Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Pflanzen > Ziergarten > Trockenheitsliebende Stauden
← vorheriger BeitragDer Himmel voller Rosen
nächster Beitrag → Gartenfreude für die Vase

Trockenheitsliebende Stauden

Mai 2016 Mit langen Saugwurzeln holen sich Stauden und Gehölze, die aus Trockengebieten kommen, ihre Ration Wasser aus der Tiefe. Mit harten Blättern oder wolligen Härchen schützen sie sich vor Verdunstung oder ruhen während der heissen Jahreszeit geschützt im Boden. Wer die richtigen Panzen auswählt, kann das Gießen im Sommer fast vergessen.


Hohe Wasserrechnungen, verdorrte Pflanzen, tägliches Wässern und viel Pflege − all das muss wirklich nicht sein. Selbst lange Trockenperioden und warme Temperaturen sind für viele Pflanzen kein Problem. Sie stammen aus Steppen, von sonnigen Berghängen oder trockenen Prärien und haben sich aufs Überleben bestens eingestellt. Ganz im Gegenteil: feuchte Perioden, torfreiche Erde und allzu viel Nässe von oben nehmen ihren zarten Blüten die Schönheit und lassen die Wurzeln verfaulen.

Bild 1: Fackellilien
© Stein
Bild 1: Fackellilien
Anis-Minze
© Bruno Nebelung GmbH
Bild 2: Anis-Minze

nach obenSchmetterlinge lieben Stauden

Abwechslungsreich ist eine Pflanzung mit Stauden, die mit Steingartenpflanzen oder Schwertlilien im Frühjahr beginnt und ihre volle Pracht in den Sommer- und Herbstmonaten zeigt. Dann entfaltet sich mit blauem Lavendel, stahlblauen Edeldisteln, gelben, rosa oder weißen Schafgarben und duftendem Staudenphlox in vielen Farben ein wahres Blütenfest. Besonderheiten sind die imposanten orangegelben Blütenstände der Fackellilien (Kniphoa) Bild 1, die gelbe Junkerlilie (Asphodeline), die edle weiße Palmilie (Yucca) oder die vielen rosa Blüten der einheimischen Moschusmalve im Sommer.

Dann blüht auch die Duftnessel oder Anis-Minze (Agastache foeniculum) Bild 2, die man leicht selber aus Samen anziehen kann (von Kiepenkerl). Sie gehört zu den Pflanzen, die mit ihren fliederfarbenen Blüten wie ein Magnet unwiderstehlich eine Vielzahl von Bienen, Hummeln und Schmetterlinge anziehen. Die leicht nach Anis duftenden Blüten und Blätter können auch für Tees oder zum Aromatisieren von Süßspeisen verwendet werden.

Bild 3: Sonnenhut
© Stein
Bild 3: Sonnenhut

nach obenBlüten bis in den Herbst

Pollen und Nektar für Nützlinge wie Schweb- und Florfliegen, sowie für viele schöne Falter bieten auch die leuchtend gelbe Färberkamille (Anthemis tinctoria) und die blaue Knautie (Knautia). Im Spätsommer verlocken die großen, auffälligen Blüten des Sonnenhuts (Echinacea) Bild 3. Die robusten Pflanzen gibt es mittlerweile in traumhaft schönen Farben.

Interessiert an den vorgestellten Sorten?

Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!
Die Sorte 'Julia®' (von Volmary) zum Beispiel bringt Blüten in sattem Orange hervor, die schon von weitem leuchten. Wunderschön ist auch 'Vintage Wine' mit intensiv purpurrosa gefärbten Blüten. Erst im Herbst beginnen Astern oder die sehr robuste Fetthenne (Sedum) zu blühen. Letztere sind durch ihre dicken, fleischigen Blätter äußerst robust und trockentolerant. Viele Sedum-Arten sind ideale Bodendecker und begeistern im Herbst mit wunderschönen Blüten. So zum Beispiel die Sorte 'Robustum', die üppig mit rubinroten Blüten besetzt ist. Den Blütenreigen beschließt im Oktober die Bleiwurz (Ceratostigma plumbaginoides), ein niedriger Bodendecker mit schönen himmelblauen Blüten. Silberweiße Blätter sind die Vorzüge von Wollziest (Stachys byzantina), den man auch treffend Eselsohren nennt. Sie sind mit feinen, flaumigen Haaren besetzt, die den Wasserverlust durch Verdunstung verringern. Mit dekorativ silbrigen Blättern schmücken sich auch die Edelraute (Artemisia), die Königskerzen (Verbascum) und die zartblau blühende Silberraute (Perovskia).

nach obenZwiebelblumen als Ergänzung

Wenn die Stauden noch nichts herzeigen, können Sie schon im Frühjahr mit Zwiebelblumen im Steppenbeet ein Farbenfeuerwerk zünden. Traubenhyazinthen (Muscari) in leuchtendem Blau, Wildtulpen, die mit sternförmigen Blüten besetzte Prairielilie (Camassia), die imposanten Blütenkügeln des Zierlauchs (Allium) und die bis zwei Meter hohen Steppenlilien (Eremurus) Bild 4 ziehen zeitig mit welkenden Blättern ein und machen Platz für Stauden in den entstehenden Lücken. Falls Ihnen die Blütenpracht nicht reicht, können Sie den Sommer über mit duftenden Lilien, roten oder orangenen Montbretien, weißen Sommerhyazinthen und den exotisch schönen Inkalilien (Alstroemeria) Bild 5 wochenlang für zusätzliche Attraktionen sorgen. Sie ziehen ihre Blätter bald nach der Blüte ein und sammeln damit Kraft für ihren Auftritt im kommenden Jahr.

Bild 4: Steppenlilie
© Stein
Bild 4: Steppenlilie
Bild 5: Inkalilie
© Stein
Bild 5: Inkalilie

Bild 6: Ziergras
© Stein
Bild 6: Ziergras

nach obenBesonders Pflegeleicht: Der Gräsergarten

Nichts übertrifft einen Geröllgarten mit schönen Findlingen oder Rollkies an Pflegeleichtigkeit. Wenn Sie den Boden mit einem dünnen Unkrautschutzvlies abdecken, die Pflanzstellen für genügsame Sträucher wie Ölweide, Robinie, Perückenstrauch, Ginster, Tamariske oder Sanddorn und für die Gräser aussparen, kommt keinerlei Unkraut mehr hoch. Das Vlies wird mit feinkörnigem oder grobem Kies bedeckt, bis nichts mehr vom Untergrund zu sehen ist. Grazile, elegante Gräser Bild 6 wie Blaustrahlhafer, Reitgras, Chinaschilf oder Pampasgras bis hin zum Schirmbambus (Fargesia murielae) machen die Pflanzung abwechselungsreich und zu allen Jahreszeiten interessant. Ist Ihnen das noch zu langweilig? Dann setzen Sie mit Tulpen, Zierlauch, Lilien oder Montbretien in Tuffs oder in Containern vorgezogen farbige Akzente.

nach obenSo legt man ein Steppenbeet an

© Stein
  • Kiesige, nährstoffarme Böden bekommen den meisten Steppenpflanzen besser als fruchtbare. Ist Ihr Boden zu gut, können Sie ihn mit Sand abmagern.
  • Vermeiden Sie Torf, hohe Düngergaben und Mist.
  • Wählen Sie für Ihr Steppenbeet einen sonnigen Bereich − eine Hanglage ist ideal.
  • Ist Ihr Boden stark sandig, können sie ihn mit einer Mulchdecke aus Stroh- oder Holzhäcksel, Rasenschnitt oder Kies vor allzu großer Verdunstung schützen. Besonders empfehlenswert ist dies im ersten Jahr, wenn die Wurzeln noch keine allzu große Tiefe erreicht haben.
  • Wählen Sie Pflanzen mit silbrigen oder behaarten Blättern − sie zeigen schon durch ihr Äußeres, dass sie einiges vertragen.
  • Lange dünne Pfahlwurzeln deuten auf ein Steppendasein hin, wurzelreiche Ballen auf das Gegenteil. Pflanzen in Töpfen oder Containern zeigen allerdings wenig davon. Wichtig ist das Lockern verfilzter Ballen und ein tiefes Pflanzloch, in dem sich die Wurzeln ausstrecken können.
  • Pflanzen Sie zeitig im Frühjahr oder ab August. Im Sommer Gekauftes wird in Töpfen aufbewahrt.
  • Gräser sollten Sie nur im Frühjahr pflanzen.
  • Steine, Treppen oder Mauern bringen Abwechslung in die Gestaltung.

← vorheriger BeitragDer Himmel voller Rosen
nächster Beitrag → Gartenfreude für die Vase
Weberkarde
Pflanzen für ländliche Gärten
Falter auf Zinnie elegans
Darauf fliegen Schmetterlinge!
Bild 1: Die wachsenden Blätter der Funkie sprengen die Hüllenspitze.
Stauden mit besonders schönem Austrieb

Schlagworte dieser Seite:

Bleiwurz, Duftnessel, Edelraute, Fetthenne, Grazile, Inkalilien, Königskerzen, Schirmbambus, Schmetterling, Schwertlilie, Silberraute, Sommerhyazinthen, Sonnenhut, Staude, Steppenbeet, Traubenhyazinthe, Wasser, Wasserrechnungen

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2018

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de