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Grünes Zimmer − Klein, aber fein!

Gartenteich und Bachlauf
© Stein
Bild 1: Gartenteich und Bachlauf

August 2016 Klein, aber fein – für ein „grünes Zimmer“ braucht man nicht viel Platz. Ein echtes Gartenerlebnis lässt sich sogar auf einer erweiterten Terrasse oder einem Balkon verwirklichen. Ganz klar, schöne Gefäße, dekorative Gartenmöbel und farbenfrohe Pflanzen gehören dazu.


Ruhe, Frieden und Ausgleich, das soll uns der Garten bescheren. Geborgenheit und Schutz, ohne dass er auf andere abweisend und unfreundlich wirkt. Lebendig und interessant soll er sein, aber was tun, wenn der Platz knapp ist?

Die Kunst, einen kleinen Garten größer erscheinen zu lassen, als er ist, gehört zu den Tricks, deren sich Gartenarchitekten gerne bedienen. Sie liegt in der Vielfalt, die dem Auge angeboten wird. Nicht sofort alles zu zeigen, sondern durch "Kulissen" wie auf einer Bühne den Blick zu verstellen und immer wieder auf neue Überraschungen zu lenken, gehört dazu. Wie langweilig wirkt eine glatte Rasenfläche, die ringsum nur an der Grundstücksgrenze von Sträuchern und Blumenrabatten gesäumt wird und wie interessant bietet sie sich schon dar, wenn das saftige Grün von einem Bachlauf gesäumt oder unterbrochen wird.

Wie hingestellt wirkt ein Haus, das den Besucher am Zaun mit einem undurchdringlichen grünen Wall an der Sicht hindert, selbst aber nur im platten Rasen steht. Umgekehrt sieht alles viel gefälliger aus: die Pflanzung ans Haus gezogen, so dass die harten Konturen verschwinden, zum Betrachter hin aber großzügig und einladend mit niedrigen Gehölzen, blühenden Stauden an der Grundstücksgrenze. Da kann der Zaun nur angedeutet sein. Sichtschutz für die Bewohner entsteht durch Sträucher, Holzelemente, Pergolen oder Mauern.

nach obenThemengärten für jeden Geschmack


Kräutergarten
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Bild 2: Kräutergarten
Wege
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Bild 3: Wege

Kleinere Grundstücke zwingen dazu, den Garten wie eine Wohnung einzuteilen und zu "möblieren". "Grüne Zimmer", das sind Terrasse und Vorgarten, Kräutergarten Bild 2 und Nasch­ecke oder Gemüsegarten, das Gärtchen der Kinder, die Kräuterschnecke, Steingarten und Staudenbeete, in der Sonne oder im Schatten. Der Gartenteich, der Bachlauf Bild 1 und die Wege Bild 3 stellen Verbindungen her, Höhenunterschiede mit Stufen, Wällen und Terrassen bieten reizvolle Gestaltungsmöglichkeiten, die den Garten sogar optisch und real vergrößern können.

Bild 5: Durchblicke
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Bild 5: Durchblicke
Gerade Wege ohne ein bestimmtes Ziel wirken dabei eher langweilig, verkürzen den Raum. Blickachsen jedoch, zum Beispiel vom Sitzplatz zu einem Baum, Durchblicke in einer Hecke, ein markantes Gartenhäuschen, auf einen Teich, einer Figur Bild 5 oder ein schönes Gehölz machen den Garten interessant und lenken die Aufmerksamkeit gewollt auf das Objekt. Solche Blickachsen kann man schon bei der Planung berücksichtigen, damit sie nicht verstellt werden.

nach obenGeschwungene Wege wirken interessant

Eine leicht geschwungene Linienführung Bild 3 fordert im Gegensatz zum geraden Weg die Neugierde heraus, vor allem, wenn der Pfad hinter einem Busch, einer Pergola, einer Figur Bild 5 oder einem Gartenhäuschen verschwindet und den Betrachter rätseln lässt, welche Überraschung noch auf ihn wartet. Die Bedeutung der Wege als Gestaltungselemente wird im Winter erst richtig deutlich. Ohne Blätter und Blüten sieht der Garten unweigerlich kahl aus, der Blick fällt auf die Wege. Gut, wenn auf ihre Herstellung etwas Sorgfalt und entsprechendes Material verwendet wurde. Natursteine jeder Art sind hier zur Zeit gefragt.

Mit Kleinpflaster Bild 5 aus Granit zum Beispiel lassen sich Rundungen, Muster und geschwungene Wege legen. Große Steine bilden Kontraste dazu. Auf einer solchen Fläche vor dem Haus oder am Sitzplatz lassen sich später mit Gräsern, Stauden und Pflanzen oder Kugeln aus Keramik Akzente setzen. Nur auf den ersten Blick arbeitsaufwändig sind Rasenwege. Als Rollrasensoden verlegt, verleihen sie einem Garten sofort Struktur, die auch im Winter durch das sanfte Grün in den immerhin fünf bis sechs langen Monaten der kalten Jahreszeit zutage tritt. Es geht sich sanft auf ihnen.

nach obenWintergrüne Heckenpflanzen

Abgrenzung aus Holz, Steinen, Bambus
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Bild 4: Abgrenzung aus Holz, Steinen, Bambus
Zum "Gartenzimmer" gehört eine lockere oder formale Umrandung, sei es eine Abgrenzung aus Holz, Steinen, Bambus Bild 4, Buchsbaum, silbrigem Heiligenkraut, romantischen Rosenbögen, Heckenpflanzen oder Laubengängen.

Vor einem solchen Hintergrund können sich Staudenrabatten, Kletterpflanzen, Kübelpflanzen oder Figuren ansprechend präsentieren. Auch hier sind schon beim Pflanzen Überlegungen wichtig, wie diese Elemente im Winter wirken.

Wintergrüne Kletterpflanzen (Efeu)
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Bild 6: Wintergrüne Kletterpflanzen (Efeu)
Wintergrüne Kletterpflanzen sind rar. Efeu Bild 6 gibt es allerdings in vielen, auch bunten Formen. Zu den wintergrünen Heckenpflanzen gehören die schnellwüchsigen Liguster, Stechpalme, Koniferen wie Lebensbaum und Wacholder oder der südlich anmutende Kirschlorbeer. Langsam wachsen Eibe und Buchsbaum, dafür eignen sie sich gut für Formschnitte.

nach obenGestalten mit Kübelpflanzen

Bild 8: Dekorative Gefäße
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Bild 8: Dekorative Gefäße
Wer nur einen Balkon oder eine Terrasse zur Verfügung hat, kann ganz einfach mit Kübelpflanzen für Urlaubsflair sorgen. Südliches Ambiente schaffen Exoten wie Wandelröschen, Oleander, Orangen, Feigen oder die zur Zeit sehr beliebten Oliven.

Pflanzt man diese in dekorative Gefäße, zum Beispiel in Marmoroptik, hellen Steinfarben Bild 8 oder "jahrhundertealt" (Amphore) Bild 1 mit leichter Patina stellt sich die gute Laune von ganz allein ein. Eine Abdeckung mit farbigem Pinienrindemulch schützt vor dem Austrocknen der Töpfe und ergibt zusätzlich tolle Ton-in-Ton Effekte.


nach obenTon-in-Ton macht Gärten elegant

Bild 7
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Bild 7
Viele Erfahrungen mit stimmungsvollen Farbkombinationen haben englische Gärtner gesammelt. Aufbauend auf lokaler Bauerngartentradition und dem Impressionismus widmete sich besonders die Gartenkünstlerin Gertrude Jekyll ausgefeilten Zusammenstellungen von Stauden, Gehölzen und Sommerblumen in stimmungsvollen Rosatönen (silbrig-weißes Laub hebt diese Farben), aktivem Rot, warmem Gelb-Orange Bild 7, stilvollem Weiß oder kühlen blauen Farben, die jedem Garten Weite verleihen. Solche Ton-in-Ton-Pflanzungen lassen Gärten gekonnt und elegant aussehen, allzu viel Buntes verwirrt.

Passende Farben zu treffen, ist jedoch nicht einfach. Fast keine Pflanzung stimmt auf Anhieb, sondern bedarf einer Nachbesserung über Jahre hinweg. Hierfür lohnt es sich zu suchen und vor allem im Sommer Pflanzen aus Containern zu kaufen. Wie bei einer seltenen Orchidee offenbart sich erst zur Blütezeit, ob sich mit dieser Sorte die erhoffte Harmonie einstellt.

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Bild 1
Geschickt gemauert
Bild 1
Rein ins Vergnügen!
So macht Kindern Gemüse Spaß!
Kindergarten

Schlagworte dieser Seite:

Bachlauf, Garten, Gartenhäuschen, Gefäße, Gestaltungselemente, Heckenpflanzen, Kleinpflaster, Kletterpflanze, Kräuterschnecke, Kulissen, Linienführung, Naturstein, Ruhe, Staudenbeet, Steingarten, Teich, Themengärten

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