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Zweijährige jetzt aussäen

Frühlingsgarten
© Stein
Frühlingsgarten

Juli 2016 Viele der schönsten Frühjahrsblüher wie Goldlack, Tausendschön, Bartnelken, Islandmohn, Vergissmeinnicht, Hornveilchen oder Stiefmütterchen haben das Keimen, die Wurzelbildung und das Heranwachsen in die zweite Halbzeit des Vorjahres gelegt. So können sie nach dem Winter rasch mit der Blüte starten. Die Aussaatzeit für die so genannten zweijährigen Pflanzen startet jetzt.


Entsprechend dem natürlichen Rhythmus der Pflanzen beginnt die neue Aussaat gleich nach der Samenreife, also in den Sommermonaten (Juni bis August). Für große Pflanzen verlegen manche Gärtner die Saatzeit um einige Wochen vor. Wer allerdings ein Gewächshaus besitzt, kann auch noch die letzten Wochen im August nutzen. Die Saat fängt an zu keimen und es entwickeln sich bis zum Winter kleine Jungpflanzen. Im Winter ruhen sie, doch schon bei den ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühjahr lassen die Pflanzen ihre Blätter sprießen und erfreuen kurz darauf mit farbenfroher Blüte. Manche Arten wie etwa Stiefmütterchen und Hornveilchen fangen bei zeitiger Aussaat sogar schon im Herbst an zu blühen.

nach obenStiefmütterchen

Stiefmütterchen (Viola x wittrockiana) Bild 1 begeistern im Frühjahr mit ihren großen Blüten in bunten, leuchtenden Farben. Ob Dunkelblau, Zitronengelb, Weiß, Weinrot, kräftiges Orange oder sogar fast Schwarz − ihre Blüten sind in Beete und stimmungsvolle Schalen gepflanzt einfach nicht zu übersehen. Gefragt sind aber auch zarte Farben (z. B. edles Zitronengelb bei Benarys Sorte 'Fama Zitrin'), ausdrucksvolle Gesichter (z. B. bei der bunten 'Cats'-Serie) oder auch Nostalgisches. Exklusives findet sich bei der "Orchideenblütigen Mischung" mit leicht gewellten Blütenblatträndern (Kiepenkerl) oder 'Germania' Bild 2 (gewellte Mischung/Sperli).

Bild 1: Stiefmütterchen
© Stein
Bild 1: Stiefmütterchen
Bild 2: Stiefmütterchen mit gewellten Blütenblatträndern
© Sperli GmbH
Bild 2: Stiefmütterchen mit gewellten Blütenblatträndern

Die Anzucht von Stiefmütterchen aus Samen ist in heißen Sommern nicht ganz einfach, denn die optimale Keimtemperatur liegt bei kühlen 15 bis 16 °C. Dennoch gelingt die Anzucht mit einigen Tricks:

  • Die Samen sind mit einem ausgeschwitzten Ölfilm umgeben. Vermischen sie die Körner in der Hand mit etwas Sand und öffnen Sie damit den keimhemmenden Film.
  • Säen Sie ganz flach in 1 bis 1,5 cm tiefen Rille oder sogar nur dünn verteilt auf die Erde aus. Werden nur wenige Pflanzen gebraucht, sind Kistchen ideal.
  • Den Samen nicht bedecken, nur andrücken, denn Stiefmütterchen brauchen viel Sauerstoff und dämmerndes Licht, um zu keimen.
  • Deshalb die Beete mit feuchten Jutesäcken, Vlies oder einem gewebebespannten Rahmen abdecken. Bis zur Keimung nach etwa einer Woche schön feucht halten − die Verdunstungskälte senkt die Temperatur. Dann abdecken, damit sich die Keime nicht im Gewebe verfangen.

nach obenHornveilchen

Hornveilchen (Viola x cornuta) Bild 3 bezaubern in vielen bunten Farben und versprühen mit ihren niedlichen Blütengesichtern einen besonderen Charme. Sie sind unermüdliche Dauerblüher und schmücken mit ihrer üppigen Blütenzahl Beete, zieren Schalen und Balkonkästen und sind auf gepflegten Gräbern eine Alternative zu ihren Verwandten, den Stiefmütterchen. Überall findet man die buschigen oder überhängend wachsenden Ministiefmütterchen als getopfte Pflanzen in voller Blüte. Neuerdings eignen sich die üppigen Minis sowohl für die Blüte im Herbst und Frühjahr als auch für den Sommerflor. Denn − je nach Sorten und Saattermin − blühen sie mittlerweile rund ums ganze Jahr. Unabhängig von der Saatzeit beginnen die Pflanzen jeweils nach acht bis zehn Wochen zu blühen und halten dann an halbschattiger Stelle monatelang durch.

Bild 3: Hornveilchen
© Stein
Bild 3: Hornveilchen
Bild 4: Winterveilchen
© Vollmary GmbH
Bild 4: Winterveilchen

Sogar im Winter blühen einige Sorten wie die Winterveilchen 'Icebabies' Bild 4 (von Volmary) durch. Diese gibt es allerdings nicht als Saatgut, sondern nur pflanzfertig ab September im Gartenfachhandel.

Bild 5: Gänseblümchen
© Bruno Nebelung GmbH
Bild 5: Gänseblümchen

nach obenGänseblümchen

Gänseblümchen (Bellis) oder Tausendschönchen sind dankbare Frühjahrsblüher, die mit ihren feinen Röhrenblüten in Rosa oder Weiß begeistern. Mit herrlich romantischen Farben (Kirschrosa mit Cremeweiß) präsentiert sich 'Tasso Erdbeersahne', eine Sorte mit knopfförmigen, sehr zahlreichen Blüten und einer Fleuroselect-Auszeichnung. Aus der 'Tasso'- Serie gibt es aber auch einen schönen Farbenmix aus weißen, hellrosa und dunkelrosa Blüten Bild 5.

Bellis gedeihen zwar auf allen feuchten Böden, auf Lehmboden aber besonders gut. Anfang bis Mitte August ist die günstigste Aussaatzeit. Dabei gibt es einiges zu beachten: Die feinen Samen vertragen weder Austrocknen noch allzu dickes Bedecken mit Erde.

Dünn verteilt aussäen, andrücken und mit feiner Brause anfeuchten − das genügt schon. Das Abdecken mit einer Lage Vlies als Schattierung und Schutz vor schnellem Austrocknen hat sich sehr bewährt. Nach fünf bis sechs Wochen wird pikiert und im Spätherbst im Abstand von 15 bis 20 cm gepflanzt.

Bild 6: Vergissmeinnicht
© Stein
Bild 6: Vergissmeinnicht

nach obenVergissmeinnicht

Seit alten Zeiten sind die romantischen Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) in unseren Gärten heimisch. Sie eignen sich als Teppich unter Zwiebelblumen, als Einfassungen von Beeten und dürfen im bunten Beet nicht fehlen. Ihre Blütenteppiche wirken wie ein Abbild des Frühlingshimmels. Typischerweise sind die Blüten von Vergissmeinnicht himmelblau mit einer kleinen weißen Blütenmitte. Ganz im Trend liegen jedoch auch Sorten in Rosa (z. B. 'Rosylva' Bild 6 oder 'Victoria Rosea') und Weiß (Sorte 'Snowsylva'). Auch Mischungen wie etwa die 'Victoria-Mischung' aus allen drei Farben sehen prächtig aus.

Vergissmeinnicht säen sich auch leicht selbst aus. Lassen Sie einfach verblühte Pflanzen etwas länger im Beet stehen oder klopfen sie nach dem Rausnehmen über dem Beet kräftig aus. Die feinen Samen fallen dann auf den Boden und entwickeln nach kurzer Zeit die ersten Blättchen. Toll sehen sie beispielsweise zwischen Tulpen oder im Rosenbeet aus. Hier können sie sich auch ungestört entwickeln.

Interessiert an den vorgestellten Sorten?

Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!
Bild 7: Islandmohn
© Bruno Nebelung GmbH
Bild 7: Islandmohn

nach obenIslandmohn

Ein besonders schöner Frühjahrsblüher ist der Islandmohn (Papaver nudicaule). Seine duftigen Schalenblüten in leuchtenden Farben öffnen sich nach den späten Tulpen, fast gleichzeitig mit Rittersporn, Schwertlilien und frühen Rosen. Gesät wird jetzt, wenn man die Frühjahrsblüte wünscht oder im zeitigen Frühjahr, wenn die Pflanzen im Spätsommer blühen sollen. Beides ist möglich mit entsprechenden Sorten wie z.B. 'Gartenzwerg' (Mischung), 'Champagne Bubbles' (Pastellfarben) oder 'Flamenco' (rot-weiss).

Ganz besonders farbenfroh ist die Mischung 'Partyfun' Bild 7. Ihre Blüten ergeben ein wahres Feuerwerk an weißen, gelben und orangeroten Farbtönen.

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Bild 5: Blumenmischung "Sperli´s Essbare Blüten"
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Aussaat, Bartnelke, Goldlack, Hornveilchen, Islandmohn, Samen, Stiefmütterchen, Säen, Tausendschön, Vergissmeinnicht, Wurzelbildung, Zweijährige Blütenpflanzen

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