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Neuer Schwung in alte Gärten

© Stein

Februar 2017 Gärten kommen mit der Zeit in die Jahre, das ist ganz normal. Manche Pflanzen entwickeln sich üppig und fangen an zu wuchern, andere gedeihen gar nicht mehr. Zäune werden morsch oder sehen einfach nicht mehr schön aus. Dann wird es Zeit zur Umgestaltung. Wir zeigen Ihnen anhand eines Beispiels, wie das geht.


Wo einst die Sonne auf nackten Boden prallte, wo man jedes Zweiglein am Strauch mit Freude zur Kenntnis nahm, erstickt nach Jahren alles im Dschungel der Blätter und nur selten verirrt sich ein Sonnenstrahl auf die wenigen Blumen, die im Schatten ihr Leben fristen. In solchen Fällen wirkt nicht nur ein radikaler Rückschnitt, sondern sogar ein kompletter Wechsel Wunder. Bringen Sie frischen Wind in Ihren Garten und verhelfen Sie Beeten, Rasen oder Gehölzen zu neuem Glanz.

Bewährtes übernehmen, aber sonst einen komplettem Tapetenwechsel wagen, das stand bei unserem Stauden- und Gehölzbeet zur Debatte. Von Sommerblumen bis zu Immergrünen war darin alles zu finden. Doch irgendwie hatte sich der Schick verloren, der einst den Blickfang vom Sitzplatz am Hause zum Hingucker machte. Auch modische Elemente wie Obelisken aus verzinktem Metall und Kaskadenrosen konnten da nur wenig verbessern. Was tun?

nach obenIdeen und Pflanzpläne vom Fachmann

Gute Planung ist hier Gold wert. Das Honorar für Skizze und Pflanzplan vom Fachmann ist unerheblich, vergleicht man den Gewinn an Stil und Lebensqualität, den die Familie nachher aus ihrem kleinen Garten zieht. Nur wenige Quadratmeter (6 mal 7 m) standen in unserem Beispiel zur Verfügung.

Der Gartenberater Ihres Landesverbands im Verband Wohneigentum hilft bei der Planung gerne kompetent mit Ideen und Anregungen weiter.

Aber auch Gärtner, Gartencenter und Baumschulen, die Pflanzen liefern, sind Ansprechpartner, wenn Sie Ihren Garten selber umgestalten wollen. Ein speziell ausgearbeiteter Pflanzplan samt Einkaufsliste (gegen Entgelt) entsteht dann meist nach einer Ortsbesichtigung, bei der die Wünsche besprochen werden. Die Umsetzung bleibt dann der Familie überlassen.

nach obenAn Beispielen aufgezählt

Ursprüngliche Gestaltung
© Stein
Ursprüngliche Gestaltung
Hier galt es zunächst, den Blick auf Nachbars Maschendrahtzaun abzuschirmen. Ein Dichtzaun aus Holz ist die schnelle Lösung, doch eine Hecke aus dem aufrecht wachsenden immergrünen Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus 'Otto Luyken') erfordert nur gelegentliches Auslichten zu langer Triebe, bietet aber mit weißen Blüten zweimal im Jahr, mit edel glänzenden immergrünen Blättern und schwarzglänzenden Früchten für die Vögel eine naturgemäße und damit bessere Alternative.

  • Der kleine Garten wird durch geschwungene Wege aus Granitpflaster geprägt. Wie beim chinesischen Feng-shui wirkt dies gefälliger und harmonischer als gerade Linien. Der Blick fällt auf eine niedrige Buchshecke und wird unwillkürlich zu einem Kreis aus solide gepflasterten Natursteinen geleitet. Diese ebene Fläche ist mit zwei Metern Durchmesser gerade groß genug, um einen, notfalls auch zwei Stühle und einen kleinen Bistrotisch aufzunehmen.
  • Inmitten von üppig blühenden Kaskadenrosen 'Super Dorothy' mit Tausenden von Blüten kann man sich prächtig erholen. Diese und die dunkel-weinrote Schwestersorte 'Super-Excelsa' eignen sich prima für kleine Gärten mit romantischer Atmosphäre. Dazu tragen zierliche, weich überhängende Triebe und lange haltbare, gefüllte Blüten bei, die in Mengen herabhängen. Beide Sorten sind robust und gesund mit hoher Toleranz gegen Sternrußtau, Rosenrost und mäßiger Anfälligkeit gegen Mehltau. Zwar fehlt ihnen der Duft, doch bringen sie nach der Hauptblüte im Hochsommer bis zum Frost viele neue Triebe und Blüten. Zierlich und weich, wie sie sind, müssen sie aufgebunden werden oder brauchen Halt an bis zu 250 cm hohen Rosenbögen, Rosenschirmen, Pergolen, Lauben oder Obelisken.

Bild 1
© Classic Garden Elements
Bild 1
  • Die Rosenschirme Bild 1 aus der Belle Epoque sind etwas Besonderes und sehr zu empfehlen. Erfunden hat sie der Impressionisten-Maler und Gartenliebhaber Claude Monet. Auch heute werden sie wieder nach alten Vorbildern gefertigt (z.B. von Classic Garden). Dank ihrer Konstruktion kommen romantische Kaskadenrosen voll zur Wirkung, denn die zarten, herabhängenden Triebe können sich nach allen Seiten verteilen und optimal präsentieren. Voraussetzung ist eine Veredelung der Sorten auf Hochstämmchen. Eine Stammhöhe von 140 cm reicht für die gezeigte Sorte 'Super Dorothy' gerade mal aus.
  • Geben Sie Ihrem Garten ein Raumgefühl und damit optische Spannung und Geborgenheit. Mit flachen Beeten und Rasen allein ist dies nicht zu erreichen. Die Höhe muß eher mit Hecken (möglichst in wechselnden Höhen), mit Zäunen, Rankgittern und Kletterpflanzen, die sich an Obelisken, Pergolen oder Stützen emporranken können, erreicht werden. Trotz Platzverbrauch wird Ihr Garten damit größer, intimer und interessanter wirken.
  • Auch wenn man nur wenig Pflaster verwendet − bei diesen Arbeiten muß genau gearbeitet werden. Wichtig: Die größeren und schwereren Randsteine werden als fester Rahmen in Zementmörtel dauerhaft vermauert, um ein Abrutschen der Steine oder ein Durchwachsen der Vegetation zu verhindern. Dazu die Wegefläche 30 bis 40 cm tief auskoffern und mit einem Sand-Gesteinsmehl-Gemisch auffüllen. Hierrein werden die Granitsteine eingesetzt und festgeklopft. Unverrückbar fest und belastbar werden sie durch das Einfegen und Einschlämmen von Gesteinsmehl. Abrütteln mit einer Maschine oder Verdichten mit einem Stampfer schließen die Pflasterarbeiten ab.

© Stein
© Stein

  • Damit ein Garten rund ums Jahr gefällig aussieht und dem Besitzer reichlich Zeit zum Genießen erlaubt, kommt es nicht nur auf passenden Blütenfarbe an, sondern vor allem auf eine Struktur, die sich mit Immergrünen präsentiert. Günstig ist ein Rahmen aus geschnittenem Buchs, der die Beete einfasst und die Vegetation bändigt. Kugelformen und Spiralen sind Attraktionen, die ganzjährig die Blicke auf sich ziehen. Bei Rosen lohnt es, mehrfach blühende Sorten möglichst mit Duft zu wählen.
  • Sommerblumen wie Eisbegonien (Begonia semperflorens), Studentenblumen (Tagetes) oder Fleißige Lieschen (Impatiens) blühen ohne viel Aufwand bis zum Frost. Leider gibt es unter den Stauden nur wenige, die über Monate einen gefälligen Anblick bieten. Die Schafgarbe (Achillea) mit gelben, roten oder rosa Sorten gehört dazu. Ebenso einige Storchenschnäbel wie das Rosengeranium (Geranium x endressi mit der kompakt wachsenden, bodendeckenden Sorte 'Rose Clair') oder der Blutstorchschnabel (Geranium sanguineum). Beide blühen von Juni bis Oktober. Eine empfehlenswerte Neuheit mit gleicher Blütezeit ist die Storchenschnabel-Hybride Geranium 'Rozanne' in himmelblauer Farbe. Meist wird sie als Hängepflanze in Ampeln verkauft. Günstig sind Stauden mit silbrigem oder gelbgrünen Blättern wie die prächtigen Funkien (Hosta) oder das silberblättrige Hornkraut (Cerastium), das im Frühling mit vielen schneeweißen Blüten für freundliche Atmosphäre sorgt. Als Unterpflanzung von Tulpen ist diese Steingartenpflanze ideal.

Interessiert an den vorgestellten Sorten?

Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!

nach obenFür den Schatten neben Hecken

Bild 2
© Volmary
Bild 2
Unglaublich blühwillig bis zum Frost sind Begonien ('BigTM Pink Colors' Bild 2). Sie verzeihen Pflegefehler und noch besser: Schädlinge wie z.B. Schnecken sind bei ihnen nahezu unbekannt. Die Pflanzen wachsen mit bis zu 40 cm Höhe üppig und schmücken sich mit, je nach Sorte dunkelgrünen oder rostroten, glänzenden Blättern und weißen, leuchtendroten oder rosa Blüten. Man kann die Pflanzen aus pillierten Samen von Januar bis Anfang März aussäen und in einer Schale heranziehen und in Töpfchen pikieren. Ab Mitte Mai blühen sie ausgepflanzt auf Beeten im Abstand 40 x 50 cm. Jungpflanzen sind zur Pflanzzeit im Mai zum Beispiel im Sortiment 'Begonia-Beats' von Volmary auch im Handel erhältlich.

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Schlagworte dieser Seite:

Dschungel, Feng-shui, Gartenberater, Gartencenter, Kugelformen, Maschendrahtzaun, Naturstein, Pflanzpläne, Planung, Raumgefühl, Rückschnitt, Tapetenwechsel

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