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Die Gemeine Kommaschildlaus

März 2018


Gemeine Kommaschildlaus
© Zeichnung: Margarete Griegel aus dem Buch „Mein gesunder Obstgarten“
Gemeine Kommaschildlaus

nach obenSchaderreger und Schadbild

Die Gemeine Kommaschildlaus ist bei uns die bekannteste Schildlausart. Sie kommt in erster Linie auf Apfel-, aber auch auf Birn-, Kirsch- und Pflaumenbäumen und sogar auf Johannis- und Stachelbeeren sowie vielen Zierbäumen vor.

Auf Zweigen, Ästen und Stämmen sind oft dichte Anhäufungen von miesmuschelförmigen, 2,2–3,4 mm langen Schildläusen anzutreffen, die eine lückenlose Kruste bilden.1 Bei starkem Befall wird der Wuchs der Bäume durch die Saugtätigkeit der Läuse gehemmt. Der Fruchtansatz kann stark reduziert werden.

nach obenSo entwickelt sich der Schädling

Die Eier der Gemeinen Kommaschildlaus überwintern unter den Schilden auf den Zweigen, Ästen und Stämmen.1 Im Mai, meist unmittelbar nach der Apfelblüte, schlüpfen etwa 0,3 mm große, gelbliche Larven. Sie verlassen die Schilde und wandern auf die Wirtspflanze.2 Nach 2–3 Tagen setzen sie sich auf der Rinde fest und beginnen zu saugen und ihren eigenen Schutzschild zu bilden. Nach drei larvalen Zwischenstadien und Häutungen wird das Weibchen etwa im Juli fortpflanzungsfähig.3 Diese überwiegend an Obstgehölzen vorkommende Unterart der Kommaschildläuse entwickelt sich parthenogenetisch, das bedeutet, ohne Befruchtung durch Männchen. Eine andere Unterart braucht aber die Begattung durch Männchen4 für die Fortpflanzung. Im August/September legen sie 40–90 Eier unter dem Schild ab.5 Danach sterben die Weibchen und die Eier überwintern, geschützt durch die Schilde.6

nach obenVorbeugung und Bekämpfung

Im Winter können die Schildlauskrusten am besten mit einer Drahtbürste abgekratzt werden (der blaue Balken).

Die Austriebspritzung mit paraffinhaltigen Mitteln, z. B. „Promanal Neu Austriebsspritzmittel“ von Neudorff oder „Solabiol Austriebsspritzmittel“ von SBM, ist bei dieser Schildlaus nur zusammen mit dem Abkratzen der Schilde wirksam, da die Eier so mit dem Austriebspritzmittel kontaminiert werden (der rote Balken).

Eine erfolgreiche Bekämpfung garantiert die Behandlung der Larven, nachdem sie die Schilde verlassen und bevor sie ihren eigenen Schild aufgebaut haben. Da dies ein relativ kurzer Zeitraum ist, lohnt es sich schon ab dem Ende der Blüte, die Schildläuse mit einer Lupe zu beobachten, um sie im ungeschützten Stadium mit einer Spritzmaßnahme zu „erwischen“.

Für diese Maßnahme ist das rapshaltige „Naturen Schädlingsfrei“ von Celaflor geeignet.

nach obenBuch-Tipp

Weitere Informationen finden Sie in dem Buch "Mein gesunder Obstgarten: Großer Krankheits- und Schädlingskalender" von Adalbert Griegel.

Adalbert Griegel
Mein gesunder Obstgarten: Großer Krankheits- und Schädlingskalender
232 Seiten
Preis: 19,90 Euro
ISBN: 3-930384-14-0
Verlag: Griegel

Erhältlich im Buchhandel oder bei Amazon.de.

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Schlagworte dieser Seite:

Apfelblüte, Bekämpfung, Buch-Tipp, Kommaschildlaus, Schaderreger, Schildlausart, Schädling, Vorbeugung

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