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Wärmepumpen im Altbau? / Seite 3

November 2017

Welche Wärmepumpen-Variante eignet sich am besten für die Altbau-Sanierung? nach oben

In Bestandsgebäuden bieten sich häufig aufgrund der baulichen Gegebenheiten die Installation einer Luft/Wasser-Wärmepumpe an. Hier ist der Aufwand, um die Energiequelle zu erschließen, im Vergleich zu einer Tiefenbohrung oder Flächenkollektoren geringer. Ein weiterer Vorteil: Inzwischen sind auf dem Markt verschiedene Split-Lösungen auf Basis der Inverter-Technologie erhältlich, die eine Kombination der Luft/Wasser-Wärmepumpe mit einem Öl- oder Gas-Heizkessel ermöglichen. So können Anlagenbetreiber den bestehenden Wärmeerzeuger weiter nutzen und die Energiekosten dennoch deutlich reduzieren. Die Verbindung bei Split-Geräten zwischen der Außeneinheit und der Inneneinheit im Gebäude wird über Elektroleitungen und zwei Kältemittelleitungen hergestellt und erlaubt dadurch sehr flexible Aufstellmöglichkeiten.

Luft/Wasser-Wärmepumpe nutzen die Außenluft als Wärmequelle. Diese Wärmepumpen eignen sich sehr gut für Modernisierungen.
Luft/Wasser-Wärmepumpe nutzen die Außenluft als Wärmequelle. Diese Wärmepumpen eignen sich sehr gut für Modernisierungen.
Dieses Wärmepumpensystem in Split-Bauweise kann nicht nur Heizen, sondern verfügt auch über eine Cool-Funktion. Ergänzt wird dieses System mit der Komfortlüftung und dem Energie-Pufferspeicher.
Dieses Wärmepumpensystem in Split-Bauweise kann nicht nur Heizen, sondern verfügt auch über eine Cool-Funktion. Ergänzt wird dieses System mit der Komfortlüftung und dem Energie-Pufferspeicher.


Allerdings sollten immer auch die anderen Varianten überprüft werden. Es kommt auf die räumlichen Gegebenheiten an: Gibt es Platz für eine Erdbohrung? Ist der Abstand groß genug zum Nachbargrundstück? Ist beispielsweise das Grundstück groß genug und soll der Garten ohnehin komplett neu angelegt werden, machen häufig auch erdgekoppelte Varianten Sinn. Solche Erdwärmepumpen erreichen höhere Jahresarbeitszahlen und arbeiten sehr effizient bei geringen Betriebskosten. Im Altbau mit einem vergleichsweise hohen Wärmebedarf kann sich das schnell positiv auswirken. Erdwärmesonden können bis zu 100 Jahre halten, damit wird zugleich eine Wertsteigerung von Haus und Grundstück erzielt. Welche Variante die Beste ist, muss ein Fachmann vor Ort entscheiden.

Auf einen Blick nach oben

Vorteile von Wärmepumpen

Ganz gleich, für welche Wärmequelle (Luft, Erde oder Grundwasser) Sie sich entscheiden, diese Vorteile bietet eine Wärmepumpe:

  • Unabhängigkeit: Die Wärmepumpe macht Sie unabhängig von schwankenden Öl- oder Gaspreisen.
  • Umweltbewusst: Sie produzieren bis zu 50 Prozent weniger Emissionen.
  • Niedrige Heizkosten: Sie sparen bis zu 75 Prozent an fossilen Brennstoffen.
  • Flexibilität: Sie können komfortable Wohnwärme sowie optional Warmwasser und Wohnraumkühlung genießen. Es ist möglich, die Heizung zu einem Hybridsystem zu erweitern und auf Wunsch weitere erneuerbare Energien einzubinden.
  • Sie können attraktive Fördermittel beantragen.
  • Komfort: Wärmepumpen müssen nur selten gewartet werden.

Was ist die Jahresarbeitszahl? nach oben

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschreibt das Verhältnis von bereitgestellter Wärme und zugeführter elektrischer Energie. Je höher die JAZ desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Ausschlaggebend für eine gute Effizienz ist, neben einem hohen Wirkungsgrad der Wärmepumpe, ein geringer Temperaturunterschied zwischen Wärmequellen- und Vorlauftemperatur.


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