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Die Neuen im Gemüsebeet

Januar 2019 Das Gartenjahr 2019 beginnt mit vielen Neuheiten, die zum Ausprobieren verlocken! Neben klassischen Gemüsen wie Tomaten, Paprika oder Buschbohnen schaffen es auch ­exotische Gewürze wie Sushi-Perilla und traditionsreiche Gemüse wie das Barbarakraut auf die persönliche Hit­liste unserer Autorin Dagmar Stein.




nach obenTomaten

Jedes Jahr kommt eine Vielzahl neuer Tomatensorten auf den Markt. Am meisten begeistern mich kleinfrüchtige Cocktailtomaten, weil sie so lecker schmecken und ich sie wie eine kleine Vitaminpraline zwischendurch naschen kann. Fangen wir daher an mit einer Neuheit von Dürr-Samen: der Geschmacks-Kirschtomate 'Aranca F1' Bild 1 . Sie entwickelt laut Hersteller zahlreiche, kirschgroße, dunkelrote Früchte, die für ihren tollen Geschmack mehrfach ausgezeichnet wurden.

Bild 1: Kirschtomate 'Aranca F1'
© Dürr-Samen
Bild 1: Kirschtomate 'Aranca F1'
Bild 2: Eiertomate ‘Zipfelchen’
© Gärtner Pötschke GmbH
Bild 2: Eiertomate ‘Zipfelchen’

Die Eiertomate 'Zipfelchen' Bild 2 (Gärtner Pötschke) verdankt ihren Namen einem kleinen Zipfel, der sich am unteren Ende der ovalen Frucht befindet. Die lustigen Früchte machen sich gut als Deko beim kalten Buffet, im Salat oder verleiten Kinder und Erwachsene zum gesunden Snack. Ihr Geschmack sei fruchtig und dennoch würzig, so der Hersteller, und ihr Fleisch schnittfest. Außerdem soll die Sorte sehr widerstandskräftig gegen Viruserkrankungen, die Erreger der Pilzkrankheiten Fusarium und Verticillium sowie gegen Nematoden sein.

Mit ihrer ungewöhnlichen Farbe sticht die Fleischtomate 'Honey Moon' Bild 3 ins Auge (Sperli, Gärtner Pötschke): die Schale erscheint im Reifezustand rosa! Die Früchte sind sehr groß, fleischig und haben eine fruchtige Süße. Laut Züchter kann eine einzige Frucht 250 bis 300 g erreichen. Auch diese Sorte zeige eine große Toleranz gegenüber den häufigsten Tomatenkrankheiten zeigen.

Bild 3: Fleischtomate ‘Honey Moon’
© Sperli GmbH
Bild 3: Fleischtomate ‘Honey Moon’
Bild 4: Bio-Kirschtomate ‘Sunviva’
© Bruno Nebelung GmbH/Kiepenkerl
Bild 4: Bio-Kirschtomate ‘Sunviva’

Zum Schluss noch eine fast schon revolutionäre Neuheit: die Bio-Kirschtomate 'Sunviva' Bild 4 (Kiepenkerl, Gärtner Pötschke). Diese Sorte bringt kleine, gelbe, fein aromatische Früchte, die am besten gleich vom Strauch in den Mund wandern. Doch das ist gar nicht mal das Besondere. Was sie zum Novum in der Saatgutbranche macht: Sie zählt als eine der ersten zu den sogenannten „Open-Source-Sorten“ (siehe Kasten).

nach obenPaprika

Bild 5: Paprika ‘Snacking Purple’
© Gärtner Pötschke GmbH
Bild 5: Paprika ‘Snacking Purple’
Ein optisches Highlight ist 'Snacking Purple' Bild 5 (Gärtner Pötschke). Die kleinen, spitzen Früchte dieser Snack-Paprika färben sich im reifen Zustand purpurviolett – eine außergewöhnliche Farbe, die Salate oder kalte Platten dekorativ aufpeppt. Das minimale Kerngehäuse liegt direkt am Fruchtansatz, sodass Sie die erntereifen Paprika frisch von der Pflanze pflücken und gleich naschen können.

Wer es gern etwas schärfer mag, wird bestimmt im 'Peperoni Mix Scoville' (Quedlinburger Saatgut) fündig. In der Mischung sind drei verschiedene Peperoni-Sorten in verschiedenen Schärfegraden vereint – von mild (der schlanke Spitzpaprika 'Lombardo') über pikant-würzig (der spanische 'Pimiento de Padron') bis scharf (der gelbe ungarische Paprika 'Hungarian yellow wax hot'). Grundsätzlich gilt, je länger die Früchte ausreifen, desto schärfer und gleichzeitig süß-aromatischer werden sie. Bei Überreife nimmt die Schärfe wieder ab. Praktisch: Die Mischung gibt es als Saatplatte, in der die Samen bereits im passenden Abstand zwischen Papierlagen eingearbeitet sind.

nach obenBohnen

Bei Bohnen schwören viele Hobbygärtner auf ihre bewährten Sorten. Doch wegen ausgelaufener Sortenrechte müssen diese häufig nach einigen Jahren ersetzt werden. So läuft beim Hersteller Kiepenkerl in diesem Jahr die beliebte Buschbohnensorte 'Prinzessa' ab. Sie wird ersetzt durch die mittelspät reifende Filetbohne 'Faraday' Bild 6. Diese zeichne sich laut Hersteller durch einheitliche, schlanke, glatte Hülsen aus, die nach dem Kochen sehr gut schmecken. Sie seien besonders zart, weil sie keine Fäden bilden.

Bild 6: Filetbohne ‘Faraday’
© Bruno Nebelung GmbH/Kiepenkerl
Bild 6: Filetbohne ‘Faraday’
Bild 7: Sojabohne ‘Green Shell’
© Bingenheimer Saatgut AG
Bild 7: Sojabohne ‘Green Shell’

Im asiatischen Raum gehören die eiweißreichen, dicken Sojabohnen auf den alltäglichen Speiseplan. In Japan sind sie vor allem als noch unreif geerntete, grüne Bohnen ein Hit. Sie heißen dort „Edamame“ und werden in der Hülse gegart und mit etwas Salz und Gewürzen bestreut als Beilage zum Bier oder Sushi gereicht. Die Bohnen „zuzelt“ man dann sanft mit den Zähnen aus der Hülse in den Mund – die Hülse bleibt übrig. Auch bei uns entwickeln sich die leckeren Edamame zum trendigen Snackgemüse. Der Anbau ist an warmen Standorten sogar bis in den Norden Deutschlands möglich. Von Bingenheimer Saatgut gibt es sie nun als Bio-Saatgut. Die Sorte 'Green Shell' Bild 7 sei speziell zum Verzehr als Edamame gezüchtet, reife früh und entwickle besonders große Körner mit hervorragendem Geschmack im Frischverzehr, so Bingenheimer.

nach obenTraditionsreiches Gemüse

Bild 8: Winterkresse
© Sperli GmbH
Bild 8: Winterkresse
Mit einem Klassiker aus der Reihe der traditionsreichen Gemüse bereichert Sperli in diesem Jahr sein Bio-Sortiment: der Winterkresse Bild 8, auch als Barbarakraut (Barbarea vulgaris) bekannt. Das frostbeständige Würzkraut ist in Europa heimisch und wird vor allem als vitaminreiches Wintergemüse genutzt. Die dunkelgrünen Blätter sind reich an Vitamin C und erinnern mit ihrem leicht scharfen Geschmack an Kresse oder Meerrettich. Die würzigen Blätter dienen als Beigabe zur Brotzeit, in Smoothies, in Suppen oder Salaten. Die Aussaat erfolgt von August bis September. Bereits nach acht bis zwölf Wochen können Sie die ersten Blätter ernten. Nach dem Winter bilden sich hübsche, bis 1 m hohe Pflanzen mit gelben Blüten.

nach obenExotisch

Bild 9: Sushi-Perilla
© Dürr-Samen
Bild 9: Sushi-Perilla
Perilla ist eine japanische Würzpflanze mit großen, gewellten, stark gezähnten Blättern – in Asien auch als „Shiso“ bekannt. Die Blätter haben ein erfrischendes Aroma, das sich je nach Art unterscheidet. Grünblättrige Sorten schmecken eher nach Zitrone, rotblättrige mehr nach Minze und Anis. Dürr-Samen bietet in diesem Jahr die rotblättrige Sushi-Perilla Bild 9 (Perilla frutescens) an. Die Pflanze gedeiht an einem sonnigen, geschützten Standort problemlos in hiesigen Gärten. Sie keimt jedoch erst ab einer Bodentemperatur von 15 °C. Sie sollten Perilla also im Haus vorziehen oder erst ab Mitte Mai direkt in den Boden säen. Tipp: Die Blätter am besten jung ernten.

Interessiert an den vorgestellten Sorten?

Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!
Bild 10: Spargelsalat ‘Chinesische Keule’
© Sperli GmbH
Bild 10: Spargelsalat ‘Chinesische Keule’
Spargelsalat (Lactuca sativa var. angustana) ist eine alte chinesische Kulturpflanze, die jetzt mit der Sorte 'Chinesische Keule' Bild 10 im Bio-Programm von Sperli angeboten wird. Die schnellwüchsigen Pflanzen entwickeln zunächst eine Rosette mit vielen Blättern. Anschließend bilden sich etwa 3 bis 4 cm dicke und ca. 50 cm hohe Strünke, die ein saftig-zartes, wohlschmeckendes Aroma haben. Die Blätter können Sie roh als Salat essen oder für leckere Wokgerichte verwenden. Die Strünke sollten Sie vor dem Verzehr schälen. Sie schmecken roh, aber auch gedämpft, gebraten oder wie Spargel gekocht und mit einer Holländischen Soße oder flüssiger Butter serviert. Die Kultur von Spargelsalat erfolgt wie bei Kopf- oder Romanasalat.

nach obenOpen-Source-Sorten

Normalerweise sind Gemüse- oder Blumensorten vom Züchter mit Sortenschutzrechten belegt. Saatgut darf daher nur mit Erlaubnis des Inhabers dieser Sortenschutzrechte vermehrt und verkauft werden. Hobbygärtnern ist lediglich die private Gewinnung von Samen für den Eigenbedarf oder der „Tausch über den Gartenzaun“ erlaubt. Bei den Open-Source-Sorten ist das anders. Diese Sorten besitzt niemand, sie gehören der Allgemeinheit. Sie dürfen nicht mit geistigen Eigentumsrechten – also Sortenschutzrechten oder Saatgutpatenten – belegt werden. Open-Source-Sorten darf jeder frei vermehren, weiterentwickeln und an andere weitergeben. Zwingend erforderlich ist jedoch eine Kennzeichnung des Saatguts mit einem bestimmten Text (weitere Informationen dazu finden Sie unter www.opensourceseeds.org/lizenz).

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Anbau, Bohne, Gemüsebeet, Paprika, Spargelsalat, Tomate, Winterkresse, rotblättrige Sushi-Perilla

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