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Salat, Salat ...

Juni 2016 Das Säen und Pflanzen von zarten oder knackigen Salaten hält auch die nächsten Wochen noch an, bis Mitte Juli. Die Sorten sollen die Hitze vertragen, ohne allzu schnell aufzuschießen, üppige Köpfe bringen oder Massen an Salatgrün liefern. Wir zeigen Ihnen einige Spezialitäten, die das Ausprobieren lohnen.


Romanasalat 'Cerbiata' (Teufelsohr)
© Stein
Romanasalat 'Cerbiata' (Teufelsohr)
Teufelsohren ist ein treffender Name für die alte italienische Sorte 'Cerbiata', die zu den Romana- oder Römersalaten gehört. Ihr Vorteil ist die gute Beständigkeit gegen Hitze und das teuflische Aussehen mit rötlichen, spitzen Blättern.

Zu den Römersalaten gehört auch der Forellensalat 'Forellenschluß', eine alte Spezialität aus Österreich, die es aber schon 1546 in Deutschland gab. "Ist zu summers zeit ein angemessen essen, vertreibt unlust und macht begird zu essen" heißt es da. Man schätzte ihn auch in der Suppe.

Eine Besonderheit ist der dunkelrote Romanasalat 'Ovired' mit umfassenden Resistenzen gegen Mehltaupilze. Die anfangs feldsalatähnlichen Blätter lassen sich ausgezeichnet als Babyleaf-Salate verwenden.

nach obenDie Salatwiese ist eine pfiffige Idee

Salatwiese "Misticanza"
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Salatwiese "Misticanza"
Die "Salatwiese" lässt sich ganz leicht verwirklichen, nicht nur im Garten, auch auf dem Balkon. Kein Pflanzen mehr, es reicht, wenn man das praktische Saatband auslegt und feucht hält. Nach fünf bis sieben Wochen können Sie junge schmackhafte Blätter von vier wüchsigen Salatsorten ernten. Grüne und rotbunte Salate ergeben eine farbenprächtige Mischung, die besonders aromatisch schmeckt. Die Salatwiese "Misticanza" enthält vier separate Saatbänder mit den bewährten Salatsorten 'Lollo Rossa' (fein gezähnte rote Blätter), 'Lollo Bionda' (grün-gelbe Blätter), 'Salad Bowl' (grüner Eichblattsalat) und 'Red Salat Bowl' (dunkelrote, glänzende Blätter). Sie können sie einzeln verwenden oder als bunten Salat mischen. Die Salate sind anspruchslos. Sie gedeihen in Sonne und Halbschatten.

Die Salatwiese gibt es auch als italienische Variante "Italienische Salatwiese" mit vier Aromaspezialitäten Italiens oder als Asia-Variante "Asia-Salate Red & Green" mit rasch wachsenden Senf- und Blattkohlarten.

Tipp: Im Saatband liegen die Samen bereits im günstigen Abstand. In einer 2 cm tiefen Rille auslegen, angießen und wachsen lassen − das ist schon alles, was Sie für eine schnelle Ernte im Beet oder im Balkonkasten tun müssen. Lassen Sie beim Ernten die Pflanzenherzen stehen, dann wächst der Salat immer wieder nach.

nach obenMinisalate − leicht und schnell ­küchenfertig

Salat Salanova®, grün (Descartes)
© Bruno Nebelung GmbH
Salat Salanova®, grün (Descartes)
Mit einem Schnitt küchenfertig − so preisen sich die "Salanova®" Kopfsalate an, die es grün- oder rot-blättrig gibt. Sie bilden kompakte lockere Köpfe, die mit einem einzigen Schnitt durch die Basis der Pflanze in der Küche in zahlreiche gleich große Blätter zerfallen. Hier ist kein aufwendiges Zerkleinern der Blätter mehr notwendig.

Sehr anbausicher und mit hoher Schossfestigkeit im Sommer ist die Babyleaf-Salatmischung "Veronas Mini". Sie enthält vier Sa­lat­sor­ten mit unterschiedlichen Blattformen und -färbungen, die rasch gedeihen und vielseitig verwendbar sind. Geerntet werden die jungen Blätter, dann sind sie besonders knackig und angenehm im Geschmack.

Pflücksalate bieten eine lange anhaltende, ertragreiche Erntezeit. Man kann die Blätter von außen her nach und nach abernten. Innerhalb weniger Jahre hat der 'Lollo Rossa', ein Pflücksalat mit feinen Petticoatspitzen und dunkelroter Blattfärbung, die Küchen erobert. Die grüne Variante dazu ist die Sorte 'Lollo Bionda/Onyx'. Saatgut von rotem Pflücksalat gibt es jetzt auch in Bio-Qualität.

nach obenBataviasalate

Bataviasalat 'Doree de Printemps'
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Bataviasalat 'Doree de Printemps'
Zu den besonders schoßfesten Sommersalaten zählen die Bataviasalate (Lactuca sativa var. capitata). Schoßfest bedeutet, dass die Köpfe im Sommer nicht in Saat schießen und daher lange geerntet werden können. Der Anbau ist dadurch vom Frühjahr bis in den Herbst hinein möglich. Die Köpfe sind etwas lockerer, nicht nur das Innere, auch die äußeren Blätter sind knackig und leicht genarbt.

Mit nussartigem Aroma und lange haltbar sind die Sorten 'Leny' (leicht gewellte, grüne Blätter) und 'Teide' (rote, stark gekrauste Blätter). Beide Sorten sind tolerant gegen falschen Mehltau. 'Apache' zeichnet sich aus durch kräftig weinrote Blätter, 'Doree de Printemps' ist in Frankreich sehr beliebt und gilt als Feinschmeckersorte.

Die Kultur ist einfach: entweder den Samen im Freiland dünn in Reihen säen und bald nach dem Aufgang auf 25 cm nach allen Seiten verziehen. Oder den Samen in Topfplatten säen − jeweils zwei bis vier Samen pro Töpfchen. Nach dem Aufgang wird nur die stärkste Pflanze belassen.

nach obenSalat im Blumentopf

Salatrauke 'Ruca'
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Salatrauke 'Ruca'
Auch wer keinen Gemüsegarten hat, muss auf eigenen Salat nicht verzichten. Viele Sorten lassen sich auch in Töpfen oder im Balkonkasten anziehen. Ideal dafür sind Saatscheiben oder Saatplatten, die das Saatgut bereits in der für einen Topf oder einen Kasten passenden Dosierung und im richtigen Saatabstand angelegt haben.

Interessiert an den vorgestellten Sorten?

Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!
Als Saatplatte für den Kasten gibt es beispielsweise die Mini-Salatmischung 'Baby Leaf' mit einer Mischung bunter Salate für den baldigen Verzehr. Auch den gegen Mehltau und die Grüne Blattlaus resistenten Kopfsalat 'Dynamite' gibt es als Saatplatte.

Tipp: Praktisch für die Aussaat in Kästen ist auch eine neue Saatband-Spenderbox. Sie enthält je sechs Meter Saatband von zwei verschiedenen Sorten: dem würzigen Asia-Salat 'Mustard Red Giant' und dem Pflücksalat 'Lollo Bionda'. Das Saatband kann daraus einfach in beliebiger Länge herausgezogen werden. Der Rest verbleibt sauber und trocken bis zum nächsten Aussaateinsatz.

Für den Topf ist Salatrauke ('Ruca' oder 'Speedy') ideal, die es auch als Saatscheibe gibt. Sie wächst rasch, hat einen unverwechselbar würzigen Geschmack und kann den ganzen Sommer über angebaut und fortlaufend geerntet werden. Achtung: Töpfe trocknen schnell aus. Gießen Sie daher regelmäßig.

nach obenExtra-Tipp: Der besondere Geschmack

Ein neuer Küchentrend ist es, Salate mit Blättern von geschmackvollen Gemüsesorten anzureichern. So lohnt es sich eine Reihe von Rote Bete nur für die Verwendung als schmückende Salatblätter auszusäen. Jung geschnitten oder einzeln gepflückt, geben Sie dem Salatbouquet eine besondere Note mit wertvollen vitaminreichen Inhaltstoffen. Auch eine Reihe Spinat mit rotgrünen Blättern (z. B. 'Bordeaux') macht Ihre Salatmischung interessanter.

Sicher haben Sie auch schon die schnellwachsende Gartenkresse mit ihrem senfartigem Geschmack als Beimischung ausprobiert, doch wie wäre es mit zarten Erbsenblättern? Haben Sie noch ein paar Erbsen in Ihrer Saattüte übrig, so können Sie diese eng in einer Reihe aussäen und bei einer Pflanzenhöhe von 8 bis 10 cm über dem Boden abschneiden und grob gehackt dem Salat beimischen. Der feine Geschmack darf nicht von kräftigen Kräutern überdeckt werden, dann ist diese moderne Kombination sehr edel.

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Bataviasalat, Forellensalat, Lollo, Pflücksalat, Romanasalat, Rote Bete, Salat, Salatmischung, Salatrauke, Salatwiese

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