bilden sich zusätzliche Wurzeln für eine gesteigerte Wasser- und Nährstoffaufnahme. Die meisten Sorten werden eintriebig gezogen und benötigen entweder einen Stab als Halt (daher der Name Stabtomate) oder hängen an einer um den Mitteltrieb gewundenen Schnur. Damit die Pflanze nicht zuwuchert, sondern von Licht und Luft durchströmt werden kann, müssen alle Seitentriebe laufend entfernt werden.

Neben den Stabtomaten gibt es verzweigt wachsende Buschtomaten. Diese Sorten sind häufig kleinwüchsig und als Kübelpflanze geeignet. Trotz des kompakten Wuchses gibt es Buschtomaten mit großen Früchten. Damit die Pflanzen nicht auseinanderbrechen, sind Stützringe wie bei Stauden nützlich.

Noch wärmebedürftiger als Tomaten sind Paprika und Chili, die erst ab Ende des Monats ins Freie gebracht werden können. Übrigens, Gemüsepaprika, Chili und Peperoni sind eine Art (Capsicum annuum), deren Verschiedenartigkeit durch Auslese entstanden ist.

Noch mehr Wärme benötigen Auberginen. Sie gedeihen im Gewächshaus und bringen im Freiland nur in sehr günstigen Lagen befriedigende Erträge.

Gurken, Kürbisse und Zucchini gehören zur Familie der Gurkengewächse und teilen einige Eigenschaften: Sie vertragen keinen Frost und sollten erst nach den Eisheiligen ins Freie gepflanzt werden. Sie üben, besonders als Jungpflanze, eine große Anziehungskraft auf Nacktschnecken aus und haben einen hohen Nährstoff- und im Sommer auch Wasserbedarf.

nach obenNaturnahes Gärtnern

Mit Mulchen ist das Abdecken des Bodens mit einer dünnen Schicht, oft aus organischem Material, gemeint. Die Mulchschicht schützt den Boden vor Austrocknung, großer Temperaturschwankung und Erosion. Sie fördert die Mikroorganismen im Boden und diese wiederum das Pflanzenwachstum. Neben angetrocknetem Grasschnitt und anderen krautigen Pflanzenteilen eignen sich auch Komposterde und Rindenhumus. Auf Gemüsebeeten hat sich der Einsatz von Mulchpapier und Mulchfolie bewährt, weil sie u. a. von Nacktschnecken gemieden werden. Wenn Sie mit Stroh, Rindenmulch oder Holzhäcksel mulchen, müssen Sie zusätzlich Stickstoff düngen. Jährlich 30 g Horngrieß je m2 Beet reichen aus, um die Stickstoffbindung dieser Materialien auszugleichen.

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Auberginen, Blumenbeet, Gewächshaus, Himbeerkäfer, Maden, Mulchen, Ringelblumen, Rückschnitt, Schattenplatz, Seerosen, Ziersträucher

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