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Alpenveilchen
Traditionsreiche Herbst- und Winterblume

© Volmary

Dezember 2016 Großmutters Alpenveilchen erleben eine Renaissance, denn mittlerweile sind Kreuzungen gelungen, die die Vorzüge der winterharten Freilandalpenveilchen mit kleinen Blüten und den großblütigen, aber frostempfindlichen Zimmeralpenveilchen vereinen. Deshalb gibt es jetzt Maxis, Midis, Minis und dazu noch die wirklich frostbeständigen Wildalpenveilchen.


Alpenveilchen (Cyclamen) kennen die meisten als Zimmerpflanzen von ihrer Oma. Früher standen sie den Winter über auf fast jedem Fensterbrett. Dass die beliebten Zimmerblumen eigentlich von wilden Alpenveilchen abstammen, die auch jetzt noch vereinzelt bei uns vorkommen, wissen die wenigsten. Sie sind selten wild zu finden und stehen unter Naturschutz. Rund 15 verschiedene Cyclamen-Arten gibt es. Sie gehören zu der Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Die meisten bekannten Zimmer-Alpenveilchen stammen vom Cyclamen persicum ab, das in Kleinasien seine Wurzeln hat. Von dort aus eroberte es im 17. Jahrhundert Europa. Zahlreiche Züchtungen ließen die ursprünglich kleinen Blüten größer und prachtvoller werden. Heute gibt es eine Vielzahl an Kultur-Alpenveilchen, die mit wunderschönen, meist violetten, rosa, weißen oder roten Blüten und dunklen, dekorativen Blättern über Wochen lang den tristen Winter mit ihrer Blütenpracht erhellen. Zur Zeit sind Alpenveilchen moderner denn je und erfreuen Liebhaber im Zimmer, als dekorative Schalenpflanzen für Balkon oder Terrasse oder auch als Gartenalpenveilchen im Beet.

Alpenveilchen in verschiedenen Farben.
© Stein
Alpenveilchen in verschiedenen Farben.

nach obenZimmer-Alpenveilchen

Zarter Duft und zarte Blütenflügel − wer hätte gedacht, dass Großmutters Alpenveilchen (Cyclamen persicum) wieder so große Resonanz finden. Jung und modern kommen die neuen Züchtungen daher, mit adrett gezeichneten dunkelgrünen Blättern, die sich zu einer kompakten Rosette formen. Die vielen eleganten Blüten stehen dicht über dem Laub. In Weiß, Rosé-, Violett- oder Rottönen, mit weiß auslaufendem Rand oder in einheitlich intensiv gefärbten Blütenblättern sind sie als "Mini", "Midi" oder "Maxi"-Pflanze ein Blütentraum für die Wohnung.

"Maxi" Sorte 'Cabrilla'
© Volmary
"Maxi" Sorte 'Cabrilla'

nach obenMini, Midi oder Maxi

"Maxis" der Zimmeralpenveilchen mit großen Blüten und schwachem Duft gibt es schon lange. Mit interessant gefärbten Sorten oder den nostalgischen 'Cabrilla' mit intensiv gekräuselten Blütenrändern, erleben sie zur Zeit ein Comeback.

"Midis" sind neue Züchtungen für Topfgrößen in 12 cm mit zahlreichen mittelgroßen Blüten, leichtem Duft und teils wunderschönen ausdrucksvoll gefärbten Blättern, die zusätzlich zu den prächtigen Blüten hübsche Farbeffekte liefern wie zum Beispiel der zweifarbigen 'Angelwings®' mit weißen Blütenrändern. Auch sie kann man im Zimmer kultivieren.

Die "Midis" Sorte 'Angelwings'.
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Die "Midis" Sorte 'Angelwings'.
"Minis", also Topf-Alpenveilchen für Topfgrößen in 10,5 cm, mit zahlreichen herrlich duftenden Mini-Blüten (etwa Ø 3 cm) sind beliebte Mitbringsel geworden, die in farblich passenden Töpfen einen charmanten Anblick bieten.

Die kleinen und mittleren Pflanzen kann man auch gut in Gruppen arrangieren, die großen sollten lieber als Einzelpflanze in den Blickpunkt gerückt werden.

nach obenGarten-Alpenveilchen

Dank moderner Züchtungen sind Alpenveilchen auch sehr dankbare Herbstblüher und werden daher für das Freiland immer beliebter. Sie sind hauptsächlich zur Bepflanzung von Schalen, Balkonkästen, für die Grabbepflanzung und für Beete gedacht, wo sie die herbstliche Nässe hervorragend überstehen und sogar den ersten leichten Frösten trotzen. Vollkommen winterhart sind sie aber nicht. Aber auch im Vorgarten, auf Terrassen und in schattigen Gartenecken sind sie gut geeignet. Ihren intensiven Duft kann man in der Nähe von Sitzplätzen besonders gut genießen. Wichtig: weil sie wenige neue Wurzeln entwickeln, brauchen sie feuchten humosen Boden und dürfen nicht austrocknen.

Besonders reizvoll sind die duftenden Gartenalpenveilchen 'Angelito®' (Siehe Bild oben von Volmary). Ihre zierlichen, lange haltbaren Blüten verströmen einen intensiven, süßlichen Duft und verschönern mit zarten Rosa-Tönen, Rot oder Weiß den herbstlichen Garten bis zum Frost. Regen, feuchte Nächte und kühle Temperaturen überstehen die Pflanzen, ohne Schaden zu nehmen. Von den etwa 15 cm hohen Gartenalpenveilchen gibt es unterschiedliche Größen und Farben. Sie sind in Mini oder Midi und in Weiß, Rot oder Pink erhältlich.

Wildalpenveilchen sind absolut winterhart.
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Wildalpenveilchen sind absolut winterhart.

nach obenZauberhafte Wildalpenveilchen

Wenn draußen unter Sträuchern zahlreiche rosa oder weiße Blüten hervorleuchten, dann kann es sich nur um Wildalpenveilchen handeln. Sie breiten sich als kleine Teppiche aus und lohnen auf jeden Fall das Hinsehen. Sie brauchen einen halbschattigen Platz, an dem sie nicht gestört werden, in Trögen, im Steingarten oder unter Azaleen oder Sträuchern, die im Winter ohne Laub dastehen.

Jetzt im Herbst blühen die reizenden Wildarten, die im Gegensatz zu den immer populärer werdenden Garten-Alpenveilchen absolut winterhart sind, sehr reichlich blühen und sich durch Samen willig vermehren. Bis zum November blühen die Efeublättrigen Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium, ehemals C. neapolitanum) mit duftlosen rosa oder weißen kleinen Blüten, die noch vor den wintergrünen Blättern erscheinen. Ihre Knollen sind flach, mehr als faustgroß, sie werden etwa 5 cm tief in lockere Humuserde gepflanzt.

Süßliches, angenehmes Aroma verbreiten die zierlichen rosaroten Wildalpenveilchen (Cyclamen purpurascens, vormals C. europaeum), die bei uns in den Alpen heimisch sind. Ihre immergrünen Blätter sind nieren- bis herzförmig, hübsch silbrig gezeichnet, unterseits rötlich.

Cyclamen coum, das Vorfrühlingsalpenveilchen aus dem Kaukasus, blüht eigentlich erst ab Februar. Doch in milden Wintern wie dem letzten beginnt es schon ab November mit der Blüte und hält diese üppig bis zum März durch.

nach obenPflegetipps für Zimmer-Alpenveilchen

Die blühfreudigen Kinder schattiger Wälder erfreuen monatelang, wenn man sich nach ihren Bedürfnissen richtet: hell und dicht am Fenster, aber nicht in der prallen Sonne und bei kühlen Temperaturen (10 bis 15 °C). Trockenheit zeigen sie durch Welken an, doch richtig empfindlich sind sie gegen allzu viel Nässe. Dann faulen die Wurzeln, werden braun und sterben ab.

Auch rund um die Knolle wirkt sich Nässe fatal durch Grauschimmel (Botrytis) aus. Gießen Sie immer nur von unten. Entfernen Sie überschüssiges Wasser aus dem Untersatz, das die Pflanzen innerhalb einer halben Stunde nicht aufgesogen haben. Düngen Sie flüssig alle 2 bis 3 Wochen, das wirkt sich durch längere Blütezeit aus.

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Alpenveilchen, Cyclamen, Gartenalpenveilchen, Grauschimmel, Kultur-Alpenveilchen, Maxis, Midis, Primelgewächse, Wildalpenveilchen, Zimmer-Alpenveilchen, Züchtung

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