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Christrosen: Blühwunder zur Weihnachtszeit

Dezember 2017 Rechtzeitig zu Weihnachten öffnen Christrosen ihre weißen Blüten. Wenig später folgen im neuen Jahr die nahe verwandten, etwas bunteren Lenzrosen. Kälte macht ihnen nichts aus – ideal für eine stimmungsvolle Schalenbepflanzung.


Bild 1: Christrose 'Wintersun'
© Volmary
Bild 1: Christrose 'Wintersun'
Christrosen (Helleborus niger), die im Volksmund auch Nieswurz genannt werden, verkörpern seit jeher die Weihnachtszeit. Mitten im tiefsten Winter zeigen sie ihre unschuldig wirkenden Blüten und lassen sich auch durch Schnee und Eis nicht am neuen Austreiben hindern. Die heimischen Wildformen aus den Wäldern der Alpen erschienen unseren Vorfahren als Sinnbild für ein Wunder, nämlich der Geburt neuen Lebens trotz widriger Bedingungen. Man pflückte die Blüten und brachte sie ins mäßig warme Zimmer, ein Brauch, der weite Verbreitung fand.

Christrosen gehören vielerorts traditionell zum Weihnachtsfest und so mancher schmückt an Heiligabend damit den festlich gedeckten Tisch. Noch vielmehr werden sie aber als prachtvoller Blickfang in Schalenpflanzungen für den Hauseingang, auf der Terrasse oder auf dem Balkon genutzt.

nach obenEdel, aber genügsam

Die winterharten, mehrjährigen Stauden öffnen ihre zauberhaften, schneeweißen Blüten schon ab Ende November, Anfang Dezember. In dekorativem Kontrast zu den Blüten stehen die kräftigen dunkelgrünen Laubblätter, die ganzjährig die Pflanze schmücken. Je nach Sorte erreichen sie eine Höhe von etwa 30 cm und sind damit ideal für winterliche Schalenbepflanzungen.

Christrosen sind sehr genügsam und als Bewohner schattiger, im Sommer oft trockener Wälder erstaunlich widerstandsfähig. Man kann sie schon jetzt oder nach der Blüte aus der Schale im Schatten von Gehölzen auspflanzen. Hauptsache, die Langsamwachser bleiben auf Jahre ungestört. Ein lehmiger, kalkhaltiger, aber durchlässiger Boden entspricht ihren heimatlichen Verhältnissen, doch gedeihen sie auch auf leichten Böden, solange diese genügend Humus enthalten. Über die Jahre entwickeln sie sich zu stattlichen Horsten, die im Winter viele attraktive Blüten zeigen.

nach obenGroße oder kleine Blüten?

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Sorten, die entweder mit riesigen oder zarten, kleinen Blüten verzaubern. Besonders reichblütig ist die Sorte 'Wintersun' (von Volmary) Bild 1. Sie schmückt sich mit großen, reinweißen Blüten und schiebt bis zum Frühjahr immer neue Triebe nach. Ihr einheitlicher Wuchs macht sie ideal für die winterliche Bepflanzung von Töpfen und Schalen. Nur an Tagen mit starkem Frost legt sie eine Blühpause ein, um dann aber bei wärmerem Wetter wieder durchzustarten. In die „Helleborus Gold Collection®“ (HGC) werden nur Sorten aufgenommen, die besonders robust und wertvoll sind. Langjährige Sortentests gewährleisten blühfreudige, langlebige Sorten.'HGC Josef Lemper' ist ein beliebter Klassiker aus der Serie, 'HGC Diva' Bild 2 ist eine neue Sorte mit besonders großen Blüten, die schon ab November erscheinen. Exotisch wirkt die Sorte 'HGC Snow Frills´ Bild 3 mit ihren kleinen, besonders üppigen, inneren Blütenblättern.

Bild 2: HGC Diva
© Heuger
Bild 2: HGC Diva
Bild 3: HGC Snow Frills
© Heuger
Bild 3: HGC Snow Frills

nach obenDrinnen oder draußen?

Bild 8: HGC White Christmas
© Heuger
Bild 8: HGC White Christmas
Christrosen sind ein toller Blickfang – sowohl für drinnen als für draußen. Üppig und elegant wirkt beispielsweise eine Schale, die nur mit Christrosen bepflanzt wird. Sie lassen sich aber auch mit vielen Herbst- und Winterpflanzen wie Schneeheide, Gaultheria oder winterharten Gräsern und Gehölzen kombinieren. Die Christrose avanciert zum Star, wenn sie als Königin der Schale beispielsweise von einem „Hofstaat“ aus Stacheldrahtpflanzen (Calocephalus brownii) oder dem Silber-Greiskraut (Senecio cineraria) umgeben ist. Die dunkelgrünen, hübschen Blätter der Christrose bilden einen tollen Kontrast zum silbrigen Laub der Strukturpflanzen. Noch ein paar Beeren, Zapfen oder Weihnachtskugeln dazu gesteckt und mit einem Windlicht dekoriert, schon kommt gemütliche Adventsstimmung auf!

Aber auch für Innendekorationen lassen sich Christrosen verwenden. Hierfür eignet sich besonders die Sorte 'HGC White Christmas®' Bild 8. Die Pflanzen sollten dabei möglichst kühl stehen, zum Beispiel im Wintergarten und regelmäßig gegossen werden. Vermeiden Sie stauende Nässe. Nach der Blüte können Sie die Christrosen in den Garten auspflanzen. Wichtig sind dafür frostfreie Tage, um das empfindliche Wurzelwerk vor Minusgraden zu schützen.

nach obenFarbenprächtige Lenzrosen

Bild 5: Lenzrose H. Orientalis
© Stein
Bild 5: Lenzrose H. Orientalis
Der Flor der mit der Christrose nahe verwandten, farbenprächtigeren Lenzrosen (Helleborus-Hybriden) setzt erst ab Januar ein, hält dafür aber bis März oder Anfang April an. Die heute üblichen Hybriden entstanden aus Kreuzungen der Orientalischen Nieswurz (Helleborus orientalis) Bild 5 mit anderen Arten dieser Gattung. Sie sind erstaunlich wüchsig und bedeutend blühwilliger als die Naturformen. Die meist prächtig gefleckten Blüten auf 15 bis 20 cm hohen Stängeln blühen wochenlang bis in den Frühling. Die Hybriden sind robust und bilden auch in mageren, sommer-trockenen Böden dichte, immer üppiger und prächtiger blühende Horste. Geben Sie ihnen im Garten einen halbschattigen bis schattigen Standort, gerne unter laubabwerfenden Gehölzen.

Lenzrosen kann man bei Tauwetter und frostfreiem Boden auch in den Wintermonaten pflanzen (Abstand 30 bis 40 cm). Vorgetriebene Pflanzen aus dem Gewächshaus sollten Sie erst durch Herausstellen tagsüber abhärten, dann passen sie sich den für sie normalen Bedingungen an und überstehen bald auch harte Fröste. Alle sechs bis acht Jahre kann man Lenzrosen direkt nach der Blüte durch Teilen verjüngen.

nach obenSo viele Sorten!

Bild 4: HGC Silvermoon
© Kiepenkerl
Bild 4: HGC Silvermoon
Vor allem bei den Lenzrosen gibt es eine enorme Sortenvielfalt, die sich in Form und Farbe der Blüten unterscheidet. Viele vollziehen beim Abblühen noch einen attraktiven Farbwechsel. Klassisch in Weiß zeigen sich die großen Blüten der ‚'HGC Silvermoon' Bild 4, die apart nach grün-rosa abblühen. 'Cinnamon Snow' erfreut bereits ab Dezember mit weißen Blüten, die in der Blütenmitte leicht zimtfarben angehaucht sind. Weiße, in der Blütenmitte apart bordeaux gesprenkelte Blüten weist die Sorte 'SP Conny' auf. Mit rosafarbenen bis roten Blüten schmückt sich dagegen die Lenzrose 'Pink Frost'. Das geht auch noch dunkler, denn 'SP John Hopkins' Bild 6 und 'SP Rachel' punkten mit Blüten in tiefem Bordeauxrot. Besonders außergewöhnlich ist die neue Sorte 'SP Abby' Bild 7 mit ihren gelben, innen leicht tiefrot gesprenkelten Blüten.

Bild 6: SP John Hopkins
© Heuger
Bild 6: SP John Hopkins
Bild 7: SP Abby
© Heuger
Bild 7: SP Abby

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Christrose, Lenzrose, Stauden, Weihnachtszeit, Winter, winterhart

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