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Grüne Tipps im Juli

Juli 2020


nach obenZierpflanzen geniessen

Der Purpursonnenhut (Echinacea purpurea) ist sowohl Blickfang als auch Nahrung für Insekten.
© Roth
Der Purpursonnenhut (Echinacea purpurea) ist sowohl Blickfang als auch Nahrung für Insekten.
Setzen Sie mit Blüten farbige Akzente. Die Zungenblüten von Dahlien, Herbstastern (Chrysanthemum spp.), Ringelblumen (Calendula officinalis) und Sonnenblumen (Helianthus annuus) bringen zudem Farbe in Salate und Nachspeisen. Für Pep auf dem Butterbrot sorgen die Blüten der Kapuzinerkresse und des Schnittlauchs.

Die Taglilie (Hemerocallis x cultorum) ist eine häufig anzutreffende Zierpflanze, die wochenlang mit täglich neuen Blüten erfreut. Wegen der langen Blütezeit ist sicherlich eine kleine Ernte für die Küche erlaubt. Sowohl die Blütenknospen als auch die Blüten schmecken roh in Salaten, gedünstet in Gemüsegerichten oder frittiert.

Es ist höchste Zeit, „Zweijährige Blütenpflanzen“ wie Goldlack (Erysimum cheiri), Hornveilchen (Viola cornuta), Stiefmütterchen (Viola-Wittrockiana-Hybriden), Stockrose (Alcea-Rosea-Hybriden), Tausendschön (Bellis perennis) und Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) auszusäen. In diesen Wochen beginnt die Pflanzzeit für Zwiebelblumen und Knollengewächse wie Alpenveilchen (Cyclamen spp.), Herbstkrokus (Crocus spp.), Hundszahn oder Forellenlilie (Erythronium spp.), Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) und Madonnenlilie (Lilium candidum).
Tulpen, Narzissen und ähnliche Frühjahrsblüher werden etwa sechs Wochen später gepflanzt.

Stecklinge von Gartennelken (Dianthus spp.) bilden jetzt leicht Wurzeln. Schneiden Sie etwa 10 cm lange blütenlose Triebspitzen ab und stecken Sie die Stecklinge, nachdem die unteren Blätter entfernt wurden, in einen mit Anzuchterde gefüllten Blumentopf. An einem warmen Platz, mit einer übergestülpten, lichtdurchlässigen Plastiktüte vor Austrocknung geschützt, beginnt nach wenigen Wochen die Wurzelbildung.

Wenn Sie eine Hecke aus Nadelgehölzen in Form schneiden wollen, dann ist der Juli die beste Zeit. Vergewissern Sie sich zuvor, dass dort keine Vögel nisten. Nach dem Austrieb im Juni ist oft auch bei Hecken aus Laubgehölzen ein Formschnitt erforderlich. Dabei wird der neue Austrieb um maximal ¾ seiner Länge gekürzt.

nach obenRosen-Tipp

Eine Düngung nach der Hauptblüte unterstützt mehrfachblü-hende Rosen bei der weiteren Blütenbildung. Geeignet sind spezielle Rosen- oder auch Beerendünger, die weniger Stickstoff im Verhältnis zu Phosphor und Kalium enthalten. Ein hoher Stickstoffanteil würde die Winterhärte beeinträchtigen.

nach obenObst und Beeren

Brombeeren fruchten ausschließlich an den vorjährigen Ruten. Wenn sich im Frühsommer die Früchte entwickeln, wachsen neue Triebe nach, die dann im kommenden Jahr Beeren tragen werden. Binden Sie die gewünschte Anzahl neuer Triebe auf und entfernen Sie die überzähligen. Später werden dann auch die abgetragenen Ruten bodennah abgeschnitten.

Im Sommer entstehen an den Jungruten Seitentriebe, die auf zwei Blätter einzukürzen sind.

Lichten Sie Johannis- und Stachelbeersträucher gleich nach der Ernte aus. Schneiden Sie alle Triebe, die älter als 4 bis 5 Jahre sind, direkt über dem Boden ab. Der ideale Strauch mit guten Erträgen, der sich bequem ernten lässt, besteht bei Johannisbeeren aus acht bis zwölf, bei Stachelbeeren aus sechs bis acht kräftigen Bodentrieben.

Kiwis, besonders die großfrüchtigen Actinidia deliciosa, bilden lange Schlingtriebe und können völlig zuwuchern. Dichtes Geäst begünstigt Krankheiten und mindert die Fruchtqualität. Damit ausreichend Luft zirkuliert, sollten jetzt alle Schlingtriebe, die nicht für den Aufbau des Pflanzengerüstes gebraucht werden, komplett entfernt werden. Ferner kürzen Sie die fruchttragenden Triebe auf 1 m Länge. Männliche Pflanzen können besonders stark zurückgeschnitten werden, weil sie keine Früchte ernähren müssen. Bei anhaltender Trockenheit brauchen Kiwis wöchentlich mindestens 20 l Wasser je „Baumscheibe“.

Steinobstbäume werden, wenn erforderlich, gleich nach der Ernte ausgelichtet, denn in der Vegetationszeit heilen die Schnittwunden schnell. Fällig ist auch der sogenannte Sommerschnitt an Kernobst. Er wird bei stark wachsenden Bäumen als Wachstumsbremse angewandt. Hauptsächlich werden die Wasserreiser sowie alle Zweige, die in die Krone hineinwachsen, sich berühren oder miteinander konkurrieren, entfernt.

Für geschwächte Bäume mit geringem Wuchs ist der Sommerschnitt ungeeignet.

nach obenGemüseaussaat

Mit der Aussaat einiger Gemüsearten müssen Sie sich sputen. Beachten Sie die empfohlene Aussaatzeit, denn die kann von Sorte zu Sorte variieren. Bei Buschbohnen, Grünkohl und Knollenfenchel gilt der 10. des Monats als letzter Aussaattermin. Auch die Saat von Chinakohl, Kohlrabi, Lauchzwiebeln, Mangold, Möhren, Pak Choi (Chinesischer Senfkohl), Radies und Rettich sollte bald in die Erde. Keine Eile hat das Aussäen von Herbst- und Wintergemüse.

Unkompliziert ist der Anbau der Herbst- oder Stoppelrübe (Brassica rapa var. rapa subvar. esculenta). Sie eignet sich als Folgekultur und wird zwischen Juli und August direkt ins Beet gesät. Geerntet wird nach acht bis zehn Wochen. Stoppelrüben gibt es in mehreren Varianten. Entweder sind sie weiß mit einer violetten Schulter oder sie haben eine gelbe, rote oder braune Schale. Auch die Form variiert. Es gibt Sorten mit kugelförmiger oder langgestreckter Rübe. Milder und feiner schmecken die kugelförmigen Rüben, die sich vor allem als Rohkost und zum Dünsten eignen. Die etwas herberen, gestreckten Rüben sind besonders für Suppen und Eintöpfe geeignet.

Bei Aussaaten, die zu dicht stehen, müssen die schwächeren Pflanzen weichen, um adäquate Abstände für die stärkeren zu schaffen. Ganz ohne Verlust geschieht das Vereinzeln bei Roter Bete, denn dieses Gemüse schmeckt in allen Wachstumsphasen: Vor der Knollenbildung als Salat oder Blattgemüse und mit heranwachsender Knolle als „Baby Beets“.

Die Pflanzzeit für Blumen-, China-, Grün- und Spitzkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kartoffeln (frühe Sorten mit kurzer Entwicklungsdauer) sowie die Blattsalate Radicchio, Zuckerhut und Endivien endet mit diesem Monat. Für Rosenkohl ist die Pflanzsaison bereits Anfang Juli zu Ende.

Anfang der Saison ist es üblich, die Gemüsebeete mit einer Grunddüngung zu versorgen. Eine gute Basis sind organische oder mineralische Mehrnährstoffdünger in Kombination mit Stalldung, Gründünger oder Kompost. Für Gemüsearten mit hohem Nährstoffbedarf (Starkzehrer) reicht die Grunddüngung oft nicht aus. Sie können in der Mitte der Wachstumsphase eine Nachdüngung gut gebrauchen. 40 g je m² Beet eines Mehrnährstoffdüngers werden ausreichen. Die mineralische Variante ist für Pflanzen sofort verfügbar. Organischen Mehrnährstoffdünger entfalten ihre Wirkung erst, nachdem sie im Boden in eine für Pflanzen aufnehmbare Form umgewandelt wurden. Zu den Starkzehrern zählen Blumen-, Kopf- und Rosenkohl, Knollensellerie, Kürbis und Tomate.

nach obenWenn im Sommer der Regen ausbleibt

  • Die Verfügbarkeit von Gießwasser ist begrenzt. Auch bei sparsamem Gebrauch sind große Mengen erforderlich, um die Pflanzenwurzeln zu versorgen. Für das Gemüsebeet werden wöchentlich 20 bis 30 l Wasser benötigt, für Gehölze das Doppelte.
  • Es gibt nur wenige Möglichkeiten, auf Pflanzen mit geringem Wasserbedarf umzustellen. Eine überschaubare Auswahl gibt es bei Stauden und Ziergräsern, aber kaum bei Gemüsearten und Obstgehölzen.
  • Wassersparend sind Maßnahmen, die die Verdunstung des im Boden gespeicherten Wassers verringern: Häufiges Lockern der Bodenkrume sowie das Abdecken des Bodens mit Mulch oder bodenbedeckenden Pflanzen.
  • Humus im Boden wirkt wie ein Schwamm und bindet Wasser. Wenn Sie Komposterde, Stallmist oder Gründünger in den Boden einarbeiten, wird langfristig der Humusgehalt, und damit die Fähigkeit, mehr Wasser zu speichern, steigen.
Der Wasserbedarf von Pflanzen hängt von etlichen Faktoren wie Pflanzenart, Klima und Bodenbeschaffenheit ab und ist daher nur vage vorhersehbar. Um eine ungefähre Vorstellung zu bekommen, einige Zahlen: Der tägliche Wasserbedarf bei zehn Stunden Sonnenschein beträgt bei Gemüsejungpflanzen 2 l, bei mittelgroßen Gemüsejungpflanzen 4 l und bei großen Gemüsepflanzen über 6 l je m² Beet. Das Auffangen und Nutzen des Regenwassers von Dachflächen trägt erheblich zum sparsamen Umgang mit Gießwasser bei.

Die Feuerwolfsmilch (Euphorbia griffithii) wird sich auch in trockeneren Sommern wohl fühlen.
© Roth
Die Feuerwolfsmilch (Euphorbia griffithii) wird sich auch in trockeneren Sommern wohl fühlen.

nach obenVorbeugen ist besser als heilen

Präventive Pflanzenschutzmaßnahmen sind jetzt, wenn sich die Schädlinge vermehren, besonders wirkungsvoll. Wer seine Gartenpflanzen auf natürliche Weise schützen möchte, sollten alles tun, damit sich Nützlinge wohl fühlen. Ein abwechslungsreich gestalteter Garten mit großer Pflanzenvielfalt ist genau das Richtige. Kombinieren Sie Gehölze und Stauden zu einem bunten Miteinander. Auch Blumen in enger Nachbarschaft zu Tee- und Gewürzkräutern oder der Anbau von Gemüse in Mischkultur fördern Nützlinge und hemmen die Vermehrung der Schädlinge. Der Griff zu chemischen Pflanzenschutzmitteln kann nur der letzte Ausweg sein.

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Aussaat, Dahlie, Gießwasser, Hecke, Herbstaster, Humus, Schädlinge, Sonnenblume, Taglilie

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