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Frühjahrsputz im Gartenteich

März 2018 Kaum ist der Winter vorbei, erwachen Garten- und Schwimmteiche zu neuem Leben. Doch bevor der Reigen der Natur von neuem beginnt, sollten Sie den Gartenteich reinigen und auf die kommende Saison vorbereiten. Sonst breiten sich die Algen schnell aus und vermiesen das ungetrübte Teicherlebnis.


© Stein
Halbzersetztes Restlaub, stehendes, sauerstoffarmes Wasser und rasch steigende Temperaturen reichern das Wasser mit Nährstoffen an. Noch aber sind die zögernd erwachenden Pflanzen keine wirksamen Abnehmer. Die Folge: Schon unerwartet früh machen sich Grün- und Fadenalgen breit. Was tun?

Säubern Sie den Teich zunächst mit einfachen Mitteln: entfernen Sie Laub und Pflanzenreste mit der Hand. Auch Uferrandpflanzen, die in den Teich hineinwachsen, können Sie etwas zurückschneiden. Haben sich bereits Fadenalgen gebildet, fischen Sie diese mit einem Kescher Bild 1 heraus.

Bild 1
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nach obenSchlammsauger

Mit einem Schlammsauger Bild 2 (z. B. VacuPro Cleaner von Ubbink oder PondoVac von Oase) können Sie auf den Grund gesunkene Pflanzenteile und Bodenschlamm auf einfache Weise entfernen. Der Schlick wird von Folien und Pflanzen abgesogen, ohne das Wasser abzulassen und damit das biologische Gleichgewicht zu gefährden. Je nach Bedarf kann man die Öffnung der Ansaugdüse einstellen. 2 mm sind angebracht, wenn der Untergrund kiesig ist und Steinchen draußen bleiben sollen. Bei 10 mm Durchlass geht dagegen die Arbeit schnell. Dazu gibt es Teleskopstangen für das Arbeiten an größeren Teichen. Wollen Sie kein kostbares Wasser vergeuden, bringen Sie am Wasser-Ablass-Schlauch einen Filterbeutel an. So können Sie das gereinigte Wasser wieder dem Teich zuführen.

nach obenHalten sauber: Skimmer

Bild 3
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Möchten Sie der Verschmutzung durch eingetragene Pflanzenteile vorbeugen, bringt schon ein Überlauf mit Skimmer Bild 3 viel Wirkung. Die gibt es fest montiert oder auf der Wasseroberfläche schwimmend. Sie fangen hereingewehtes Laub, Pollen oder Samen von Gehölzen ein. Diese treiben meist erst ein bis zwei Tage auf der Oberfläche, bevor sie zum Grund absinken, zersetzt werden und damit das Algenwachstum fördern. Die runden oder eckigen Skimmer-Geräte bestehen aus einer leistungsfähigen Pumpe, die beständig das Wasser von der Oberfläche ansaugt, durch ein Sieb zieht und es wieder ausstößt. Die Pflanzenteile bleiben in dem Sieb hängen.

nach obenNeue Pflanzen einsetzen

Bei der Teichreinigung – sollten Sie niemals alles Wasser entfernen – zwei Drittel austauschen genügt. Danach wird umgepflanzt und neu hergerichtet. Seerosen lassen sich jetzt am besten teilen und in neue Körbe mit Wasserpflanzenerde umsetzen. Fieberkraut, Tannenwedel, Wollgras und Rohrkolben sind wuchernd; jetzt kann man wieder für klare Verhältnisse sorgen. Im Gartencenter warten bereits das umfangreiche Teichprogramm und eine große Auswahl an Pflanzen – nun ist die beste Pflanzzeit, rund um den Teich.

Wie wäre es mit kleinen Neuerungen, einem Bachlauf und einer Quelle? Mit einem zweiten Teich? Oder mit einer Sumpfzone, die als Filter für das Teichwasser wirkt? Hier vollbringen Rohrkolben, Gelbe Wasserschwertlilie, Blumenbinsen, Wasserranunkeln, Binsen und Seggen wahre Wunder auf Bio-Art.

nach obenTrübes Wasser – was tun?

Eine leichte Wassertrübung durch Schwebealgen wird als vorübergehend und natürlich hingenommen. Sie tritt vor allem im Frühling auf, wenn sich das Wasser mit steigender Sonne schnell erwärmt, die Vegetation aber noch längst nicht ihre volle Wirksamkeit erreicht hat. Trockenbakterien (eine Art Kompoststarter fürs Wasser) machen den Algen durch die schnelle Umsetzung organischer Materialien die Nährstoffe streitig. Jetzt ins Wasser gestreut, vermehren sie sich kräftig. Bei starker Algenbildung sollten Sie stets der Ursache auf den Grund gehen. Algen sind ein deutliches Zeichen für zu viele Nährstoffe im Teichwasser, die durch die Umsetzung von Stängeln und Blättern oder durch Futterreste und Exkremente von Fischen entstehen. Die grüne Suppe aber mindert nicht nur die Freude am Teich, sondern entzieht auch Seerosen, Schwimmblatt- und Unterwasserpflanzen das Licht.

nach obenTeichwasser selber testen

Bakterien wandeln frei werdenden Stickstoff rasch in giftige Nitrite um, die zusätzlich Pflanzen und Fische empfindlich schädigen können.

Bild 4
© Stein
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Auch zu hoher Kalkgehalt wirkt algenfördernd. Ideal ist ein schwach saueres Teichwasser mit pH-Wert von 6–7,5. Liegt er über 10 oder unter 5, so gehen Fische und Pflanzen ein. Zur Kontrolle von Nitrit- und pH-Werten gibt es im Fachhandel ein einfaches Testset. Fünf verschiedene Wasserwerte können so zuverlässig ermittelt werden: pH-Wert,Nitrat- und Nitrit-Wert, die Karbonathärte und die Gesamthärte. Indikatorstreifen oder die Messung der Ionenströme liefern ähnliche Analysen. Vor allem bei Fischbesatz, aber auch bei Pflanzen, ist die laufende Überwachung empfehlenswert. Mit eingehängten Schwarztorf-Säckchen Bild 4 oder entsprechenden Mitteln aus dem Gartenfachhandel lässt sich der pH-Wert absenken. Mehr Sauerstoff im Teich fördert die natürliche Umsetzung. Hierfür helfen Sauerstoffpumpen, Filter, Bachlauf, Wasserfall und mehr Unterwasserpflanzen.

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Algen, Fadenalgen, Gartenteich, Kalkgehalt, Restlaub, Schlick, Schwebealgen, Skimmer, Stickstoff, Teich

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